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Rio 2016 - Licht und Schatten

Nein – das mit Rio und der Olympiade ist keineswegs ein astro-logisches Sommerloch, im Gegenteil. Wie sri ja schon gestern aufgezeigt hat, kann man selbst auf den Nebenschauplätzen und bei Fehlalarmen noch studieren, was so ein Uranus auf Hausspitze zwei alles symbolisieren kann (Artikel unter Buchstabiere astrologisch Feueralarm) . Natürlich könnte man heute, passend zum Übergang des heliozentrischen Jupiters ins Zeichen Waage, auch von neuen Beziehungen sprechen und schreiben, anlässlich der neuen Männerfreundschaft zwischen Herrn Erdogan (Fische-Sonne) und Herrn Putin (Waage-Sonne in 12). Aber das haben wir ja eh schon alles prophezeit, zum Beispiel vor über zwei Jahren:

Denn die Türkei steht ja auch als Staat gerade im Fadenkreuz des großen Quadrats, Pluto am Krebs-AC lässt grüßen. Und wenn Erdogan keinen anderen Ausweg mehr sieht, weil sich alle alten „Freunde“ von ihm abwenden, sucht er sich vielleicht einfach einen neuen. Gleich gegenüber wohnt nämlich ein gewisser Putin, der ja äußerst belesen und spitzfindig ist, was historische Zusammenhänge angeht. Und die Krim war ja dereinst osmanisches Hoheitsgebiet, insofern hat man mit deren Annektierung ja beste Voraussetzungen geschaffen, um auch die Türkei heim ins Mutterland zu holen. Wenn die, beziehungsweise ihr Ministerpräsident, das gerne möchte.

aus Türkei: Twitterfrei dank Neptun

Nur was nützt es? Solange die Lehre von der Sternenzeit allenfalls nur als Wellness-Psychologie Einzug in die geistigen Welten der breiten Masse findet, solange werden solche und andere Warnungen auch nicht ernst genommen werden. Genau deswegen bin ich persönlich so dankbar für solche Gelegenheiten wie Olympia. Wo sich auf engsten Raum in kurzer Zeit tausende von verschiedenen Menschen treffen, die ähnliche Ziele haben. Und nur einige wenige werden am Ende ganz oben stehen auf den Siegertreppchen, während 99,9% der Teilnehmer mehr oder weniger leer ausgehen.

Fast wie im richtigen Leben eben…

Man kann es ja nicht oft genug sagen – früher gab es diese Möglichkeiten einer Überprüfung astro-logischer Aussagen ja auch nicht annähernd so einfach wie heute. Aussagen zu der Stellung der Planeten vor dem astrologischen Hintergrund und dem Erleben mitsamt den dazugehörigen Ereignissen hier bei uns auf der Erde. Ganz einfach deshalb, weil man selten bis nie überhaupt Zugriff auf notwendige Daten bekam. Wollte man vor über 100 Jahren eine Studie über Gewinner und Verlierer bei der Olympiade 1912 in Antwerpen machen, hätte man als erstes natürlich dort selbst vor Ort recherchieren müssen. Man hätte alle Wettbewerbe besuchen müssen, um die genauen Zeiten der Entscheidungen zu notieren, anschließend dann auch noch die Geburtsdaten der Sportler in persönlichen Gesprächen in Erfahrung bringen müssen.

Zu guter Letzt hätte man all das per Hand und Kopf selbst berechnen und aufzeichnen müssen, was man als Grunddaten gesammelt hat. Um es dann schließlich Stück für Stück auszuwerten. Eine Mammutaufgabe, ohne Sponsoren und Helfer nicht zu machen und genau deshalb wurde es auch nie gemacht.

Heute geht das vergleichsweise flugs und man muss nicht mal nach Brasilien reisen. Allerdings – wenn man es wirklich ernst meint mit dem Studium, dann bleibt einem zumindest die Eingabe der Daten nicht erspart und auch das Recherchieren der genauen Finalzeiten erfordert schon etwas Geduld und Disziplin.

Im Moment bin ich bei 238 Wettbewerben (also Ereignischarts) bei denen einzelne Teilnehmer die Chance haben werden, eine Goldmedaille zu gewinnen. Es ist also immer noch Arbeit, aber schon die ersten Ergebnisse sind erstaunlich.

Und es zeigt sich (wieder einmal), dass die üblichen Pauschaldeutungen, die man gerne auch bei den diversen Astro-Hotlines zu hören bekommt, allesamt falsch sind. Denn würde man 20 dieser Berater, die man ja immer wieder auch im Fernsehen „bewundern“ kann, nach relevanten Auslösungen fragen, anhand derer man Sieger und Verlierer bei dieser Olympiade unterscheiden kann, würden vermutlich 19 von ihnen antworten, dass die günstigen Jupiter-Transite natürlich zum Gold führen, während böse Pluto- oder Saturn-Auslösungen heftige Niederlagen mit sich bringen.

Dummerweise zeigt schon die Auswertungen der ersten drei Olympia-Tage, dass es genau umgekehrt ist. Ja, es gibt tatsächlich auch ab und zu mal einen klassischen Jupiter-Transit, der die alten Konzepte untermauern könnte, aber ¾ aller Sieger sind saturnal eingebunden in das Geschehen. Ist ja auch (astro-)logisch: schließlich fährt niemand zur Olympiade, der nicht über Jahre oder gar Jahrzehnte hart dafür trainiert hat. Und hart meint eben auch hart, unter großen Entbehrungen und mit absoluter Disziplin.

Man hat Saturn also verinnerlicht, zum eigenen Lebensthema gemacht, zum höchsten Prinzip erkoren, nachdem man meist das gesamte Leben ausrichtet (es sei denn man hat die neptunische Variante gewählt, das entsprechende Doping also, aber das ist eine andere Geschichte…). Völlig nachvollziehbar, dass also unter solchen Voraussetzungen selbst ein Qúadrat von Saturn zur eigenen Sonne pünktlich zum entscheidenden Tag, auf den man Jahre hin gearbeitet hat, ein entsprechendes Ergebnis bringen kann. Ursache und Wirkung eben…

Während die Konkurrentin, die eigentlich ein ganz gutes Gefühl unter ihrem Jupiter-Venus-Trigon hatte, genau daran gescheitert ist. An diesem guten Gefühl, dass dann zu einer gewissen Unkonzentriertheit geführt hat. Beim ersten Wettbewerb, für den es in Rio Medaillen gab. Die Frau mit den heftigen Saturn-Auslösungen (Quadrat Sonne exakt) dagegen, Virginia Trasher aus den USA, war absolut fokussiert und konzentriert und setzte beim Finale mit der Luftpistole Schuss um Schuss ins Schwarze. Und gewann deshalb verdient, ganz im Sinne Saturns, die erste Goldmedaille dieser Spiele.

Natürlich darf bei all dem Neptun nicht fehlen, denn die Sehnsucht nach dem Erfolg und das Verschmelzen mit den Bedingungen des Augenblicks, wie sie nun mal sind, gehört auch dazu. Nur auch das hat man so bisher in den astrologischen Koch- und Suppenbüchern nicht gelesen.

Gut, es ist tatsächlich erst der dritte Tag der Spiele und manches kann und wird sich noch ändern, zusammen mit dem jeweiligen astro-logischen Hintergrund. Aber die Häufigkeit bestimmter Auslösungen ist jedenfalls jetzt schon frappierend.

Leider  fallen aber auch wieder die Aspekte auf, die wir hier ja ebenfalls schon seit über 4 Jahren thematisieren, wenn es um Unfälle geht. Am Sonntag fand in Rio das Strassen-Radrennen der Frauen statt und wenige Kilometer vor dem Ziel lag die Holländerin Annemiek van Vleuthen vor dem Hauptfeld auf einem Medaillenplatz. Lediglich eine Abfahrt galt es noch zu bewältigen und dann geschah das Schreckliche vor den Augen der Welt. In einer Kurve kam die Holländerin ins Schleudern, stürzte auf die Bordsteinkante und blieb regungslos liegen.

Ein Schock, plötzlich und unerwartet.

Aber schon heute meldete sich van Vleuthen aus dem Krankenhaus via Twitter zurück, sie ist auf dem Weg der Besserung. Der Blick in ihr Radix, sowie auf die Auslösungen zum Zeitpunkt des Unfalls, zeigt genau das, was man astro-logisch erwarten musste:

Der aktuelle Mars befand sich nur noch 3 Bogenminuten  vor einer exakten Konjunktion mit ihrem Radix-Uranus auf 2° Schütze, während gleichzeitig Uranus nur noch ein halber Grad von der Opposition zu ihrem Radix-Saturn entfernt stand. Aber Glück im Unglück – gleichzeitig stand Uranus auch exakt (5 Bogenminuten genau) im Trigon zu ihrem Neptun.

Deutlicher kann man solch einen Unfall wohl kaum in astrologische Bilder packen. Und ja, wie immer muss man an dieser Stelle dann auch sagen – würde der astrologische Hintergrund heute schon genauso gewichtet, wie das Wetter und andere Variablen bei solchen Sportveranstaltungen, könnte man zumindest vor solchen Unfällen rechtzeitig warnen.

Aber was für sie „nur“ den relativ glimpflichen Ausgang mit sich brachte, hat für einen anderen Sportler gerade eben einen Sieg eingebracht. Michael Jung heisst der Vielseitigkeitsreiter, der vor wenigen Minuten, die erste Goldmedaille für Deutschland gewonnen hat. Unter dem fast exakten Trigon von Uranus zu Radix-Neptun, aber der noch genaueren Opposition des Herrn der Überraschung zum Herrn der Unterwelt, Pluto.

Was deshalb so wichtig war, weil der aktuelle Pluto zum Zeitpunkt seines Siegesritts genau am lokalen Aszendenten stand. Und somit alle Auslösungen, die diesen Archetyp umfassten, eine ganz besondere Bedeutung bekommen haben.

Titelbild: By Agência Brasil [CC BY 3.0 br (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/br/deed.en)], via Wikimedia Commons; Schwimmen - By Agência Brasil Fotografias (Atletas da natação treinam no Estádio Aquático) [CC BY 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons; Shhooting - By Javid Nikpour/Tasnim News Agency [CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons;

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Freitag, 3. Juli 2020

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