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Dschungelcamp - das grosse Finale

Endlich Finale. Wenn der Vollmond fast am höchsten steht in Deutschland, wird also zum ersten Mal in der Geschichte des Dschungelcamps ein Skorpion den Thron besteigen. Neptunisch verkleidet als Drag-Queen und mit den besten Aussichten auch nächstes Jahr wieder dabei zu sein. Allerdings hat er mit Claudelle und Joey zwei Finalisten an der Seite, denen durchaus noch eine Überraschung zuzutrauen ist. Und die mit Wassermann- und Stier-Sonne kräftig Seitendruck auf den vermeintlichen Favoriten ausüben können. Vor allem wenn am Ende nur einer noch von beiden übrig ist. Aber das ist eine andere Geschichte, die uns eigentlich nur noch am Rande interessiert.

Es war ja auch wieder mal ein kleines astrologisches Experiment. Elf Kandidaten die fast niemand kannte, mehr oder weniger live im Dschungel zu beobachten. Immer im Abgleich mit ihren Geburtsbildern und Transit-Auslösungen. Und wie jedes Jahr staunt man darüber, wie konform sich Menschen dazu verhalten, die weder etwas davon wissen, noch irgendwie anders beeinflussbar sind. Nehmen wir nur unsere drei Finalisten (obwohl auch alle anderen hervorragende Astro-Arbeit geleistet haben).

Claudelle - ein Bückstück beisst sich durch

Claudelle Deckert kann man ja durchaus als die Überraschung des Camps bezeichnen. Kaum jemand dachte, dass sie die ersten Tage der Abwahl heil übersteht, aber einiges war tatsächlich auch „vorhersehbar“ (siehe auch Der Kandidatencheck - die Aussenseiter). Vor allem nach dem Sonnen-Wechsel in den Wassermann ist sie als Vollblut-Archetyp des selbigen (fünf Planeten) immer mehr in den Mittelpunkt gerückt. Gleichzeitig blieb sie der uranischen Linie treu. Während Oliver erwartungsgemäß nur Olivia ins Camp einziehen ließ, hatte Claudia als Persona eben Claudelle mitgenommen.

Etwas glatt, ohne wirkliche Kanten, fein dosierte Empfindungen, die nie übertrieben aussahen. Höchstens etwas unterkühlt. In gewisser Weise strategisch ausgerichtet und mit einer luftigen Grundintelligenz ausgestattet, hat sie es wohl als einzige geschafft, irgendwie mit allen gut Freund oder Freundin zu bleiben. Wobei damit keineswegs eine tiefe emotionale Bindung gemeint ist, sondern eher ein oberflächliches Leben und Leben lassen. Was immer sie sich in Wirklichkeit gedacht hat, wird man wohl erst nach dem Camp erfahren.

Aber was soll man auch machen, wenn man Merkur in fast allen Lebensbereichen als Enddispositor hat (in Kombination mit Saturn). Und insgesamt acht Planeten in den Luftzeichen, lediglich Mars im Stier und Neptun im Schützen machen da eine Ausnahme. Ihr größtes Hindernis im Camp war dann auch ein Fischauge, das sich standhaft geweigert hat, als strategisches Element vereinnahmt zu werden. Ein Bruch in Claudelles Dschungel-Karriere, ausgerechnet unter einem Sonne-Venus Transit.

Alles in allem kann sie das Camp aber als vollen Erfolg verbuchen, auch und gerade, wenn sie heute nicht Dschungelkönigin wird. Die nächsten Monate bringen kaum Hindernisse und Schwierigkeiten mit sich, im Gegenteil. Auch der geplanten Ausreise in die Staaten dürfte nichts im Wege stehen, womöglich geht es schon im April in die neue Heimat. Erst Ende des Jahres wird Saturn dann auf seiner Wanderung durch den Skorpion ihre Wassermann-Planeten und Quadratspannung stellen. Dann erst wird sich zeigen, ob die Pläne für ein neues Leben im Land der unbegrenzten Möglichkeiten wirklich so unbegrenzt sind.

Joey - wenns draussen regnet wirds drinnen warm

Auch der zweite Finalist, Joey alias Joanna Heindle, darf das Camp als Sieger verlassen, so oder so. Mittlerweile ist die Stier-Sonne mit der fast exakten Pluto-Opposition den meisten Menschen ans Herz gewachsen. Galt er anfangs noch als Looser, haben seine Sprach- und Bedeutungsschöpfungen (die er auch der exakten Opposition von Transit-Uranus zu Radix-Jupiter verdankt) mittlerweile schon fast Kultstatus erlangt. Vermutlich ist ihm das im Moment noch nicht bewusst, aber er scheint einer der wenigen Ausnahmen zu werden, in denen das Dschungelcamp ein positives Kandidatenbild geschaffen hat.

Gerade deshalb würde man ihm wünschen, nicht Dschungelkönig zu werden. Denn wenn er als solcher durch die Talkshows der nächsten Wochen gereicht wird, könnte sich dieses Bild schnell wieder verändern.

Bei all dem fast untergegangen sind Joeys musikalische Ambitionen. Und immer dann, wenn er leisere Töne angeschlagen hat, konnte man den Fische-Mond spüren, die Sehnsucht nach etwas, was Joey in dieser Form eben nur in der Musik gefunden hat, wie er selbst sagt. Man kann nur hoffen, dass es den einen oder anderen Musikproduzenten in Deutschland gibt, der sich seiner annimmt und tatsächlich versucht, diesem bizarren Universum namens Joey die richtigen Töne zu entlocken.

Eher anzunehmen ist aber, dass sich wieder die altbekannten Schaumschläger auf ihn stürzen werden, um seine momentane Popularität in ein paar schnelle Euros umzumünzen. Denn Joey wird auch in den nächsten Monaten morgens nicht mit einem goldenen Löffel im Mund aufwachen. Pluto Quadrat Venus und später dann die Konjunktion von Uranus, ebenso wie das Saturn-Quadrat zu seinem Mars sprechen eher von Schwierigkeiten sowohl im „künstlerischen“ wie auch im Beziehungsbereich. Aber Joey hat sich selbst bewiesen, dass er fast alle Ängste und Hindernisse überwinden kann und mit 19 Jahren fängt das Leben ja gerade erst richtig an.

Olivia - ich bins doch nur, ihr Hasen

Über den Favoriten auf den Thron muss man nun nicht mehr viel schreiben. Oliver Knöbel wollte seine Marke Olivia präsentieren und das hat er nach allen Regeln der Kunst geschafft.

Da mag man dann von Show reden und fordern, er solle doch auch mal sein wahres Gesicht zeigen, nur dann hat man nicht verstanden, was eine Sonne-Merkur-Neptun Konjunktion ausmacht. Denn irgendwie ist in all dem auch mehr Wahrheit, als in den aufgesetzten Gefühlsdramen anderer Kandidaten. Sie ist nur anders, weniger greifbar.

Dass Oliver mit Mond-Saturn Konjunktion eben nicht wirklich zu den Drama-Queens gehört, sein Innenleben als nicht ganz so schillernd ist, wie die äußere Präsentation, kann ja niemand wissen, der sich nicht mit dem astrologischen Hintergrund beschäftigt. Und im Prinzip gehören die beiden, Saturn und Mond ja schon immer zusammen, sind quasi ein Traumpaar wenn es darum geht, dem eigenen Empfinden eine entsprechende Form zu geben.
Da stimmt dann eben jeder Lidstrich und wird zum Ausdruck dessen, was man als Empfindung vermitteln möchte. Genau deswegen hat Oliver Olivia erschaffen, seine Kunstform der Selbstdarstellung, die sich auch unter widrigen Umständen durchsetzen kann.

Bei ihr zeigt dann auch der Blick auf die nächsten Monate sehr viel mehr Licht als Schatten und spätestens wenn Jupiter auf ihrem Krebs-AC steht (zusammen mit dem großem Trigon von Saturn und Neptun) wird man Oliver und Olivia wieder sehen. Mit einer eigenen Show vielleicht zur besten Sendezeit.

Das Fazit - es kann noch besser werden

***{*becssg}DC2013{/becssg*}***

Auch wenn das Anfangstempo mitsamt Hype und Thrill natürlich keine zwei Wochen aufrecht erhalten werden kann, interessant wars allemal. Ein buntes Getümmel von drei Jungfrauen, zwei Stieren und den Einzelgängern Skorpion, Wassermann, Fisch, Krebs, Widder und Zwilling. Jede Menge Transit-Auslösungen, die wir teilweise auch kommentieren durften und vor allem die Erkenntnis - die Sterne lügen nicht.

Eher schon die Bilder, die uns wiedermal bestimmte Archetypen hingezaubert haben, auch als Spiegel der Selbsterkenntnis. Trotzdem darf man sich immer wieder wundern, wie punktgenau die Mechanismen der Zeit einen entsprechenden Ausdruck finden und wers immer noch nicht glaubt, der muss eben warten bis nächstes Jahr. Bis Sternchen wieder nach den Sternen greifen, unter widrigsten Umständen.

Was mich zum Abschluss dieses kleinen Ausflugs bringt. Denn bei allem Bemühen der beiden Moderatoren hat diesmal etwas gefehlt. Die Seele des Ganzen, verkörpert durch Dirk Bach. Da scheitern dann auch die Gags mal als Rohrkrepierer, wirkt die Anstrengung um das eigene Neue eben genau so – anstrengend. Nicht die Schuld der Moderatoren Sonja und Daniel, Seele kann man eben nicht einfach austauschen wie ein funktionales Ersatzteil. Und das ist gut so.

Trotzdem sei der Hinweis nochmal gestattet: Dirk Bachs Sonne stand auf 3° Stier in Opposition zu Neptun, dort steht eben auch Olivias Mond. Exakt. Sie könnte also durchaus als eine Art Medium fungieren, die den Geist von Dickie wieder ins Baumhaus bringt. Auf ihre eigene Art und trotzdem wäre ein gewisser Wiedererkennungswert für alle spürbar.

Deswegen für nächste Jahr – Ta Dickie, welcome back Olivia.

Alle Artikel zu "Ich bin ein Star - holt mich hier raus" gibts unter der entsprechenden Rubrik: DSCHUNGELCAMP 2013

Alle Bilder: (c) RTL  - Alle Infos zu „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!“ im Special bei RTL.de

Nachtrag – the Day after (27. Januar 2013)

Hinterher ist man immer schlauer, aber zur Ehrenrettung astrologischer Prognosen muss ich auch klar bekennen – das war nix.
Gar nix.
Vollmundig aus dem Fenster gelehnt, ohne zwischen den astrologischen Zeilen lesen zu wollen. Denn ja, ich bin ein Knöbel-Fan geworden und hätte seine Kunstfigur Olivia gerne auf dem wackligen Dschungelthron gesehen.

Aber – die größte, sprachliche Neuentdeckung aus dem Lande der Dichter und Denker, Joey der wunderbar Wandelbare, der von seiner Liebe zu Jackeline gebeutelt wurde, der eigentlich dachte das ganze Theater findet in Kölner Studios statt, der ungern morgens tot aufwachen wollte, der sich durchbiss durch Schweineärsche und Kakerlakenmenüs – dieser Joey hat es mehr verdient als jeder und jede andere vor ihm.
Das RTL sei beglückwünscht zu der weisen Voraussicht schon mal seine Freundin einfliegen zu lassen, damit das Wiedersehen rechtzeitig zu Krönung gefeiert werden konnte.

Ändert aber alles nichts daran, dass man (in dem Fall ich) die Zeichen der Zeit durchaus richtig deuten hätte können, auch wenn es nicht einfach war. Dass Joey aus astrologischer Sicht insgesamt die „besseren Karten“ auf den Sieg hatte, war ja auch schon in Dschungelcamp - die letzten Tage zu lesen. Nur wenn man dann stur weiter dem eigenen Wunschdenken folgt, hat man als Prognostiker halt voll ins Dschungelklo gegriffen.

Und das ist eben die eigentliche Kunst – Vertrauen in die Mechanismen der Zeit zu haben mit dem notwendigen Verständnis und der entsprechenden Erfahrung. Und das eigene Wünschen und Hoffen dabei soweit es geht draußen vor den Toren zu lassen.
Danke Joey auch dafür, die Botschaft ist angekommen.

Und das war’s dann auch mit dem Dschungelcamp 2013, Dank an alle aufmerksamen Leser und Kommentatoren - Meta hat fertig.

 Alle Bilder: (c) RTL/Stefan Menne  - Alle Infos zu „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!“ im Special bei RTL.de

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