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Tanz der Lichter - Vollmond im Herbst

Da ist sie wieder. Diese seltsame Stille inmitten einer sich ständig steigernden, subtilen Spannung. Meistens nennen wir dies hier einfach Vollmond, diese Augenblicke zwischen Raum und Zeit, die alles zusammenhalten und gleichzeitig auch durcheinander wirbeln. Wohl denjenigen, die sich ins Auge dieser kosmischen Stürme kontemplieren können. Oder besser – die gelernt haben, Vertrauen in diese Momente zu entwickeln und was immer in ihnen erscheint als das zu nehmen was es ist – ein Geschenk.

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STAR TREK - ein anderes Universum

Manches wird ja nicht unbedingt schlechter, wenn es älter wird. So wie dieser Artikel aus dem Jahr 2013, als wir schon einmal STAR TREK astro-logisch analysiert haben, anlässlich des Jubiläums der deutschen Erstausstrahlung. Gestern aber war ein anderes Jubiläum - vor 50 Jahren rauschte die Enterprise zum allerersten Mal über die Bildschirme in Amerika. Ein guter Grund zum erneuten Feiern...

Es war ein Vollmond im Mai. Sonne stand kurz vor einer Konjunktion mit Saturn in den Zwillingen, während der Mond gerade in den Schützen wechselte, um sich mit Neptun zu verbinden. Ich war auf der Suche nach einer Jeans mit möglichst vielen Löchern, denn wir schrieben auf der Erde das Jahr 1972, als man sich noch mit anderen Gleichgesinnten am Wochenende zu Happenings in der freien Natur traf. Im Hintergrund lief der Fernseher, eigentlich war nichts anderes als die Sportschau auf einem öffentlich-rechtlichen Kanal zu erwarten, doch stattdessen wehten plötzlich magische Worte durch den Äther:

„Der Weltraum, unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2200. Dies sind die Abenteuer des Raumschiffs Enterprise, das mit seiner 400 Mann starken Besatzung 5 Jahre unterwegs ist, um fremde Galaxien zu erforschen, neues Leben und neue Zivilisationen. Viele Lichtjahre von der Erde entfernt dringt die Enterprise in Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat.“

Unendliche Weiten? Galaxien, die nie zuvor ein Mensch gesehen hatte? Das klang mehr nach „Schwarzem Afghan“ und „Purple Haze“, nach psychedelischer Selbsterfahrung in der Nach-Hippie-Ära, als nach dem guten alten ZDF. Aber entsprach eins zu eins dem Zeitgeist-Feeling von Neptun im Schützen, der gerade vor 1 ½ Jahren endgültig das Zeichen Skorpion verlassen hatte.

Mein Interesse war jedenfalls geweckt und in den nächsten 45 Minuten nahm mein Leben eine neue Wendung. Captain James Tiberius Kirk mit samt seinem stoischen Begleiter Mr. Spock, sowie Pille, Scotty, Sulu, Chekov und Uhura hießen die neuen Helden meiner Jugend, später waren es dann Captain Picard, Data, Benjamin Sisko, Seven of Nine und Neelix. Ein buntes Universum, für das der Begriff Multi-Kulti (den damals noch niemand kannte)ein absolutes Understatement gewesen wäre. Und das bis heute in seiner Komplexität und Vielfalt immer noch konkurrenzlos ist.

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Der Regenbogen-Brückenbauer kommt...

Es war einmal – vor etwas über einem Jahr. Damals wanderte Jupiter, der Herrscher des Olymps, ins Zeichen der Jungfrau und läutete indirekt all das ein, was wir in den letzten 12 Monaten miterleben durften und mussten. Die sogenannte Flüchtlingskrise mit der anfänglichen Willkommenskultur (unter Jupiter Opposition Neptun) und der anschließenden Vergrenzung Europas (unter Neptun Quadrat Saturn), das Aufkommen der neuen und alten Rechten sowie ihrer Leitbilder und –figuren, den Brexit, die brutalen Terroranschläge weltweit und den üblichen Ruf nach noch mehr Sicherheit und Überwachung.

Aber all das sind nur die äußeren Anzeichen eines Spannungs-Aspektes gewesen, in den die drei wichtigen Archetypen Jupiter, Saturn und Neptun eingebunden waren und zum Teil auch noch sind. Und natürlich ging es dabei um etwas völlig anderes, gemeint waren nicht ganze Völker und Volksgruppen, sondern jeder Einzelne von uns. Denn wie bei allen Zeichenwechseln der großen Planeten bringt der damit verbundene, neue Zeitgeist auch neue Aufgaben und Herausforderungen mit sich. Die sich zum größten Teil auf all das beziehen, was auch schon in den Jahren und Zeichendurchläufen zuvor relevant war, und jetzt in neuer Form mit neuen Inhalten erweitert wird.

In welche Richtung ist völlig offen, es gibt zwar wenig bis keinen freien Willen, was die Zeitpunkte angeht, zu denen sich bestimmte Inhalte samt Erscheinungen manifestieren, aber wir alle sind absolut frei in unseren Entscheidungen, wie wir mit diesen Herausforderungen, Möglichkeiten und Chancen umgehen.

Genau genommen sind die sogenannten Tierkreiszeichen eigentlich spezifische Entwicklungsphasen, das eine bedingt das andere und da es sich um Kreisläufe handelt, wird im Endeffekt so auch alles zur Ursache für alles. Die Planeten symbolisieren dabei spezifische Eigenschaften, die sowohl universell wie auch individuell erfahrbar sind und die sich ebenfalls auf gute wie auf schlechte Weise zeigen können. Je nachdem, wessen Geistes Kind man eben ist.

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Jungfrau: Kleine Hebamme für Neptun

Eigentlich sucht sie immer ein Sicherheitsnetz an ihren irdischen Stränden. Nun ist wieder was los, auf den gedanklichen Spielwiesen der Jungfrau, so nah am Wasser. In diesen Szenarien des Alltags, die jetzt, im Monat der zwei Jungfrau-Eklipsen, so viele Ängste hochkochen lassen - und genauso viel mutige Besessenheit vom Bereinigen. Jungfrau ist klein, die Welt groß, da werden Märchen wahr. Das bewährte Kino im Kopf hat gerade, wo Fantasie in die Realität drängt, durchgehend geöffnet.

Es gibt nun mal das Leben und dann das Leben, wie wir es uns zurechtdenken. Und Letzteres kommt einem meist auch leider noch viel echter vor. Phase 6 ist ja Erde. Wo Zwillinge-Merkur noch wie ein wildgewordener, mentaler Wind daher kam, wirkt beim leicht überbesorgten Jungfrau-Merkur alles so wirklich, weil er auf Tun/Umsetzung gepolt ist. Und deshalb vorher beurteilen muss: Ist etwas gefährlich oder nicht? In diesem Zeichen steckt auch das kleine Mädchen, immer bemüht, zu gut, richtig zu sein, ausbeutbar. So werden wir andererseits auch schnell Besserwisser jetzt und gestalten damit manchmal nett ein gemütliches Elend. All diese Routinen. Ein bisschen frustriert, aber sehr sicher, weil so durch und durch bekannt. Wie immer: Es fehlt doch dauernd was. Nein, und es ist kein graues, defizitäres Zuhause-Gefühl, bloß Alltag. Deshalb verführt man Jungfrau-Betonungen (ob als Mensch oder Zeitklima) auch am besten durch weißes Leuchten -> Perfektion ist machbar, Herr Nachbar. Wenn man nur... Das macht! (Und das andere nicht). 

Ja, wir befinden uns im Reich der Rezepte und Verbote. Weniger davon (= einfaches Sein-Lassen des Lebens) würde zwar das Environment (auch Teil der Jungfrau) mit den scheinbaren Anpassungs-Zwängen entlasten vom vielen Muss-turbieren. Aber man bildet sich unter Merkurs zweitem Zeichen eben doch gern etwas ein.

Weil man als Jungfrau-Besetzter ja wirklich als Warner gedacht ist und gebraucht wird: Dass es ohne einen nicht geht. Dass der Dienst am Ganzen nun aber objektiv nötig ist. Dass uns sonst allen (ja wirklich!) der Himmel auf den Kopf fällt. Hier setzt Jungfrau das Prinzip Stier (Wir müssen überleben! Da kommt ein Wolf!) nahtlos, aber ausgefeilt fort. Kommt denn der Wolf? Kann natürlich sein. Oft aber nicht. Was die Sache auch nicht leichter macht, ist, dass Jungfrau so oft richtig liegt mit ihren düsteren, vielfach ausgeschmückten Ahnungen. Alles vorauszusehen (ist ja hellsichtig wie der Fische-Konter) bleibt ihr Job. Denn nur so kann sie dann auch gut ver-hüten. Zweitberuf: Löcherstopfter/in.

Nein, und natürlich: Es wird nicht alles so heiß gegessen, wie es die vegane Jungfrau-Betonung (immer politisch korrekt) kocht. Denn noch ist der Ernstfall nicht eingetreten. Aber sie sieht ihn kommen, was man genauso ernst nehmen sollte. Die zahllosen, merkwürdigen Stör-Gefühle sind in diesem kosmischen Klima also relativ (Jungfrau!) normal. Im zodiakalen Gefahren-Sieb lernen wir ja, das Morgen zu werten, dessen Ahnungen dem Merkur der Neptun gegenüber zuweht. 

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Die Jungfrau, der Schütze + das Einhorn

"Alles verändert sich, wenn du es veränderst!" ('Ton Steine Scherben', 1971, bei Neptun-Jupiter Schütze Opposition Saturn Steinbock). 

Diese Zeit ist manchmal fast flüssig und voller Symbole. Die Schleier dünn zwischen Wirklichkeit und Wahrheit. Oft passieren einem deshalb auch die hilfreichen Bilder regelrecht und fischen einen aus dem Chaos - wie Boten aus Neptuns Gewässern. Heute, im Orbis der drei starken, veränderlichen Konjunktionen (Mond-Neptun gestern, Mars-Saturn und Merkur-Jupiter bevorstehend) geschah bei mir etwas Denkwürdiges.

Gerade unterhielt ich mich (typischerweise bei AC-Wechsel in die Jungfrau, was einen noch mehr als sonst zum Welt-Verbesserer macht) mit jemandem, bei dem seit Längerem und nun akut (Mars)/Saturn-Neptun über dem Radix-Mars arbeitet. Weshalb er spürbar reif ist für die Insel oder die Berge. Aber gleichzeitig eben auch voller Widerstand. Wir strahlen ja gern das aus, was uns da kosmisch anstrahlt und merken es gar nicht. Entspannung mit Bewegung (Neptun-Mars) ist da ja immer gut, nur blockiert Saturn zur Zeit häufig genau solche Unterstützungen total. Wenn man sich nicht bewusst ausrichtet oder drumherum noch innere Klarheit aussteht. Bei wem also nicht?

Trotzdem übernahm ich forsch, wenn auch leicht schuldbewusst, wieder mal den Input des pädagogischen Jungfrau-Jupiter. Ich missionierte also (salbader, salbader) darüber, wie man denn dann wohl die momentan so konflikthaft labilen Zeichen konstruktiv zusammen bringen könnte. Motto: "Lass uns doch gleich einfach mal ein bisschen Qi Gong versuchen." Aber so, wie die Faktoren aktuell in Schütze-Jungfrau und Fische stehen, ist der Widerstand der Betroffenen Legende. Und vermutlich auch gut und richtig, denn sie müssen lernen, sich selbst dosiert zu bewegen/helfen/verändern (ankreuzen, was gerade für einen selbst passt).

Auch mein 2. Haus steckt mitten im Quadrat-Orbis und ist von daher manchmal vernagelt, wenn der innere Lehrer mit mir durchgeht. Andererseits umfasst das weiche Qi Gong ja tatsächlich eine ganze flexible Palette - wie in den beweglichen Zodiak-Phasen:

Veränderung, Raum, Ausgreifen, Loslassen, Kontrolliertsein und neptunische Zartheit. Es könnte für dieses Du also funktionieren. In genau dem Moment geschieht aber etwas anderes. Es meldet sich die Magie: Ein Schmetterling fliegt zum Fenster herein. Zielstrebig flattert er sehr, sehr nah über den Kopf des armen Transit-Geplagten, der (beflügelt von Mars-Saturn Schütze), begeistert: "Oh!" ruft, strahlt und sofort nach dem Schmetterling angelt. Aber der steuert ungerührt auf meine Reihe mit Qui Gong Büchern im obersten Regal zu. Wo er sich niederlässt und minutenlang ausruht. Ich halte inne. Mein Gast hält inne. Etwas öffnet sich, entzückt. Synchronizitäten. Sie zeigen oft in wichtigen seelischen Phasen, womit man auch gegen den ersten Gedanken ganz richtig liegt. Also weiß ich es plötzlich: Qui Gong, Bewegung. Es war nicht falsch. Überhaupt gibt es gerade neben dem Stress der Konjunktionen viel Zauberhaftes:

Wenn diese Zeit ein Märchen erzählen könnte, würde es vielleicht von einem gehemmten Bogenschützen, einem Einhorn und einer dienstbaren, manischen, wunderschönen und klugen Jungfrau handeln (sie kann natürlich auch männlich sein), die alle miteinander im Streit liegen. Wichtig ist, dass man in diesem Klima viel leichter als sonst das Gefühl bekommt, ohne einen ginge die Welt unter - aber man kann eigentlich nichts ändern. Stimmt aber nicht. Man kann. Gerade jetzt. Nur nicht, indem man sich vom hoch aktiven (noch zulaufenden) Merkur-Jupiter dazu bringen lässt, coabhängig alle Löcher des Lebens zu stopfen oder alles bis ins Letzte richtig und perfekt zu machen. Was nur besessen und in Fehlern endet. Neben Mars-Saturn im Schützen begleitete diese Erd-Konjunktion ja Freitag schon Mond-Neptun in den Fischen. Da hörte man, wie Stress-Dämonen plötzlich gegen Leere oder Lustlosigkeit ankämpften, von Feldzügen gegen die Panik oder Verdopplung der Belastungs-Resistenz (sofort = Mars Schütze). Das Gute: Alles ok, auch wenn es wehtut.

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Neumond und ein Zeichenwechsel...

Wenn der Zeitgeist tatsächlich ein "Jemand" wäre, dann würde man heute an ihm gewisse Veränderungen wahrnehmen. Zum einen hätte er vermutlich eine ganz besonders faszinierende Ausstrahlung. So als würde er völlig entspannt in sich ruhen, den Blick mehr nach innen als nach Aussen gerichtet, während gleichzeitig so ein unaufgeregtes Leuchten von ihm ausginge. Ein großartiges Selbstverständnis, ohne deswegen überheblich oder gar arrogant zu sein.

Irgendwie ein Sein im Schein eben, wobei dieser Schein keineswegs trügerisch oder irreführend wäre. Aber die Farben dieses Leuchtens würden heute mehr und mehr einen Touch rötlicher wirken als sonst, voller und kräftiger. Und auch die gesamte Ausstrahlung, die "Aura" dieses Jemands würde sich mehr und mehr ausdehnen, den Raum mit einem warmen Licht füllen, das Hoffnung und Kraft zugleich vermittelt.

So oder so ähnlich könnte man vielleicht den heutigen Löwe-Neumond als romantisches Stimmungsbild beschreiben, der ja zeitlich fast mit dem endgültigen Eintritt von Mars in die Jupiter-Domäne Schütze zusammen fällt. Seit 19:49 Uhr ist er nach langer Rückläufigkeit endlich wieder in dem Zeichen angekommen, in dem er am 17. April quasi auf dem Absatz kehrt gemacht hat und wieder bis 23° Skorpion zurück lief. Zumindest aus unserer Sicht, aber wir wissen ja heute, dass dies eigentlich nur eine Illusion ist, wenngleich eine durchaus wirkungsvolle.

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"Dr. Käfer" und Pikachus neue Macht

Sie nannten ihn als Kind schon "Dr. Käfer", weil er so verrückt nach allem war, was klein ist und krabbelt: Insekten. Das passte zum Horoskop des extrem Jungfrau betonten Exzentrikers Satoshi Tajiri mit dem Stellium Sonne-Uranus-Pluto-Mond. Seine Detail-Besessenheit, die immer wieder genial aufgesprengt wird, machte ihn wohl auch zum Vater der "Pocket-Monsters" = Pokémon, die jetzt wieder mit einer unglaublich boomenden 2go-Version für's Handy ein Revival erleben.

In kürzester Zeit werden damit alle Spiele Rekorde geschlagen. Eine niedliche Geschichte, einerseits, geboren erst vor Kurzem, bei Krebs-Stellium Opposition Pluto. Drum auch nur an der Oberfläche nett, denn darunter feiert die virtuelle Durchsetzung Parties (Uranus mit im Aspekt) und die Konzerne, wie sie die allgemeine Sucht nach Virtualität sowieso schon ausbeuten, auch. Mit diesem Seiteneingang der Puscheligkeit wird ja noch mehr Einfluss auf die Privatsphäre genommen: Eintrittskarte Pokeball fordert Berechtigungen, lockt mit dem kleinen, unschuldigen Eierlein im Smartphone in eine Zwischenwelt, die Fiktion endgültig mit Realität vermengt. Denn seit Pokémon Go bewegt sich selbst die 'Generation Sitz' mit ihren vielen Steinbock-Besetzungen mal wieder einige Zentimeter und fahndet neuerdings ganz echt auf den Straßen nach harten Werten: 

Dem herzigen Pikachu, Misty oder Pummeluff, die sie aus dem Sandkasten kennen und die man nun in der "richtigen Welt" (also vernabelt mit dem Telefon im freien Feld) jagen darf, wo sie einem durch Apps vorgespiegelt werden. Das macht Macht. Für Anbieter. Und das übliche Leben noch langweiliger, für Konsumenten. Sprich:

Ganz normale Menschen rennen plötzlich durch ihre wieder abenteuerliche Umwelt und erobern sich nicht existente Kreaturen. Nebenbei sammeln die üblichen Verdächtigen unsere Daten. Jupiter Jungfrau. Natürlich bezieht sich auch hier wieder ein Radix auf das andere. Die dagegen noch sehr hölzernen munteren Ur-Krabbler für den Game Boy kamen 1992 ja bereits mit einer zauberhaften Fische-Sonne-Mars-Konjunktion (beschreibt die Anziehung!) im Königreich Nintendo zur Welt. Das Unternehmen hat auch einen Jungfrau-Mond und vermutlich 0° Waage-Sonne = bildprägend. Über dem Macher-Aspekt Sonne-Mars nun erleben die Pokémon aktuell - wie könnte es anders sein - den fiktionsrealen Zeit-Imprint von Neptun-Saturn im Transit. Was kurzfristig den mysteriösen Hype und das inflationäre Aufblühen der Smartphone-Version (auffällig vor allem bei Erwachsenen) erklärt. Man kann nur Daumen drücken: Beim Saturn im Quadrat als Wächter dessen, was dauerhaft in die Wirklichkeit kommt, mag man nicht glauben, dass sich der Mega-Run auf das Spiel chronifiziert. Wenn doch, leben wir in wirklich bitteren Zeiten.

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Voll-Mund: Ängste krebsen durchs Gemüt

Solange der Geist nicht absolut frei ist von Angst,
bringt jede Form des Handelns noch mehr Übel,
noch mehr Elend und Verwirrung

Jiddu Krishnamurti

Nein, das ist kein Druckfehler, es geht in dieser neuen Kolumne wirklich darum, den „Mund voll zu nehmen“. Anlässlich bestimmter astrologischer Konstellationen. Und ja, es ist wieder einmal Vollmond, heute Nacht um 00:56 Uhr unserer Zeit stehen sich die beiden großen Lichter zum siebten Mal in diesem Jahr genau gegenüber.

Dementsprechend groß ist auch das Chaos, das Durcheinander, die Aufregung. Eigentlich müssten wir heute ja etwas schreiben über den Attentäter von Würzburg, einen 17-jährigen Afghanen, der mit einer Axt und einem Messer bewaffnet auf eine chinesische Touristengruppe und andere Fahrgäste eines Regionalzugs losgegangen ist.

Gestern Abend, exakt als Mars am lokalen MC stand und die Sonne im Westen unterging. Und so gesehen zur selben Zeit, nur einige Tage später, als der Mörder von Nizza um 21:34 Uhr in den Todes-LKW stieg, um sich hemmungslos seiner Wut und seinem Hass hinzugeben. Auch da stand Mars, zusammen mit Mond, exakt am lokalen MC.

Aber ist das wichtig? Hilft das irgendjemand, wenn wir hier wieder und wieder aufzeigen, dass auch solche schrecklichen Ereignisse von Menschen ausgeführt werden, die ganz offensichtlich wie fremdgesteuerte Marionetten durchs Universum schwanken? Denn ansonsten würden sie doch nicht immer und immer wieder genau zu den Zeiten und in den Augenblicken ihre hässlichen und unmenschlichen Taten begehen, die wir als energetische Knotenpunkte astrologisch bestimmen können.

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Marion Bartoli: Wer die Seele aushungert

Ein Mädchen, das als Vaters (hier Jupiters) Kopf-Geburt erzogen wird und ihn fast als göttlich verehrt, bleibt manchmal lebenslang seelisch hilflos - wenn sie ohne fremde Idee über ihr Selbst ist, ohne Anweisung und Belehrung. Der Athene-Mythos hat astrologisch einen beträchtlichen Luft-Anteil. Auch Marion Bartoli, Doppel-Luft, ist so eine junge Frau, die sich früh als erfolgreich nur in der erwünschten "Erweiterung" des Männlichen erlebte und später darum schwer in ihre ganz spezielle Weiblichkeit kam. Wüsste man nicht, dass die jetzt so abgemagerte Tennis-Spielerin gerade den Steinbock-Mond als Herrn 2 in 8 unter harten Transiten stehen hat, würde man eine Traurigkeit der Seele vielleicht auch gar nicht annehmen. Sie selbst redet immer von körperlicher Krankheit.

Als Anzeiger ihrer Yin-Lagerung befindet sich Mond jedoch im Radix in der Felder-Analogie von Stier-Skorpion. Hier entsteht leicht diese Anfälligkeit für Ess-Störungen. Wenn jemand wie die Tennis-Spielerin, eigentlich sonst kraftstrotzend, dann unvermittelt demonstrativ auftritt wie der eigene Schatten, wird deutlich, dass hier mehr passiert als ein Einbruch der Physis. Mit einem solchen Mond im Gepäck und Bartolis Geschichte der Abhängigkeit von den Eltern kommt bei Frauen manchmal die Neigung auf, der hungernden Seele einen hungernden Körper symbolisch zur Seite zu stellen. Dann hat auf eigentümliche Art alles wieder eine falsche Richtigkeit, was vorher einseitig aus der Balance lief. Oft sind Eskalationen wie die im Leben Bartolis sogar paradoxerweise der Anfang einer Heilung, weil endlich etwas ins Bewusstsein aufsteigt und so auch in die Wirklichkeit gelangt.

Bartoli passt astrologisch zu gut in den Mythos der väterlichen Kopf-Tochter, was auch begleitend mit Jupiter-Anlagen einhergehen kann. Sie bringt tatsächlich ein Quadrat zwischen Chiron, Pallas-Athene (Übersetzung: 'kräftige Jungfrau' - !) und Uranus fallend mit, neben ihrem Sonne-Jupiter-Quadrat. Ausgerechnet darüber läuft nun in der Krise (neben den Pluto-Uranus-Übergängen zum Mond) das Saturn-Neptun-Quadrat. Und Pallas selbst, im Return. Eine Wunde liegt auf einmal offen, die sonst durch Power-Kosmetik des Luftig-Feurigen zugedeckt war. Bartolis abgedrängter Chiron in 12 Zwillinge mit geheimer Zerbrechlichkeit aus der ewig gelebten Verletzung. Durch die "Funktion", die sie darstellte, um "in den Augen von jemandem" jemand zu sein. Wenn es heftig kommt, entfernt man sich aus dem Leben, falls man das Leben nicht aus sich entfernen kann, weil die Bedingungen einen so nur ersticken.

Haus 6 oder Merkur oder Jungfrau wird ja zugleich mit 12 an- oder ausgeschaltet. Hier sitzen die eingebildeten, die echten und die symbolischen Krankheiten. Die Sportlerin selbst kommentiert ihren schwer begreifbaren, immensen Gewichtsverlust von 30 Kilo, indem sie plakativ eine mysteriöse Virus-Erkrankung verdächtigt: "Ich sieche nur noch dahin." Allerdings war es so, dass genau dieses Abnehmen ursprünglich von ihr hoch erwünscht und diszipliniert angestrebt war, als es per Plan begann und mitten im Überlauf von Uranus im Quadrat zu ihrem Mond Ende letzten Jahres noch völlig anders klang: Nach milder öffentlicher Kritik an ihrer Figur lieferte BBC-Kommentator John Inverdale Bartoli einen gemeinen, auslösenden Knall-Effekt. Waage wie Bartoli, nur übergriffiger, mit Sonne-Mars-Konjunktion, meinte damals, dass die für ein Tennis-As ungewöhnlich kräftige Französin wohl nie "ein Hingucker" würde. Sofort schrien alle zu Recht "Sexismus!" Aber Frau Bartoli, Waage-Zwilling, sonst Bild der Stärke und willens-betont, begann sich unvermittelt aus der Angriffszone der Männer-Urteile herauszuhungern. Schaut man sich das astrologisch an, ahnt man auch, wieso.

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Samstag, 11. Juli 2020

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