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Das Thema

Der Promi BB - Liveblog: Sein und Schein

(Letzte Aktualisierung heute um 19:45 h) Bei uns bekommt das Experiment Promi-Big-Brother jetzt noch eine besondere Fußnote. Live-Berichterstattung unter astrologischen Gesichtspunkten direkt aus dem Container analog zum Live-Stream. Innenansichten einer Mini-Gesellschaft, die manchmal erstaunlich direkt spiegelt, wie die unterschiedlichen Archetypen Leben verstehen und begreifen. Und auch dementsprechend handeln.

Finale (19:45 h) - Aus und vorbei

Der Live-Stream war heute für Forschungszwecke äußerst unergiebig. Ganz im Sinne von Sonne Opposition Neptun war die meiste Zeit nichts zu sehen oder nur der leere Käfig von Little Bro. Das wäre dann auch die Schlagzeile für heute: Promi-Hamster von Außerirdischen entführt.

Aber nun kommt ja auch das dicke Ende und natürlich erwartet man von einem Astrologen, dass er jetzt nochmal eine Prognose über Gewinner und Verlierer abgibt. Der aber weigert sich, denn unter Sonne Opposition Neptun kann man naturgemäß davon ausgehen, dass die Dinge anders erscheinen als sie sind. Und diese Opposition steht gleich zu Beginn heute um 20:15 h auf der aktuellen AC-DC Achse. Prägt das Finale also.

Ein kleiner Eklat wäre da angemessen, vielleicht gibt’s Zoff unter den Studiogästen oder Hubert Kah schimpft nochmal lauthals über Frau Effenberg. Wer sich das Ganze ansehen möchte, kann ja zumindest einmal die Ereignis-Achsen Auslösungen beobachten, das ist immer interessant, im richtigen Leben genauso wie bei einer Live-Show.

Ein kurzer Überblick:

20:18 h Neptun-Sonne steht auf AC und DC
20:50 h Merkur am DC
21:00 h Zeichenwechsel der Achsen, ab jetzt herrscht Widder-Waage (AC/DC) und Steinbock-Krebs (MC/IC), die erste Entscheidung sollte fallen.
21:28 h Uranus am AC – Überraschung?
21:40 h Mond am DC
21:48 h Pluto am MC
21:55 h AC wechselt in den Stier
22:30 h Saturn steht am DC
22:38 h Mars steht am DC
23:04 h AC wechselt in die Zwillinge
23:09 h MC wechselt in den Wassermann

(23:45 h Jupiter am IC)

Jetzt muss man eigentlich nur noch die Radix-Planeten der verbliebenen Teilnehmer auf das Ereignis-Chart projizieren und schon sollte man Hinweise darauf bekommen, wann wer im Rampenlicht steht.

Soweit so gut erstmal.


Tag 13 (21:45 h) - Das letzte Gefecht

Der Livestream ist heute weitestgehend an mir vorbei gegangen, aber das bißchen was ich jetzt sehen durfte, macht klar, wohin die Reise geht. Da gibt es die Gutmenschen (Paul und Aaron), die es auch jetzt noch relativ entspannt angehen lassen, nach dem Motto: gewinnen wäre ganz okay, aber nicht um jeden Preis. Auf der anderen Seite, Hubert und Michael, die in den Kampfmodus geschaltet haben. Der Hubinator, wie es sich für einen Widder gehört, sucht den Kampf Mann gegen Mann und hat sich auf Aaron eingeschossen. Und wird wohl erst wieder von ihm ablassen, wenn die aktuelle Sonne über seinen Pluto gehuscht ist (pünktlich zum Finale) oder Aaron das Schlachtfeld verlassen hat. Michael mutiert langsam wieder zum Wendler, und bezeichnet Frau Effenberg vor laufenden Kameras als hinterhältig. In der Hoffnung in seinem Gesprächspartner Ronald einen Verbündeten zu finden, im Kampf ums goldene Vlies. Und Claudia Effenberg wird zur Wanderin zwischen den Welten, versucht ihr Image als aufrechte und letzte Frau im Haus offensiv ins Bewusstsein der Zuschauer zu drängen, die keine krummen Dinger macht und jedem die Wahrheit ins Gesicht sagt. Und seit sich die drei Herren aus dem obersten Stockwerk gestern als Weicheier geoutet haben, weil sie sich selbst nicht nominiert haben, ist die Freundschaft jetzt auch vorbei

Und Schill möchte jetzt eigentlich nur noch raus, wohl wissend aus seiner Zeit als Politiker, dass es jetzt richtig schmutzig werden könnte.

Adieu du schöne Illusion, dass das „Experiment“ aus Kunstfiguren wieder Menschen machen könnte. Zeitweilig ja, aber sobald die (Selbst-)Zufriedenheit wieder Einkehr hält, und sei es nur weil man wieder reichlich zu essen hat und täglich duschen kann, kehren auch die damit verbundenen, alten Gewohnheiten zurück.

Einzig Aaron und Paul halten an ihrer halb-brüderlichen Verbundenheit fest und das wirkt auch nicht aufgesetzt. Ist aber dafür etwas langweilig. Das ist halt die Crux mit solchen Formaten, sobald die plutonischen Transformationen nicht mehr stattfinden, egal in welche Richtung, bleibt höchstens noch die Hoffnung auf Comic- und Slapstick-Einlagen. Die unfreiwilligen. Wenn zum Beispiel Michael über Claudia ablästert (natürlich hinter ihrem Rücken) und auf die Frage, was diese ihm denn konkret getan hätte, lange nachdenken muss. Um dann festzustellen, dass es eigentlich nichts gab und er wahrscheinlich nur „zu sensibel“ sei. Sensibel…

Ja, das hat was, das Selbstbild einer Krebs-Sonne…

Als astrologisches Studienobjekt eignet sich im Moment vor allem Claudia. Die hat gerade etwas Seltenes – ihre Mars-Neptun Konjunktion im Skorpion, die ja eine gewisse Tendenz zu Unentschlossenheit mit sich bringt, wird gerade von der aktuellen Mars-Saturn Konjunktion getriggert. Morgen zum Finale auf die Bogenminuten genau, Mars zu Mars und Saturn zu Neptun. Sie steht also unter Hochspannung und das muss sich wie eine Generalbefreiung von alten Unsicherheiten anfühlen. Die einzig, verbliebene Frau im Haus, sie die von den Zuschauern gleich zu Anfang in den Keller gewählt wurde und seither nicht mehr wusste, ob sie denn überhaupt noch jemand mag. Dann eine erstaunliche Wandlung durch gemacht hat und seit sie sich gestern auch noch selbst nominierte und das Voting überstand, auf Wolke sieben schwebt.

Objektiv betrachtet, hätte sie den Sieg wohl am meisten verdient. Aber wie ihr alter Weggefährte Ronnie gerade dem Wendler erklärt: „Die meisten Leute glauben, dass man einen Krieg nur durchs Kämpfen gewinnt. Ist falsch. Man muss vor allem warten können. So wie wir jetzt.“


Tag 12 (19:00 h) - Favoritensterben

Thema Nummer eins heute oben wie unten: wer nominiert wen und wie findet man die diversen Äußerungen der Kollegen dazu? Manche wie Hubert und Claudia sind da ganz offen, andere taktieren in den Gesprächen und suchen nach Allianzpartnern fürs Endspiel. Folgt man der bisherigen Promi BB Logik, geht heute a) eine Frau (von den sechs weiblichen Kandidaten wurden vier rausgewählt), und b) jemand von unten (von den fünf Abgewählten befanden sich vier gerade im Keller).

Nach Adam Riese und Eva Zwerg muss also heute Alexandra gehen. Bleibt die Frage, ob denn im richtigen Leben immer alles den selben Mustern folgt? Und da zeigt der Transitvergleich erstaunliches – heute Abend stehen fünf von sieben Kandidaten unter Auslösungen, die man mit einem Abgang in Verbindung bringen könnte.

Aaron hat heute Abend pünktlich zur Rauswahl Mond Quadrat Jupiter (enttäuschte Erwartungen siehe oben). Aber natürlicherweise hat auch Claudia genau denselben Transit, nur noch etwas exakter. Könnte bedeuten beide werden nominiert, oder auch - beide müssen gehen.

Gäbe es da nicht noch drei weitere Kandidaten. Würde die momentan angenommene Geburtszeit von Michael Wendler stimmen, dann hätte der heute das ganze umgedreht: Jupiter Quadrat Mond. Da gibt es natürlich eine gewisse Unsicherheit, da die Zeit (und somit die exakte Mondstellung) nicht zu 100% abgesichert ist. Und auch Alexandra steht im Fokus, Mond Ende Jungfrau / Anfang Waage steht auch im Quadrat zu ihrer Sonne-Mond-Merkur Konjunktion (0° Krebs). Und logischerweise hat auch Hubert Mond Opposition Sonne (1° Widder), während die aktuelle Opposition von Neptun zu seinem Pluto immer noch auf die Bogenminute genau exakt ist.

Das legt schon mal die Vermutung nahe, dass es heute Abend eine Überraschung geben wird. Nicht die übliche Nominierung, sondern irgendeine neue Variante, die womöglich mehrere Teilnehmer zur Abwahl freigibt. Da nun Jupiter zum Zeitpunkt des Votings am IC steht, zusammen mit Aarons Sonne, sollte der nochmal mit einem blauen Auge davon kommen. Und Claudias Enttäuschung könnte sich auch darauf beziehen, dass einer ihrer „Buddies“ von oben gehen muss. Zum Beispiel ihre neue Liebe Ronny. Da Schill aber im Moment noch immer am meisten Output zumindest im Live-Stream bringt, könnte ihn die Redaktion vielleicht durch diverse Sonderregelungen schützen, ebenso wie Hubert, der ja langsam zu einem von Marvels Superhelden mutiert (wenn er nicht gerade unter Medikamenten-Einfluss vor sich hindöst).

Bliebe also noch der Wendler. Und da Jupiter am Ereignis-IC steht, also gegebenenfalls das Quadrat zu seinem Mond auch in den Minuten der Wahl nochmals getriggert wird, während gleichzeitig sein Saturn am Ereignis-AC steht, ist er mein Kandidat für heute Abend. So unwahrscheinlich das angesichts seiner neuen „Popularität“ auch klingen mag.

Aber womöglich müssen ja gleich mehrere Kandidaten das Haus verlassen, oder es werden wieder mal die Bereiche getauscht. Enttäuschung kann ja viele Facetten haben, die Rauswahl ist ja nur eine davon.


Tag 12 (17:30 h) - In eigener Sache (Teil2)

Noch zwei Tage, dann ist der Spuk vorbei. Und eine Prognose kann man jetzt schon abgeben, ganz ohne astrologische Auslösungen zu bemühen – das Ende der solidarischen Kuschelgruppen ist gekommen. Jetzt geht es nur noch ums gewinnen, zumindest für die meisten, noch verbliebenen Kandidaten. Für die einen mag da das Geld tatsächlich auch eine Rolle spielen, für die anderen geht es mehr um das eigene, öffentliche Image.

Bleibt die Frage, wer sich auf den letzten Metern jetzt noch halbwegs menschlich verhält und wer jetzt zurück kehrt zu alten Untugenden. Und auch dabei dürften die Anlagen samt momentanen Auslösungen eine gewisse Rolle spielen. Vor allem was die eigene Strategie angeht. Wen empfindet man als Bedrohung auf dem Weg ins Finale, welche Seilschaften werden gegen wen gebildet, um das eigene Ziel zu erreichen. Wie das aus der Perspektive der Einzelnen aussehen könnte, dazu nachfolgend ein zwei Beispiele.

Hubert Kah

Lieblingsgegner: Michael Wendler, Aaron Troschke

Im direkten Vergleich stehen da Sonne und Sonne im Quadrat. Und dank Michaels Grundspannungen zu seiner Sonne, darf Hubert sich auch noch über eine Opposition von dessen Pluto und einem Quadrat von Pluto zu seiner Radix-Sonne freuen. Außerdem findet sich noch Wendlers Saturn auf Kahs Mond, sowie umgekehrt Huberts Neptun auf Michaels Skorpion Mond.

Aber den ersten Platz auf der Gegnerliste muss sich Wendler mit Aaron teilen. Denn auch mit dem hat Hubert einige Spannungsaspekte, die er instinktiv als Antipathie erlebt. Uranus (Aaron) Quadrat Sonne (Hubert), Neptun-Saturn Opposition Mars, Jupiter Quadrat Sonne und Sonne Quadrat Neptun. Im Combin zeigt sich das als eine Venus-Saturn Konjunktion in Opposition zum gemeinsamen Mond, sowie einer Opposition von Mars und Pluto.

Claudia Effenberg

Lieblingsgegner: Aaron Troschke, Paul Jahnke, Alexandra Rietz

Die „wahre Mother of Big Brother“ sieht sich schon auf dem Promi-Thron, zumindest seit sie wieder im Luxusbereich herrscht. Aber einer muss auf jeden Fall weg: Aaron. Hier geht’s nicht unbedingt um grundlegende Antipathien, sondern um das Prinzip – es kann nur Eine geben. Claudia teilt ihre Jupiterstellung exakt mit Aarons Jupiter, eigentlich also eine wunderbare Übereinstimmung, aber durch das Sonne Quadrat von Claudia zu ihrer Jupiter-Uranus Opposition muss sie sich ja den Erfolg erkämpfen und hat immer gewisse Selbstzweifel, ob das denn auch klappt. Und solange Aaron dabei ist, besteht aus ihrem Empfinden die Gefahr, dass der eigene „Erfolg“ (Jupiter) an den anderen gehen könnte. Also muss der weg.

Auf Platz zwei könnte dann Paul Jahnke stehen. Aus denselben Gründen, nur diesmal die gemeinsame Sonnen-Stellung betreffend (beide Ende Jungfrau), wenn gleich sie ihn ansonsten wohl eher sympathisch findet.

Und dann natürlich noch die einzig, verbliebene weibliche Konkurrentin Alexandra. Die hat Sonne, Mond und Merkur auf ihrem Jupiter, das könnte ihr aber durchaus nützen, wenn die anderen beiden erst mal raus sind. Alex darf also am besten bis zum Finale bleiben, keine wirkliche Gegnerin für Claudia aus ihrer Sicht.

Insgesamt scheint Aaron im verbleibenden Team die schlechtesten Karten zu haben. Denn aus der Sicht aller anderen ist er ja kein „wirklicher Promi“. Gegen einen Wendler oder einen Jahnke zu verlieren, kann man noch wegstecken (weil, der hat eben die größere Fanbase etc.…). Gegen einen Nobody wie Aaron nur Zweiter oder Dritter zu werden, wäre aber nach all den Mühen ein echter Tiefschlag fürs eigene Promi-Ego.

Und vermutlich macht der arme Aaron heute wieder eine weitere, zutiefst menschliche Erfahrung: selbst die eingeschworene Kakerlaken-Teamgemeinschaft mit Alexandra löst sich auf, auch sie könnte ihn heute auf die Nominierungsliste stellen. Zwar steht Aarons Jupiter ja auf ihrer Sonne-Merkur-Mond Konjunktion (tut eigentlich gut), aber man könnte sich ja jetzt mehr an Claudia orientieren (mit derselben Jupiter-Stellung) und den Spannungsaspekten mehr Raum geben. Und davon haben die beiden reichlich (Venus Quadrat Venus, Mars Quadrat Saturn, Merkur Quadrat Jupiter und einiges mehr).

Den Rest der Sym- und Anti-pathien Liste kann man sich ja mal selbst zusammen stellen, die Daten der Kandidaten gibt’s hier.


Tag 12 (12:30 h) - In eigener Sache (Teil 1)

Heute gabs wieder eine offizielle Bestätigung, dass Astrologie funktioniert – Paul und Alex vom Team Unten erklären vor laufenden Kameras, dass es ihnen gestern „richtig schlecht“ ging. Müde, keine Energie mehr usw. Vor allem Alex wollte sich schon eine Brechschüssel neben ihr Kellerlager stellen. Yeah, meine lieben Promis, wenn die äußeren Ablenkungen nachlassen, wird die Wahrnehmung für innere Prozesse enorm geschärft. Und dann spürt man auf einmal das, was man astrologisch als Konjunktion zwischen Mars und Saturn, mit gleichzeitigem Quadrat von Venus bezeichnet. Das gilt zwar global und da es heute keine Schlagzeilen zu lesen gab wie „Menschheit fällt in Dauertrance und fühlt sich schlecht“, darf man natürlich davon ausgehen, dass über das „Wie“ im Einzelfall die individuellen Auslösungen bestimmen. Alex hat nun leider Mars und Saturn im Quadrat-Zulauf zum eigenen Mars, also auch Venus in Opposition dazu, das ist massiv und wirkt dann auch bis in die strukturellen Bereiche, sprich Körper.

Bei Paul steht Jupiter kurz vor der Konjunktion mit Mars, das ist an und für sich nicht grundsätzlich etwas Negatives. Nur wenn eben der aktuelle Mars gerade in solche Spannungen und Behinderungen eingebunden ist, dann wirkt sich das eben auf ALLE Transite aus, die mit Mars im weitesten Sinne zu tun haben. Auch spiegelverkehrt, wenn also Mars nicht der aktuelle, direkte Auslöser ist, sondern als Anlage betroffen ist.

Astrologie ist ja ein holistisch-dynamisches System, in dem alles mit allem fortwährend interagiert. Deswegen muss eine normale „wissenschaftliche“ Überprüfung, die nur nach eindimensionalen, funktionalen Ergebnissen sucht, auch scheitern. Denn bis heute ist es ja kaum möglich, vernünftige Berechnungen zu machen, wenn mehr als zwei Körper gleichzeitig in die Berechnungen eingebunden sind (das sogenannte Drei-Körper-Problem). Muss man zwangsweise fortwährend zehn Planeten einbinden und noch etliche andere Bezugspunkte, um ein „Ergebnis“ im Voraus zu berechnen, scheitern eben all solche simplen Ansätze.

Und leider gibt es auf Seiten der Mathematiker und Physiker nicht genügend aufrichtige Forscher, die eingestehen würden, dass die Komplexität des astrologischen Modells ihre gängigen Ansätze komplett überfordert. Insofern ist ihre Aussage, dass „Astrologie Unsinn ist“, durchaus nachvollziehbar. Was nicht verstanden werden kann mit den eigenen Mitteln, erschließt sich einem eben nicht und wird dann einfach als Unsinn tituliert.

So, das musste in diesem Zusammenhang auch mal gesagt werden. Genau deshalb macht sich unsereins auch die Mühe, solche Gelegenheiten wie einen 24h Livestream zu nutzen. Auch wenn es manchmal gehörig nervt und der Unterhaltungswert gegen Null tendiert. Forschung ist eben nicht immer einfach.


Tag 11- Alles wie immer (18:30h)

Irgendwie hatte ich ja die Hoffnung, dass sich durch den kompletten Austausch zu Neumond und Mars-Saturn Konjunktion völlig neue An- und Einsichten auftun würden. Meinetwegen auch Abgründe, aber nichts da. Die neue Upperclass ist hauptsächlich mit Reflektion beschäftigt, allen voran Michael Wendler, für den die Zeit im Keller eine Art Erweckungserlebnis gewesen sein muss. Ansonsten tun sie das, was andere vor ihnen oben auch getan haben – kochen, essen, aufräumen, reden, kochen, essen, aufräumen, reden usw usw.

Während die neuen Underdogs scheinbar ganz zufrieden ihr karges Dasein fristen und von ihren Erinnerungen an bessere Zeiten zehren.

Damit die astrologischen Einsichten nicht zusammen mit den momentan nicht vorhandenen Gesprächsinhalten im Medien-Nirvana verschwinden, gibt’s heute mal die aktuellen Team-Combins. Das sind, technisch betrachtet, die Beziehungscharts auf der Basis der zeitlichen Mitte zwischen den Beteiligten.

Wenn also der Eine im Mai geboren ist (Stier-Sonne) und der Andere im Juli (Krebs-Sonne), dann stünde die Combin-Sonne "im Juni" (also in den Zwillingen). Beim Composit wird ja die rechnerische Mitte zwischen zwei Planeten ermittelt, beim Combin kann es da durchaus Abweichungen geben von dieser goldenen Mitte. Vor allem bezieht sich das Combin eben auf einen tatsächlichen und wirklichen Zeitpunkt, dementsprechend sind die abgebildeten Konstellationen also nicht virtuell, sondern entsprechen einer Zeitqualität, die es so tatsächlich gegeben hat. So zusagen etwas näher am wirklichen Leben dran als das Composit.

Team Oben hat aktuell in der jetzigen Zusammensetzung eine Löwe-Sonne mit Widder-Mond. Sport, Spiel und Action ist also angesagt, vor allem geht es um die eigene Selbstfindung frei nach dem Motto: Ich bin (wieder) wer. Mit einer Mars-Venus Konjunktion Ende Zwilling spielt dabei der kommunikative Austausch durchaus eine wichtige Rolle, die Art und Weise, wie man miteinander spricht definiert den Beziehungsstatus.

Ähnliches gilt für unten, nur dass hier die gemeinsame Sonne im Zwilling steht. Es geht als ums Reden, aber um des Reden willens. Wert- (und machmal eben auch sinn-) freier Austausch von Informationen. Den Sinn des Ganzen findet man im gemeinsamen Empfinden des Schütze-Mondes, der aber mit einer Uranus-Konjunktion auch nicht wirklich zur Ruhe kommt. 

Jetzt kann man spaßeshalber die einzelnen Charts mit diesem Gruppen-Combin vergleichen, um heraus zu finden, welchen energetischen Platz die einzelnen Mitglieder in dieser Gruppe haben. Die Mars-Venus Konjunktion von Team Oben spielt sich auf der Sonne von Michael ab, positiv betrachtet bekommt er dadurch laufend neue Impulse durch die Gruppe, solange er harmonisch eingebunden ist. Kommen aber Spannungen oder gar Streit auf (Mars), dann dürfte er der erste sein, dessen Sonne zur Zielscheibe der marsischen Gruppenattacken wird (denn der steht ja auch in Opposition zu seinem Jupiter und im Quadrat zu seinem Pluto).

Anders ausgedrückt – solange er die gruppendynamischen Impulse sonnenhaft integriert, gibt es einen Energiezuwachs mitsamt Selbstbestätigung, verlagert er sich selbst mehr auf jupiterhafte Ausdrucksformen (Übertreibungen aller Art, er wird zu euphorisch) oder plutonische Spitzen (er beginnt halbgar zu kritisieren, bewertet andere), dann schlägt das Imperium zurück. Was eben noch für ihn ganz angenehm war, entwickelt sich in Windeseile zu einem energetischen Bumerang.

So der so ähnlich konnte man das alles also betrachten, auch aus der Perspektive der anderen. Bei Claudia dreht sich fast alles um Jupiter, denn den hat sie dort wo der Michael seine Sonne hat. Die darf also alles tun, was er (mit Opposition zu Jupiter) eher vermeiden sollte. Übertrieben starker Ausdruck ist also von ihr erwünscht, der Team-Jupiter steht zudem noch im Trigon zu ihrer Sonne. Für sie ist diese Gruppe momentan ein Glücksfall und dürfte ihre Popularität auch bei den Zuschauern nach vorne bringen, bei Michael ist das ein zweischneidiges Schwert, ein sowohl als auch, je nachdem wie er mit den Impulsen umgeht.

Soviel für jetzt, später mehr...

Im Hauptartikel Promi Big Brother2: Container-Geschichten sind jetzt die neuen Charts mit angenäherten Geburtszeiten eingestellt, die Angaben zu den ACs stammen von den jeweiligen Teilnehmern selbst, wir bedanken uns nochmal bei Hubert Kah für seine Recherchen vor Ort...


 

Tag 10 -Trojanische Pferde (18:00 h)

Nachmittägliches Abhängen samt Konversation: „Troja, kennste? Fand ich Klasse den Film, von Homer. Der Typ hat doch da diese Helena geklaut, und dann wurde er umgebracht, von Orlando Bloom sein Bruder…“. Nee, das stammt nicht aus dem Kellerverliess, so läuft das gerade beim Team Oben.  Ist aber auch nicht ganz einfach, sich mit Liz Baffoe zu unterhalten für den Aaron. Mond Quadrat Mars, Mars Quadrat Venus, Jupiter Quadrat Uranus, Mars Quadrat Mars, Jupiter Quadrat Jupiter und last but not least: Merkur Quadrat Neptun verbindet die beiden miteinander.

Gilt natürlich umgekehrt genauso. Also was tun, wenn die Quote trotzdem nicht völlig in den Keller gehen soll? Man redet über Filme, die man mag, oder eben nicht. Über was sonst. Mia trägt dazu wieder ihre Micky Maus Mütze und sagt auch ab und zu etwas dazu. Alex liegt völlig erschlagen auf dem Sofa, kein Wunder, der aktuelle Neumond stand exakt im Quadrat zu ihrer Saturn-Jupiter-Neptun Opposition. Das schlaucht, selbst wenn man keinen Finger rührt.

Und dann noch das zulaufende Quadrat von Mars-Saturn zu ihrem Radix-Mars. Wird am Donnerstag exakt. Auf der Zielgerade verlassen einen die Kräfte, geht die Stimmung in den Keller. Lustiges Wortspiel – denn genau das soll ja heute passieren. Luxus-Langweiler dürfen endlich wieder den Duft der tiefen Unterwelten schnuppern, angereichert mit den Körperausdünstungen von Ronald McSchill, Hubsi Banana und „ich dusch hier nicht“-Claudia. Denn die komplette Mannschaft wird ausgetauscht, oben nach unten und umgekehrt. Alexandra dürfte daran wohl am härtesten zu knabbern haben, bei Liz weiß man nicht, wie lange dieser Aufenthalt dauern wird. Aber die Zuschauer haben ja schon hinlänglich bewiesen, dass ihnen keine Gemeinheit zu bösartig ist, um Menschen leiden zu lassen.

Schade, das Prinz Max das nicht mehr erleben darf. Aber der hat vermutlich im Moment ganz andere Sorgen (ich weiß, das war jetzt auch wieder hundsgemein von mir…).

Aber das Studienobjekt des Abends ist Astro-Experte Hubert. Der hat jetzt gerade eine exakte Opposition von Neptun zu Pluto und heute Abend steht dann auch noch der Mond auf seinem persönlichen Krisenpunkt. Bestenfalls wird er raus gewählt, schlimmstenfalls nicht und er bekommt den totalen Lager-Koller. Aber auch Spontan-Heilungen soll es unter einer solch massiven Auslösung schon gegeben haben. Man darf gespannt sein.


Tag 10 – Der Morgen danach (10:00h)

Bisher war Aaron ja irgendwie doch eine Lichtgestalt, aber wie das Leben so spielt, steht Pluto gerade im Quincunx zu seiner Sonne. Da reicht dann manchmal ein Mond-Überlauf über die eigene Mond-Mars-Merkur Konjunktion (gerade exakt) und ein flott gemeinter Spruch wird zum Rohrkrepierer. Der sich dann als Bumerang erweist. Unten ist jedenfalls aufgebracht, und alle sind sich einig, wen sie heute für den Rauswurf nominieren werden. So ist das eben, wenn der aktuelle Neumond sich auf der eigenen Mondstellung abspielt. Kleinigkeiten werden wichtig, etwas, dass sonst keine Wellen schlägt, löst im Ergebnis einen kleinen Tsunami aus.

Allerdings stellt man auch bei Aaron fest, dass uneingeschränkter Luxus anscheinend nicht förderlich für die Charakterbildung ist. War er unten noch jemand, dessen Sprüche einen hohen Unterhaltungswert hatten, verkommt er oben zum Hütchenspieler, der hauptsächlich mit Sandkasten-Freundin Mia rumalbert. Kissenschlachten und so.

Zwei Feuer-Sonnen eben (Löwe und Schütze), das ist keine aufgesetzte Naivität, sondern eben ein Lebensausdruck, wenn es aktuell keine zündenden Visionen und Ziele gibt. Dann zumindest noch Action, irgendwie Bewegung, das hilft innere Spannung (die es auch bei Feuer-Menschen reichlich gibt) abzufedern.

Die andere Feuer-Sonne unten im Keller, Hubert K., der Liebling von „Mother of Big Brother“ Cindy, ist auch endlich aufgewacht, nachdem Lieblingsfeindin Ela rausgewählt wurde. Hubert ist astrologisch völlig auf dem Laufenden, hat schon alle Aszendenten-Stellungen seiner Mitbewohner erfragt, uns zur großen Freude. Er selbst outet sich als Krebs-AC und begründet damit auch seine Dünnhäutigkeit bestimmten Menschen gegenüber. Lustig, dass er auch Ela als Widder-Sonne mit Krebs-AC, als seine astrologische Zwillingsschwester quasi, absolut nicht ausstehen konnte. Es kann in solchen Gruppen eben immer nur Einen geben, erst mal müssen die einzelnen Grundarchetypen untereinander klären, wer der Platzhirsch oder die Leitkuh ist, dann erst werden die anderen, artfremden Teilnehmer aufs Korn genommen.

Aber Hubert macht das, was ein gestandener Widder (Sonne auch noch auf den Anfangsgraden) eben in so einer Situation tut. Er bockt und kämpft, meistens mit offenem Visier. Worum genau weiß er wohl selbst genauso wenig wie die Zuschauer, meist geht’s ums Prinzip, dass sich aber auch schnell wieder wandeln kann.

Die Stimmung unten brodelt langsam einem revolutionärem Höhepunkt entgegen, mittlerweile sieht man „die da oben“ keineswegs mehr als Team-Mitglieder. „Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr..“, Zitat Schill heute, als sich das Affengitter wieder für einen kurzen Moment gehoben hat.  Aber keiner der Untrigen mehr Bock hatte, sich durch den Gang nach oben zu quetschen.

Streichelzoo hat fertig. Und dabei steht die aktuelle Mars-Saturn Konjunktion ja noch aus.


Tag 9 - Nichts ist so wie es scheint

Gestern tauchte wieder einmal die Frage auf, warum man sich das als erwachsener und halbwegs intelligenter Mensch antun muss. Promi Big Brother überhaupt wahrzunehmen, diesen billigsten Abklatsch des Proll-Fernsehens. Die einzige Antwort, die ich darauf habe: nur wer den Live-Stream kennt, weiß was ich leide. Anders ausgedrückt – wann hat man schon mal die Möglichkeit eine Handvoll Menschen, deren Geburtsdaten man kennt, 24 Stunden (sofern man das durch hält) zu beobachten. Ohne dass diese das als übergrifflich oder als Verletzung ihrer Privatsphäre empfinden.

Ich darf schon mal eines verraten, meistens ist das Ganze gähnend langweilig. Ganz im Gegensatz zu den abendlichen Zusammenfassungen passiert nämlich so gut wie nichts Außergewöhnliches. Zumindest was die Aufreger, die Action angeht. Es ist wie im richtigen Leben, ab und zu gibt’s auch mal Probleme, aber im Großen und Ganzen verhalten sich die Teilnehmer wie halbwegs normale Menschen, die unter erschwerten Bedingungen versuchen, ihr Gesicht zu wahren und die Zeit irgendwie totzuschlagen. Bis zum großen Finale, das man dann hoffentlich gewinnt.

Ohne den astrologischen Hintergrund zu kennen, vor dem sie allesamt agieren, kann man diesen Live-Stream nur Menschen empfehlen, die völlig einsam sind, keinerlei soziale Kontakte mehr haben, und auch sonst mit ihrem Leben nur noch wenig anfangen können.

Man kann ja hier nicht einfach vorspulen, wenn die Kameras Krebs-Sonne Alexandra beim Wiederkäuen kleiner Leckerreihen zeigt, Schütze-Dame Mia wiedermal ihre Brüste entblösst, weil der BH drückt, Jungfrau Paul dauerzweifelnd um sich blickt (bin ich hier im richtigen Film?) oder Widder-Mond Liz Baffoe mit  versteinertem Gesicht, innerlich tobend, immer noch stinkend sauer ist, weil sie von ihren Mitbewohnern für einen Rausschmiß nominiert wurde. Wenn Schütze-Schill wieder mal seine Klöden entblösst, Hubert Kah den ganzen Tag medikamentös betäubt verschläft und Jungfrau-Sonne Claudia Effenberg zum hundertsten Mal erklärt, warum sie unten nicht duscht.

Die traurige Wahrheit ist – weder leuchtet oben, noch leidet unten mehr als viele Zuschauer im richtigen Leben.

Trotz allem ist es ein Lehrstück, der ganz besonderen Art. Denn dann gibt es eben diese kurzen Momente, in denen ein entsprechender Archetyp dermaßen aufblitzt, dass selbst astrologische Super-Dummies auf Anhieb die richtige Zuordnung finden würden. Insofern pädagogisch lehrreich, weil die Kandidaten ja nun nichts von ihren astrologischen Eigenheiten wissen, sich also frei entfalten und verhalten. Man kann absolut sicher sein, dass Transitauslösungen kein Placebo-Effekt sind, sondern im strengsten wissenschaftlichen Sinne aufzeigen, daß Menschen tatsächlich sensibelst auf das Zusammenspiel von mundanen Planetenstellungen und ihren Radixanlagen reagieren.

Beispiele, die selbst durch die Medien gingen, gab es schon genug. Die panische Hysterie von Claudia Effenberg, als sie in den Keller gewählt wurde (unter Sonne Quadrat Saturn), die öffentliche Zurschaustellung von Prinz Max (unter Uranus Opposition Pluto, Venus Quadrat Uranus und Mars Konjunktion Uranus) und seinen Rauswurf (unter exakt Sonne Konjunktion Saturn), genauso wie die mühsam unterdrückte Wut von Liz Baffoe (Sonne Quadrat Mars), als sie von ihrer Nominierung erfuhr.

Aber das sind ja nur die harten Momente, natürlich gibt es auch etwas sanftere Mondüberläufe, oder spezielle Ausdrucksformen, wenn gerade ein Planet eines Bewohners an den aktuellen Ereignis-Achsen steht. Nur werden die eben in der Zusammenfassung nie gezeigt, die gibt’s nur live zu sehen, aber dafür massig und wirklich anschaulich.

Aber da dies im Nachhinein in der reinen Aufzählung auch etwas langweilig ist, werde ich ab jetzt bis zum Ende der Staffel hier einen kleinen Live-Blog installieren. Beobachtungen vor allem zu den Szenen, die abends nicht zu sehen sind. Sporadisch und immer dann, wenn sich gerade wieder mal zeigt, wie wunderbar „oben und unten“ zusammen wirkt. Aber auch, um deutlich zu machen, wie einfach heutzutage jeder halbwegs normale Mensch via Medien zum absoluten Buhmann oder zur Lichtgestalt gemacht wird. Ich mag mir nach dieser Lektion nicht mal ansatzweise vorstellen, wie mein öffentliches Image aussehen würde, wenn mich 24h lang Kameras beobachten würden, und am Ende des Tages jemand das Ganze sichten und zusammen schneiden würde, der mir weder wohl gesonnen ist, noch vor einer Verfälschung meiner Handlungen zurück schreckt. Hauptsache es kickt und ist aufregend. Ich bewundere mittlerweile alle, die sich diesem Vorgang aussetzen, und dabei immer noch halbwegs menschlich bleiben. Egal, ob sie Ronald Schill, Michael Wendler oder Ela Tas heißen. Die zwar mittlerweile rausgewählt wurde und von der wir immer noch kein genaues Geburtsdatum haben, aber dank dem fachkundigen Hausastrologen Hubert wissen, dass sie eine Widder-Sonne mit Krebs-AC ist, genau wie er.

Natürlich ist das aber auch ein  Lehrstück darüber, wie die Umgebung einen Menschen prägt. Die Basis bleibt immer gleich, aber da ja jeder Archetyp auch zwei Gesichter hat, zeigt sich unter verschiedenen Verhältnissen eben auch, wie sich Hintergrund und Anlage ergänzen. Oder eben auch nicht.

Oben, da wo es leuchten sollte, gibt es hauptsächlich eines zu sehen. Menschen beim essen. Vorher wird gekocht, dann hübsch der Tisch dekoriert, in netter Atmosphäre gespeist, gemütlich abgeräumt, abgewaschen, kurz ausgeruht vom schweren Werk. Und dann geht es eigentlich schon wieder von vorne los. Dementsprechend interessant ist auch die Konversation oben.

Das Thema Essen spielt auch unten eine Rolle, aber eben völlig umgekehrt. Alle sind froh, wenn die Einnahme der kargen Mahlzeiten vorbei ist, Auslauf gibt es auch keinen, also was machen Menschen, wenn sie auf engstem Raum die ganze Zeit aufeinander hocken. Sie reden und reden und reden.

Und erstaunlicherweise auch über Dinge, die nicht nur das eigene Aussehen betreffen (das wird hin und wieder auch thematisiert, aber meist völlig ironisch abgehandelt). Und während man oben genügend Platz findet, um auch mal hinter dem Rücken des anderen  ein wenig zu tratschen und zu intrigieren, geht das unten nur ganz direkt. Von Angesicht zu Angesicht. Passiert hin und wieder (zumindest solange Janina mit dabei war), aber verglichen mit dem versammelten Potential an plutonischen Besonderheiten dort unten, wirkt das ganze meist wie eine Kuschelgruppe.

Es ist dreckig, das Essen ist eine Zumutung, die Mitbewohner eigentlich auch. Und siehe da (ganz im Sinne von sris großartigen Artikel über den heutigen Neumond), das Leben hat trotzdem noch einen gewissen Zufriedenheitsfaktor, der scheinbar nicht von äußeren Umständen abhängig ist. Frei nach dem Motto: ist der Ruf erst ruiniert, usw usw.

Jetzt gerade gibt die Wendlerin ein Solokonzert, live und acappela. Man muss das nicht mögen und ob der Mann singen kann, man weiß es nicht. Aber immerhin singt er (böse Menschen haben ja bekanntlich keine Lieder) und stellt sich anschließend einer Diskussion über den Liedtext (ich bins nicht wert, dass ich dich beschütze…). Michael hat ja drei Planeten im Krebs und nach eigener Aussage auch noch einen Krebs-AC, dazu noch einen Skorpion-Mond und seit er sich langsam an die anderen gewöhnt hat, merkt man dass er manchmal nah am Wasser gebaut hat. Der Mann hat wirklich Gefühle, vor allem wenn er Geschichten über sich selbst erzählt (was tatsächlich ein Hinweis auf Krebs-AC mit Sonne in Haus Eins sein könnte). Aber eben auch eine Sonne-Jupiter Opposition. Da wirkt dann manches etwas übertrieben (um es mal wertfrei auszudrücken), was dem emotionalen Hintergrund oft die Glaubwürdigkeit nimmt. Aber Michael ist schließlich eine „Bühnensau“, und wenn er live in überfüllten Bierzelten singt, dann ist er vermutlich genau damit bestens bedient. Leise Töne sind da selten gefragt.

Ist er so arrogant, wie er oft in den kurzen Ausschnitten, die über ihn gezeigt werden, wirkt? Nach mehrtägiger Beobachtung komme ich zum dem Schluß, außer er ist ein genialer Schauspieler, der sich 24 Stunden täglich voll im Griff hat – nein. Er ist genau das, was man anhand seiner Chartdaten vermuten würde. Mit Sonne-Pluto eher jemand der schon selbst genügend an der eigenen Perfektion zweifelt, und genau deshalb diese egomanisch anmutenden Jupiter-Schübe braucht, damit ihn die skorpionische Selbstspiegelung nicht völlig zerfrisst.

Alles andere entspringt mangelnder Selbstreflektion, kommt aus der selben Ecke wie bei uns allen. Wer weiß schon wie ihn andere wahrnehmen? Mit Sonne in Eins und Jupiter in Sieben ist man eben auf das Feedback von außen angewiesen, deswegen leidet er auch wie der neue junge W., wenn dieses Feedback negativ ist. Und versucht alles um das zu ändern, aber eben wie ein Widder (Sonne in Eins). Noch mehr machen, noch mehr tun. Und wenn es schlecht läuft, verstärkt das eben das Problem noch mehr.

Und auch Herr Schill, angeblich Richter Gnadenlos, zeigt sich mehr und mehr als eine wilde Mischung aus verzweifelter, kopfgesteuerter Selbstbeherrschung, aber mit einem großen Herz und auch einer guten Portion Humor (den man nicht unbedingt mögen muss). Es gibt hin und wieder tatsächlich einen Ekelfaktor, wenn er völlig jenseits jeder Selbstwahrnehmung seine Geschlechtsteile entblößt oder seine sexuellen Anspielungen als Dauerschleife verbalisiert, aber das unterscheidet ihn wohl kaum vom restlichen Mainstream-Macho-ismus, den es hier in diesem Land überall gibt. In den kurzen Momenten, wo er dem Käfig der intellektuellen Selbstbeherrschung entkommt (Saturn-Merkur Konjunktion), beginnt er flüsternd Selbstgespräche (ein häufiges Phänomen in fortgeschrittenem Alter) und wirkt eher einsam und verloren.

Titelbild (Loop-Collage): Popdogs by Steve Collis from Melbourne, Australia (popdogs  Uploaded by russavia) [CC-BY-2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons; Alle anderen Bilder: (C) by Sat1. „Promi Big Brother“ gibt es täglich um 22.15 Uhr in SAT.1

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