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Die düstere Seite des Jupiter

jupVision ist immer auch ein Tod der Wirklichkeit. Kaum etwas zeigt das besser als die Geschichte von Missionar John Allen Chau: Die Wichtigkeit der Brücke von Schütze nach Steinbock, die Beschneidung des Möglichen durch Jupiter/Saturn, den freien Fall aus lebendig vibrierenden Halbgötterwelten der 9. Phase - zurück in die mühevollen, endlichen Ebenen des 10. Zeichens. Ins Alltagsleben. Dies ist so ein Drama im Großen, wie es im Kleinen jeden Tag passiert, da, wo jemand mit Pfeil und Bogen der guten Absicht zu hoch zielt.

Aus Schütze heraus, der gerade erst mit Sonne-Jupiter und 1000 Versprechungen so leuchtend aufschien, zuhause. Manchmal werden sie wahr. Oft nicht. Denn Jupiter ist ein Verstärker, kein Umsetzer. Weshalb dieses Beispiel auch zeigt, wo wir uns als Schöpfer scheinbar unendlicher menschlicher Möglichkeiten zu Gott machen und irgendwann wieder und wieder beschnitten werden. Als der Missionar John Allen Chau, Schütze-Sonne, Schütze-Merkur und Schütze-Mars, zum indigenen, "gottlosen", isolierten Volk auf der Nord Sentinel Insel aufbricht, um die Bewohner von dem zu überzeugen, was er für wahre, heilige Größe hält, kehrt er nicht mehr zurück. Er wird von den "hundeköpfigen Menschen" (Marco Polo) dort umgebracht, die jeden Kontakt mit der Außenwelt immer schon ablehnen. Sie haben ihre Erfahrungen mit Besetzungsversuchen der weißen Götter bereits 1879 bei Neptun-Chiron-Konjunktion gemacht. Damals wurde ein Paar Sentinelesen mit mehreren Kindern von Kolonialherren zur Forschung verschleppt. Worauf die älteren Gekidnappten an der Wucht des fremden Beschusses auf ihr Immunsystem starben und man nur die Kids zurückbrachte, mit Geschenken, die natürlich als Trost wenig nützten.

jusat

Hinter der "Verbesserung" von allem, was nicht den eigenen Glauben teilt, steckt eine uralte Geschichte von Hybris, Verunsicherung und Zurückgeworfensein auf den Bestzustand des eigenen Wissens. Ich weiß das Optimum. Schütze. Manchmal zeigt sich so ein Inhalt astrologischer Zeichen schon an der Bewegung der Symbole: Horizontal gespiegelt und gedreht, ergibt Jupiter einen Saturn (Grafik).

Auch Schütze und Steinbock spiegeln sich ja über 0° Steinbock/Krebs aufeinander. Alles, was man in der 9. Phase überhöht, holt die 10. astrologische Stufe auf den Boden der Tatsachen zurück. Jupiter ist Kürze nicht gegeben, man braucht ja die Riesenblasen, um Aufmerksamkeit für Neues zu kreieren. Saturn erst setzt Realität bei ihm durch. Das wird wehtun, wenn man Vision statt Wirklichkeit auch als Ergebnis sucht. So wird im Schützen Mensch zum Halbgott, den Welt dann in ihre Schranken weist. Dass der Missionar John Allen Chau daran scheiterte, seine religiöse Weltanschauung (Schütze) durchzusetzen, spiegelt sich natürlich im Radix:

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Zum letzten Skorpion-Grad

blatt2"Ob sie nun sichtbar oder unsichtbar sind, in der Nähe oder weit weg, geboren oder noch ungeboren. Mögen alle Wesen glücklich sein." (Metta-Sutta).

Wir stehen am letzten Skorpiongrad ja auch zwischen Pluto und Jupiter. Im Übergang vom tiefen seelischen Trauma in die Götterwelten des Schützen (die einen dann am besten mental aus diesem tiefen Trauma erretten sollen). Morgen, ab vormittags, beherrscht Jupiter zuhause auch noch Sonne. Mehr scheint möglich. Manchmal, als wären wir Gott, so wie ein Mensch sich das Größte, Schönste und Wahrste eben vorstellt. Also nicht wirklich IN der Größe, sondern im Wunsch nach Größe.

Nur schlechtestenfalls dann doch real weiter einfach mitten in einem zehrenden Bedürfnis, aufgehoben zu sein. In der Leere zwischen seelischem Mangel und erwünschter energetischer Fülle. In den USA, nah am Schützen, sagt man zu Thanksgiving "Danke schön für alles!". In Deutschland bereute man früher heftig seine Fehler. Etwas näher am Skorpion. Zum Buß- und Bettag. So ganz prüde ist etwas Einkehr heute Abend gar nicht. Auf der Grenze der winterlichen Zeichen hilft fokussierte Absicht, aus dem extremen Bedürfnis der Kinderseele (Krebs spiegelt sich nach Schütze) herauszutreten, alles solle gut werden.

Immer. Einfach so. Eins der für mich schönsten Gebete über die Liebe, wie man sie sich selbst und anderen zeigen kann, gerade wenn nicht alles gut ist, weil Leben Leben bleibt, ist dem Metta-Sutta nacherzählt. Einer Lehrrede Buddhas über die Güte. Hier zeigt sich auch Neptun-Merkur: Die Unübersetzbarkeit des Namenlosen auf einer sehr tiefen Ebene. Und dass man trotzdem sehr praktisch gute Absichten pflegen kann. Für sich, die anderen und den Rest des inneren und äußeren kalten Winters: 

Damit ich unterscheiden lerne, was gut ist, damit ich den Weg zum Frieden verstehe: Lass mich aufrecht, von guter Sprache, sanft und frei von Stolz sein. Lass mich zufrieden sein und leicht zufriedenzustellen, nicht lästig fallen, wenig Bedürfnisse haben, einfach leben, meine Sinne kontrollieren, weise sein, ohne Anhaftung an das, was mir geschenkt wird. Lass mich nicht das Kleinste tun, wofür kluge Menschen mich tadeln könnten. Lass mich denken:

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Irgendwann, in einer Zeit ohne Zeit

Dies ist natürlich auch ein Text für Merkurier und Jupiter-Freunde. Aber eigentlich dachte ich ihn nur für die Meeresbewohner. Weil ich vermute, dass sich die weniger Neptunischen gähnend ab- und schnell wieder ihren Angelegenheiten zuwenden werden. Sicher? Relativ. Was ja ahnen lässt, wie alles im veränderlichen Kreuz mit allem verstrickt ist. Kommen wir zu den Verhältnissen. Montag, der 12. November 2018 und Merkur bewegt sich im Schützen (Jupiters Königreich, der immer noch erst 0° seiner wunderbaren Juwelenländer besetzt) auf ein Quadrat mit Neptun zu. Es wird nicht ganz zustande kommen. Alles in Zeitlupe. Diese Nacht begann wie alle Tage mit Nacht. Mit Dunkelheit, gedachten Buchstaben, Zahlen, Zeigern, einem Nichts. Schon wieder so früh? Wieder und wieder wird es 0 Uhr werden. Zeit tropft in Köpfe, aus Köpfen heraus. Wahrscheinlich hat es geregnet, aber keiner erinnert sich wirklich an Regen, wenn er halb schläft. Vielleicht an ein Geräusch. Tropfen kratzen wie kleine Tiere am Fenster, davor Schatten, dahinter Schwärze. Über, unter uns.

Solche Worte heißen Verhältnisworte, weil sie Verhältnisse beherrschen, ohne die es kein Verhältnis zum Leben gibt, nur Leben. Das Verhältnis ist vielleicht auch eine Sache, weil wir es schaffen, als wäre es wahr. Vielleicht gibt es ja kein Datum.

Das fallende Kreuz. Berichte, Notwendigkeiten, Visionen, Träume. Abstraktes, das sich mit Wirklichkeit verwechseln lässt. So werden Fakten und Möglichkeiten gemacht. Wir Menschen, klein und ausgesetzt, denken uns in Relationen, womit wir einen Weg durch die Unberechenbarkeit suchen und finden.

Gibt es die Galaxien, wenn sie keiner erst denkt, dann beweist? Zen? Nein. Eher eine grundsätzliche Frage. Sind sie da draußen? Wirklich? Wie man's nimmt. Denkt, spricht. Das Fenster, du, die Minute hier drinnen, Du in Dir? Merkur läuft ins Quadrat zu Neptun, in diesen Zahlen, Tagen, Worten. Wahrnehmung, die sich verschiebt. Jupiter sagt: Wir sind Götter, da, wo wir handeln, denn er kommt aus dem Feuer und schickt das Feuer in die Gedanken, so lange Merkur in seiner Regentschaft verharrt. Alles steht still, Augenblick an Augenblick. Ein Moment, der einzige, wo die Schaukel in der Luft verharrt, bevor sie umschlägt und das Leben nach Worten ringt. Immer jetzt. Hier, Welt vor dem Fenster, du dahinter, obwohl du dich, aus Sicht der Welt, vor der Scheibe befindest, die sich in deinem Spiegel betrachtet. Dasein denkt nicht. Wasser, das aus dem Himmel fällt, verriegelt höchstens die paar Meter Sein, Zaun, Mauer, Brücke vorm Nichts, das sich nie denken ließe, wenn keiner die Begriffe dafür fände. Was für eine endlose Geschichte.

Wo wären wir ohne das Wort? Merkur: Ich denke mich, also ist die Welt, die ich feststelle. Jupiter: Sieh das Ganze mal heldenhaft! Ich bin groß, riesig, bin alles, kann alles auf mich beziehen, was du sein soll. Angeblich. Wir sind doch Welten! Wer es am großartigsten macht, gewinnt. Es grüßt dich, MEIN schöner Kosmos. Das Universum, dahinter leer, wo es Formeln, aber keine Formen hat. Die Flasche auf der Fensterbank mit ihrem zarten Spitzenkragen aus Wasser und Kälte. Wenn jemand sie öffnet, werden Abdrücke von Fingern erscheinen und wie dunkle Blumen auf etwas Zerbrechlichem blühen. Das Glas, das du neben die Flasche stellst, gehörte deiner Großmutter. Du könntest es mit denselben Fingern zerdrücken (wenn du viel Plutonisches im Radix hast), die nun Blumen auf den Flaschenhals malen. Regen klirrt, simmert, singt, redet nicht mehr hinter der Scheibe, in der du dich spiegelst. Denkt die Scheibe dich? So kann sie sicher sein, dass etwas von ihr bleibt. Die Kunst, belanglose Sätze zu sagen, ohne dass sie belanglos klingen, ist Merkur-Jupiter-Zeit. Jetzt. In meiner Sprache sind alle Worte aufgebraucht, besetzt, angesteckt vom Bedeutungs-Virus, wie die Zahlen. 100 ist mehr als 1. Ist das so? Einer mit Herz ist mehr als 100 ohne. Neptun. Wahrheits-Roulette. Montag, der 12. November 2018. Gut, dass man angefangen hat, Tage zu zählen. Dass es Verhältnisworte und Verhältnisse gibt, die mein Verhältnis zu dir absichern. In Übereinkunft mit dem, was sein soll. Wo bleibt Neptun? Hier. Wo? Hier! 

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Dieses zarte Neumond-Netz

spider"Woran wir zu arbeiten haben, lässt sich leicht ausmachen: an allem, was nicht funktioniert." (David Richo)

Ich möchte heute die persönlichen Möglichkeiten der Zeit auf einer ganz einfachen Ebene deuten. Weil mir das so wichtig vorkommt. Nicht die politischen Begegnungen. Denn der neue Zyklus des Neumondes zeigt mit den Lichtern in 6 für hiesige Breiten auch persönliche Notwendigkeiten - oder das böse Wort: Arbeit. Praktische Anpassungen. Einen seelisch ausgelösten Scheinwerfer, der sich darauf richtet, das zu tun, was Dinge wieder ins Laufen bringt, wo sie stocken.

Für Greenwich ist mit Sonne/Mond in 7 das beschrieben, worum es überall geht: Beziehungen und wie man sie verändert - im Skorpion verbindliche Beziehungen. In beiden Neumond-Bildern steht die Herrscherin des Erd-AC Stier (auch der weist ins Praktische), die Venus, rückläufig, in Waage und Haus 6 = Aufarbeitung. Man fängt damit immer bei sich an, unter dem Horizont.

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Venus-Uranus von 6 nach 12 legt nah, dass nun die inneren Systeme fallen müssen, wenn man seine Beziehungen wirklich wandeln will und nicht nur darüber reden. Aber das Reden fällt gerade in der Liebe leichter als das Tun, denn jeder erwartet den Impuls vom anderen. Hier in der Opposition gespiegelt - und sie wird ja noch schärfer. Widder-Waage, der ewige Kampf um Balance, der innen, in mir, beginnt und sich nach draußen fortsetzt, wenn nicht einer damit aufhört. Im Skorpion bekommt die ganze Welt den Schimmer der Verstrickung. Wir paddeln auf dem Styx zwischen Ich und Du immer wieder bloß in die eigenen Unterwelten:

"Die Goldkönige sind innerhalb eines Spinnennetzes verfangen [Lösung, Aufforderung: Verreibe das Spinnennetz]. Der Goldblick ist eigentlich ein Herzblick, das Netz verhindert die eigentliche Goldkraft." (Andreas Bunkahle über Sonne-Pluto oder als Mittel 'Aurum')

Erst am 1. Dezember ist dieser Venus-Uranus-Schub mit seinen Auslösern vorbei. Man muss sich bis dahin von etwas trennen. Vielleicht lieber von seinem Bestehen darauf, Recht zu haben, von den klebrig-süßen Liebes-Romanen, in denen Leidenschaft selten das wilde Geschrei eines extremen Streits ist, als von den Beziehungen selbst. Wenn sie wichtig genug sind, tragen wir den Streit, der nur den Streit in uns selbst spiegelt. Es geht ja hier nicht um Probleme, sondern um Konflikte. Die einen lösbar, die anderen er-tragbar. Der Ruck-Effekt dabei für Skorpion ist immer Wassermann, die Selbst-Distanz. Und siehe, hier läuft gerade Mars, die Kraft, die skorpionischen Trotz befreit. Man tritt einen Schritt beiseite. Was können WIR tun, was ich?

Wenn man die Welle nicht nimmt, hängt man weiter am seelisches Marterpflahl und wartet, dass das Leben einem einen Zauberhut überwirft und sich auf einmal der andere, alles andere, die ganze Welt doch noch als veränderungswilliger entpuppt als man selbst. Und die Umstände für einen wandelt. In der Beratung heißt das immer: "Wann hört der Transit endlich auf?" Aber darum geht es ja gar nicht. 'Der Transit' zeigt ja nur das, was dran ist. Man kann es natürlich überstehen und Veränderung verweigern oder als Wendemarke sehen. Es geht beim Neumond-Klima auch genereller darum, wer schneller aus seiner Haut (6) herauskommt. Wer klüger ist und dabei nicht "nachgibt", sondern vorzeigt, was an praktischen Schritten er selbst denn tun kann. Oder sie. Es ist ja Venus, die hier handelt. Uranus wartet verzaubert in 12 und kommt nicht allein aus seiner Larve, nur durch Neptun. Bloß ist Mitgefühl nicht wirklich antrainierbar. Manchmal sollte man Astrologie schon wörtlich nehmen. Manchmal kann man auch einfach denken: "Du armer, armer Mann!", weil man von sich selbst weiß, wie stressig es ist, verzaubert zu sein (neuerdings nennt man das ja Problemtrance) und verwirrt keinen Schritt mehr gehen zu können. Auch wenn man schon ahnt, wie nötig praktisches Handeln wäre. Aber es gibt die, die es können und andere können es nicht. Jetzt nicht. Dann macht man es eben selber. Ich ändere, wenn ich Veränderung will.

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Saga und das Schwert

saga108Häufig ist Neptun mit seinen nur halb bewusst auftauchenden, ungreifbaren Bildern stärker als die Vernunft. Wenn mit solchen Archetypen das Leben wie ein Traum gelesen werden kann, auf einer ganz anderen Ebene als der von ordentlichen Erklärungen, dann auch diese Geschichte: Das 8jährige Mädchen, geboren bei Neumond im Schützen am Galaktischen Zentrum, findet ein 1500 Jahre altes Schwert in einem schwedischen See. Das allein klingt märchenhaft. Aber das Kind trägt auch noch einen mystischen Namen: Saga.

Im Radix findet sich nicht nur diese besonders charismatische und ungewöhnliche Stellung eines GZ-Neumondes (gespiegelt auf Pluto), sondern auch die Konjunktion von Jupiter, Neptun und Chiron von 2009, in Sagas Radix im 1. Haus, am Wassermann-AC. Ihre Story geht um die Welt. Alle reden plötzlich von Excalibur, dem Schwert von König Artus. 

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Dessen Vorgänger Caliburn schmiedete einst der Zauberer Merlin und trieb es durch einen Amboss, woraus es nur zukünftige Herrscher befreien konnten.

Das Schwert wurde später der Herrin vom See in Avalon zurückgegeben. Soweit der Mythos. Wassermann und Fische finden wir nicht nur darin, sondern auch in allem, was mit der Entdeckung einhergeht. Da kommt dieses kleine Mädchen. Saga Vanecek tritt im Juli, nachmittags, kurz vorm Weltcup-Spiel Frankreich-Kroatien, im Wasser des großen Vidöstern-Binnensees, wo die Familie Ferien macht, auf etwas Hartes. Was sie herauszieht, ist ein fast ein Meter langer "Stock". Aber das Jonköping Landesmuseum findet schnell heraus, dass es sich tatsächlich um eine mehr als 1500 Jahre alte Wikinger-Waffe handelt. Natürlich nicht Excalibur - aber ein tröstliches Bild für eine Zeit, die Märchen, Wunder und ihre Weisheit wirklich gut gebrauchen kann. Die schönen Analogien fangen bei Sagas Namen an.

"Saga ist eine germanische Asengöttin, über die wenig bekannt ist. Sie ist die Göttin der Geschichten, Sagen, Mythen, Märchen und Runen. Es ist bekannt, dass sie in der Höhle Sökkwabek (Sturzbach) wohnt, die von kühlen Wasserfluten durchströmt wird. Dort soll Saga häufig mit Odin sitzen und „aus goldenen Schalen alte Weisheit trinken“. (Vorname.com) 

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Die "lieben" 7. Haus-Schwestern

libraJetzt noch etwas zum 7. astrologischen Prinzip und Besetzungen im 7. Haus, besonders Sonne, wo ja Harmonie leicht zum Dogma wird. Ein Thema, was auch Vollmond in Widder-Waage anschiebt. Nehmen wir mal ein aktuelles Horoskop dazu, um zu verdeutlichen, was bei Betonungen im Du-Quadranten geht: Wenn man nicht genau hinsieht, könnte man auf den ersten Blick meinen, Angela Merkels Radix zu sehen. Sonne in 7 mit Uranus-Aspekt, Mond in 2 und ein Schütze-AC. Aber nein, es ist gar nicht die Kanzlerin.

Sondern ihre jüngere astrologische "Schwester" von der SPD, Andrea Nahles. Nun macht das ganze Hickhack Sinn: Wo zwei astrologische Prinzipien auf Anlage- oder Verhaltensebene ähnlich funktionieren und sich nah kommen, muss eins den Kopf senken. Das sieht man ja zwischen Merkel und Seehoferer auch gut, beide im Mond-Zeichen geboren und mit Feuer-AC. Die 7. Haus-Sonne ist aber noch mal ein Sonderfall. Andrea Nahles ist wie Merkel und viele Geschwister mit dieser Sonne in 7 eine Beantworterin, sie erlebt sich selbst öfter mal als Resonanzfeld, als ständig reagierend auf etwas, was von draußen hereinkommt und zwar aus ihrer Sicht aggressiv. Dabei sitzt im 7. Haus als Analogie eben auch der Streit.

mindmapDie Abwehr dessen im Selbstbild ist beim Felderstand 7 ähnlich wie bei den Waagen sichtbar,nur im Tun. Da wird überall Ärger gerochen, ausbalanciert auf Teufel komm raus, denn Waage-, Haus 7 oder Venus-Betonte haben erst mal selbst gar keine Balance. Darum suchen sie ja die Harmonie auch so dringend. Denn hier blickt man ständig in den Widder gegenüber, auf Wut und Zorn der anderen. Alles, was daran leise erinnert,scheint sofort im Bewusstsein auf. Oder die ewig megaschnellen Mars-Aktionen. Im 7. Haus mit Sonne schaut man analog ins eigene 1. Feld zurück, mit der Frage: Wie spiegelt mich denn nun mein Gegenüber oder die Öffentlichkeit? Ich muss das und das unbedingt eben noch geraderücken. 7. Haus-Sonnen sind begnadete Erklärer und eigentlich erklären sie sich meist selbst als Produkt der anderen.

Diese Sonne ist hier völlig spontan früher bei dem, was andere tun, als bei sich selbst. Das bedeutet nicht unbedingt, mitfühlend zu sein, es ist ja Sonne, nicht Mond. Sondern eher eine technische, energetische Angewohnheit. Die Frage, wo der Standpunkt reflexhaft sitzt: Bei dir. Das kann ziemlich anstrengend werden, weil man sich so in die Angelegenheiten anderer verstrickt. Manchmal durch coabhängiges Handeln. Als ausgleichendes Element für die Verwicklung mit anderen haben 7. Haus-Betonte oder Waage-Besetzungen oft mindestens eine "rettende", massive 1. Quadrant Position oder sehr starke Aszendenten. Wie Nahles und Merkel den Schützen. Dahin müssen sie immer wieder zurück, wenn sie fähig werden wollen, nicht nur die Speerspitze irgendeiner vermuteten,notwendigen Bewegung demokratischer Prozesse zu sein. Sondern sie selbst. Aber oft dauert es viele Jahrzehnte sich umzupolen und bei sich selbst anzufangen, statt bei der Stellung dessen, wo man sein Licht leuchten fühlt - im Du. Was auch für dasGegenüber mühevoll wird. Denn 7. Haus-Betonungen (vor allem Sonnen) sagen ja nicht nur: Hey, was du machst, ist super. Sondern auch: Was du machst, ist völlig destruktiv. Waage oder Haus 7 urteilt. Das kann genauso offensiv und aggressiv sein wie Widder oder Haus 1. Nur eben verbal/mental - immer dann, wenn der Friede bedroht ist. Dann wird Pazifismus plötzlich zum Krieg: "...weil du UNS (7 ist immer 'wir') keine andere Chance lässt!". Wie gesagt: Beantwortung. Re-Aktion. Auf den Schimmer einer Ahnung eines Missklangs im Austausch. 

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Energie folgt der Aufmerksamkeit

self loveDas Denken & das Selbst sind ja liebende Geschwister. Manchmal. Darum noch ein ernstes Wort zum Merkur und seinen kleinen Gewohnheitsfallen: Er ist nun seit gestern wieder direktläufig und ich merkte sofort, wie der Missionsdrang wieder losging. Mitteilen-Wollen. Ich bin. Und du bist..! Wir denken wieder etwas mehr nach draußen gerichtet. Bei Löwe-Merkur beschäftigt man sich sowieso schon öfter als sonst in Gedanken mit dem Selbst. Dem eigenen und dem der anderen, das man dann häufig als etwas schadhaft "erkennt". Jetzt eben wieder schneller 'auswärts essen', bevor man die Eigenanteile noch verdaut hat - mental in größerer Pose aufgestellt. Da wertet man dann jede geistige oder greifbare Wahrnehmung ganz leicht in Urteile um. Vor allem, solange Merkur noch nicht an seinem ursprünglichen Wendepunkt angekommen ist (23,5° Löwe am 2.September). Und da er hier immer noch fix steht, wird mit all den egozentrischen Urteilen über unser Selbst gleichzeitig das von uns Verschiedene klarer und klarer. Denn er ruft im Löwen die drei anderen (stets leicht paranoiden) Fix-Anlagen auf:

Oh je, der andere ist leider so radikal anders als ich (Wassermann gegenüber - er wird von Löwe aus immer zuallererst gesehen). Oder: Das Du ist doch sowieso nur auf sein eigenes Wohl bedacht (Stier Quadrat zum Löwen). Oder: Wieso bist du eigentlich dauernd so schwer verbohrt und willst mich manipulieren? (Skorpion im Quadrat). Das jeweilige Mundan-Zeichen Merkurs setzt eben immer die Beleuchtung von dessen Eigenheiten ins Licht und wie ein Mosaik das Klima des gesamten Kreuzes, das er aktiviert. Mit Opposition und Quadraten als Stoff für Konflikte.

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Löwe hat nun eben auch ein Spiegel-Thema, weil a) Waage, der Spiegel des Du, sein natürlicher Selbst-Ausdruck ist (3. Zeichen ab Löwe, weshalb Löwen Anerkennung = positive Spiegelung brauchen).

Und b) weil seine spontane Tendenz ja - dem Himmel sei Dank - zur Selbst-Liebe geht. Was oft mit Narzissmus verwechselt wird. Dabei ist an Selbst-Liebe erst mal nichts falsch, denn nur so kann man auch andere lieben. Und Löwe färbt quasi jeden durchlaufenden Planeten mit der Aura des vollständigen, noch unverletzten, spielerischen, heilsam kreativen Kindes. Das ist zunächst nur wunderbar für Merkur. Nur wehe, jemand verweigert sich, ist verschieden, denkt quer. Natürlich funktioniert die Projektion über diesen Faktor, "mit dem" wir ja denken, im Löwen auch andersherum: Auch uns werden jetzt leichter unsere Fix-Probleme um die Ohren gehauen, vor allem, wenn wir selbst solche fixen Positionen im Radix haben. Dann antwortet man (speziell bei zusätzlichen Stellungen kardinal - wo Waage als ursächlicher Spiegel-Effekt sitzt) ganz gern mal seinen Kritikern mit der modernen Delegations-Keule: "Ach was? Du projizierst doch bloß! Ein Finger zeigt auf mich, vier auf dich!" Kann natürlich sein. Aber leider nie nur. Denn beides ist vermutlich richtig. Keine Spiegelung, wenn nichts da ist, was sich spiegeln könnte. In jeder Projektion steckt darum immer auch ein Körnchen Wahrheit: 

"In gewissem Grad sind wir wirklich das Wesen, das die anderen in uns hineinsehen, Freunde wie Feinde. Und umgekehrt! Auch wir sind die Verfasser der anderen; wir sind auf eine heimliche und unentrinnbare Weise verantwortlich für das Gesicht, das sie uns zeigen, verantwortlich nicht für die Anlage, aber für die Ausschöpfung dieser Anlage." (Max Frisch, Tagebuch, 1946 -1949).

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MoFi: Kleiner Kurs in Wundern

Die kommende, totale Mondfinsternis bei Vollmond-Aufgang und extremer, leuchtender Mars-Näherung der Erde ist schon eindrucksvoll. Als längste des 21. Jahrhunderts gerühmt, ruft sie noch einmal alte Knoten in der Seele auf. Schon in den zwei Wochen vorher stellte man viel Unruhe fest. Oft werfen ja gerade Finsternisse einen Spot auf die Schatten, die mächtigen Verwirrungen und Verdrängungen ihrer Zeit. Besonders im Transpersonalen, im Steinbock, Wassermann oder den Fischen.

Hier nun, Freitag-Abend, in Haus 12 für Greenwich, steht der Abschluss eines Handlungs-Zyklus' an. Schuld und Verantwortung sind zwei Paar Schuhe. Das steckt auch diesmal darin. Die Sonne leuchtet ja schon seit gestern im selbst-bewussten Löwen und läuft in die Eklipse hinein. Gegenüber ein geballt ärgerlicher, großer, sehr heller r-Mars, dazu die Altlasten des Südknotens und Lilith als Konfliktpunkte - all das im vorletzten Zeichen des Zodiak, Wassermann. So viel Druck, Freiheitshunger, Ambivalenzen, Ärgernisse und Kämpfe. r-Merkur macht dann bereits ab Donnerstag das Gefühl der Konfusion komplett. Überdenken wir lieber alles noch mal. Wenn nicht, folgt eine neue Challenge.

 Der kleine Kurs in Wundern. Denn auch die können passieren, wenn man den Blickwinkel selbst kurz ändert. Bei der MoFi geht es astrologisch hier, im unbewussten, geheimen letzten Feld des Kreises, also auch um die vielen Wunden, die uns eigene Verdrehungen, das Verdrängte und Irrtümer schlagen. Dazu kommt Pluto Spitze 12. Die Tretminen. Schuld spielt damit auch ihre Rolle - die, die man empfindet, die, die man versteckt und die, die man kaum ertragen kann und deshalb als Recht oder Machtfaktor verteidigt. 

Das gesamte Gefühls-Universum bewegt sich, brodelt, schwankt unter der "Hilfe" des rückläufigen Mars' zeitweilig dann zwischen Narzissmus, Schwäche, Fülle, Leere, Täter, Opfer, Sühne. Denken, Denken, immer zurück. Das ist wie Verwerfungen, unter der Erde. Typisch dafür, dass Opfer und Täter (und ihre Schattenrollen, umgekehrt) jetzt sehr klar und schnell ausgemacht sind. Siehe den "Fall Özil", der nun für D gleich den Fussball zerstört haben soll.

Hinter solchen Zuweisungen stecken zwar kleine, reale Fakten, aber drumherum erhebt sich häufiger ein unglaublich riesiges Gebäude an Geschichten, die dann Geschichte schreiben. In Gesellschaften und Familien gleich. Zu solchen Zeitpunkten werden nun wieder die schwarzen und weißen Kärtchen verteilt. Fangen wir mit dem offenen Geheimnis an: Schuld ist gar kein Gefühl. Schuld ist ein Konzept (und kein konstruktives), eine Bastelei des Verstandes, das Erbe von Jungfrau und Zwillinge, Merkur und Merkur. Vom Kopf, der uns moralisch entlastet. Womit sich Fische und Schütze dann herumschlagen müssen. Und wieder wir. Was das Problem anderen aufpackt (man braucht Sündenböcke), die es nicht lösen können, falls es unseres ist. Delegation hat nichts auf den Altären der Bereinigung zu suchen. Ordnung machen dealt mit Verantwortung. Mit Saturn, der Neptun in die Zeit lässt. Wo das nicht begriffen wird, kann es natürlich immer neu um Wehes gehen. Um die subjektiven Täler des Nein. Wassermann will jetzt radikale Schnitte, aber kommt in 12 und mit r-Mars nicht wirklich in die Sichtbarkeit hinaus. Das frustriert.

Stattdessen wiederholen wir uns dann zu oft. Reproduzieren Haltungen, drehen das Rad und stecken immer mehr in Lösungen, die sowieso nicht funktioniert haben. Statt dass Ewigkeit etwas poetischer Ewigkeit trifft (wo das Ego nichts zu sagen hat und deshalb dann doppelt aufbegehrt), findet man bei 12/Fische-Dominanzen eben zu leicht in den Knoten der Verdrängung andere Menschen, die "es" für uns tragen sollen. Die Leid "verschuldet haben". Am besten ist man immer schuldig woanders, im anderen, der sich gut bekämpfen lässt.

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Völlig losgelöst: Geheime Exzentriker

oobGibt es Grenzgänger, die ein ganz sonderbares Andersein an den Tag legen? Ja. Das zeigen unter anderem die sogenannten ooB-Planeten im Radix sehr fein an. Momentan haben wir ja nicht nur diesen innerlich etwas aggressiven retro-Mars mundan. Er läuft nämlich jetzt auch mal wieder "Out Of Bounds" = in der Deklination - bis 16.8. sogar. Achtung, hier geht es um die Deklination der Planeten, nicht um ihre Gradzahl im Kreis! Mit solchen Sonder-Stellungen werden jedenfalls auch einige Kinder geboren. Jeder Faktor in der unendlichen Weite jenseits des ekliptischen Raums sprengt mit solchen Lagerungen sozusagen das übliche System auf eine ganz andere Weise, als wenn er normale Grenzen akzeptieren müsste. Nur soviel: Er tut es nicht. Insofern ist ooB in einem Horoskop auch ähnlich wie eine starke Wassermann- oder Skorpion-Stellung.

Oder wie Uranus (er steht übrigens nicht oft ooB) mit AC oder Sonne oder in 1, 8 oder 11. So etwas muss bei ooB im Radix jedoch gar nicht erst vorliegen, der Grenzgänger-Fakor wirkt in sich schon anders und exzentrisch. Genauso oft beobachtet man aber auch, dass ein anderer wichtiger Radix-Aspekt, den man sonst immer wieder übersieht, genau diese merkwürdige Anlage noch einmal spiegelt, die da so merkbar unter Strom steht. Mit ooB haben wir einen anderen Hinweis auf eine querdenkende oder sich auslebende Spezies, als durch eine ganz offensichtliche Radix-Lagerung: ooB bringt oft auch spezielle Talente.

mindmapAchtung, in diesem Menschen, der auf den ersten Blick nur schnittig wirken mag, wohnt ein Exzentriker. Er geht in bestimmten Bereichen über die Schallmauer und schießt dann weit darüber hinaus in völlig ungeahnte Weiten.

Und alle staunen, die dabei zusehen müssen. ooB in einem Horoskop meldet sich dann immer recht zuverlässig, wenn der so betroffene Planet transitär getriggert ist. Und dann geht es richtig ab. Da moderne Astrologen aber leider die Nord- oder Süd-Deklination nur selten benutzen, fällt eine solche Tabu-Stellung (oder besser: Tabu-Bruch-Stellung, die häufig familiär systemisch verwurzelt ist) oft bei Beratungen gar nicht erst auf. Und das, obwohl sie intensivst wirkt. Sprich, meist deutlich spürbar im Leben mit andersartigen, exzentrischen bis leicht verrückten Überdrehungen des jeweiligen Planeten-Prinzips herumspukt.

"Planeten gelten als out-of-bounds, wenn ihre Deklination größer ist als 23⁰26'22" - nördlich oder südlich des Äquators. Diese Gradgrenzen entsprechen der maximalen Wanderung der Sonne nordwärts und südwärts an den Punkten der Sonnenwende, geozentrisch gesehen." (Astro-Wiki)

Jemand ist dann extrem leise oder laut, wenn er getriggert wird. Absolut abgeschottet oder wie ein Bohrer, der einfach nicht loslässt. Je nach Stand des ooB-Planeten in Zeichen und Haus. Weil man mit dem Faktor aber immer jenseits des üblichen Bedürfnisses, Verhaltens, Ziels, Talents lebt, hat man manchmal sogar selbst das Gefühl, als hätten einen Aliens mitgebracht. Diese Stellungen können anstrengend sein. Auch für die anderen. Sprich, hat man u.a. einen ooB-Mars (wie ich), kann er sich selbst in den Fischen - einmal agitiert - anfallsartig massiver als der Mustermann-Mars auf die vom Zeichen und Haus gezeigte Art durchsetzen. Etwas köchelt dann immer. ooB muss sich ausdrücken. Mit Luft-Element schlafen die ooB-Mars-Eigner zum Beispiel schlecht, weil sie Restless Legs oder Grübelzwang entwickeln, wenn sie sich nicht genug ausgepowert haben (da sie Sport eventuell für kulturlos halten).

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Donnerstag, 18. April 2024

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