Loop!

Astro-Labor

Wir lieben die Sterne zu sehr

Wir lieben die Sterne zu sehr, um uns vor der Nacht zu fürchten. 

(John Brashear, Astronom).

Einige von uns werden es schon gespürt haben, wie nah dieser Neumond am Wasser gebaut hat, obwohl er in Erde steht. Nicht groß, nicht klein, sondern einfach der letzte, der die Tür dieses schwierigen Jahres und seiner Verletzungen schließt und damit auch den Anfang frisch markiert.

Im Steinbock bringt er unter Umständen bei der aktuellen Herrscher-Konstellation bittersüßen Segen erwachender, alter Wunden. Schmerz ist ja erst mal unbeliebt, aber ein absolut notwendiger Teil des Lebens, über den wir uns erst verwandeln. Da, wo wir nicht mehr im Kern der emotional so zivilisierten (Über-) Sättigung sitzen, die einen oft bewegungslos und änderungsresistent macht. Dafür besteht allerdings jetzt angesichts der "Untröstlichkeits-Konstellation" von Saturn-Chiron nicht wirklich ein Risiko. Nicht nur Menschen mit Anbindung an das letzte Drittel der fallenden Zeichen, die sich hier am besten einklinken, spüren sehr fein die Notwendigkeit, eigene Traumata und die der Welt anzuschauen. Aber auch zu begreifen, wie versessen man normalerweise darauf ist, am liebsten etwas wegzuhaben, sich und seine Bedürfnisse mit mentalem oder stofflichem "Trost" "wegzumachen", die vielen Sachen des Alltags gar nicht erst anzusehen, die einen immer noch verwunden.

All die aber holt nun doppelt das Saturn-Chiron-Quadrat hoch (aus dem Zyklus seit der Konjunktion 1966, Radix siehe hier), das dem Jupiter-Uranus direkt folgt (Rettung in letzter Sekunde). Damit stempelt die Zeit uns mit Freude, die Leid erzeugt, weil sie den Graben sichtbar scharf und unabweisbar macht.

Das sonst so tröstliche Gespenst der schnellen Erlösung, die wir auch in der Astrologie immer wieder als lässigen Umwandlungs-Faktor suchen, wird nun weniger schnell Dogma. Das ist gut so. Denn wo uns Abwehr unterläuft, geht auch das Gute im Schmerz verloren (Erlösung ist auch keine Lösung, über die Wichtigkeit "negativer" Anlagen, Loop).

Ich ließ den Tränen, die ich zurückgehalten, freien Lauf. Mochten sie fließen, so viel sie wollten. Ich bettete mein Herz hinein und fand Ruhe in ihnen. (Aurelius Augustinus)

Wo immer wir uns von den berüchtigten "unerlösten" Seiten der schwierigen Zeit-Strömungen, Aspekte, Zeichen im eigenen Chart (z.B. der auf Macht fixierten Skorpione, unreif narzisstischer Löwen oder geistig aggressiver Waage-Betonungen) verfolgt fühlen, werden wir lernen: Nicht alles wird immer gut. Nicht alles ist umwandelbar. Manches bleibt tendenziell unangenehm, denn es wäre ein Roman und nicht das Leben, den Schmerz "irgendwie" doch noch aus der Welt zu streichen. Aus Schwarz machst du kein Weiß. Schwarz lässt Weiß so hell erscheinen. Auch aus einem Saturn oder Chiron wird drum niemals Venus. Die Eigenheiten des "Schlechten" auszuhalten und sogar zu schätzen, lehrt deshalb vielleicht, irgendwann dankbar für alle Qualitäten gelebten Lebens zu sein, die uns ausmachen: Nicht nur dafür, dass der Schmerz irgendwann aufhhört. Denn genau da, unter dem Finger mitten in der Wunde, dem wundesten Punkt in jedem Horoskop, da, wo Chiron und Saturn uns im Radix antreffen und im Bereich, Feld, Planet, den das Quadrat jetzt bei uns weckt, sitzt ja erst die Chance zur Bewegung. Der Elefant, der auf dem Tisch sitzt, verschwindet nicht, wenn man ihn unsichtbar denkt. Irgendwann wird er sich melden.

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Der Rattenfänger-Effekt

"Anno 1284 am Dage Johannis et Pauli war der 26. Juni dorch einen Piper mit allerley Farve bekledet gewesen CXXX Kinder verledet binnen Hameln geboren - to Calvari bi den Koppen verloren." (Inschrift am Rattenfänger-Haus Hameln).

Recherchen rund um astrologische Marker von Anfälligkeiten oder Talenten für den gerade lichterloh brennenden Populismus sind ja vielschichtig und für Astrologen herausfordernd. Man sucht nach Antworten, die dann doch unscharf bleiben, weil sie neben Fakten ein Gewebe mit verflochtenen Ebenen berühren - psychologisch, archetypisch, historisch, mit vielen, vielen Zwischentönen.

Als mir irgendwann die Idee kam, noch ein Märchen zu finden, was das Thema der Beeinflussung aufgreift, um den aktuellen Archetypen noch mal anders auf die Spur zu kommen, fiel mir sofort die Sage vom Rattenfänger aus Hameln ein. Auch, wenn man immer noch nicht genau weiß, wann, wieso und ob der Mann, der erst Ungeziefer-Entweser war dann wirklich die 130 armen Kinder lockte, holte und ins Verderben (den "Berg" - Saturn) führte: Klar ist, dass es wohl irgendein wichtiges Ereignis gegeben hat. Wenn vielleicht auch mit ganz anderem, etwas spröderen Hintergrund.

Man nimmt an, dass der Mann mit der Zauberflöte vielleicht ein Arbeitswerber war, der viele sehr junge Männer Richtung Osten zum Siedeln lockte. Und wo eine Wirklichkeit, da auch ein Datum, und wo ein Datum, da auch eine Vergleichs-Möglichkeit mit dem Heute. Auch wenn der rätselhafte Kinderauszug mit dem Flötenspieler als Drama gilt, Tragödie zwischen Erfindung und Wahrheit, Merkur und Neptun: In möglicherweise zugehörigen Horoskopen der Zeit müssten sich nach dem ANALOGIE-Prinzip wegen der thematischen Parallele astrologisch auch parallele Muster des aktuellen Populismus wiederfinden. Signaturen, wie sie erfolgreiche Leute-Besprecher von heute in ihren Radixbildern haben oder wie sie die Phase prägen. Denn über Schulen, Denkweisen, Jahre hinweg arbeiten ja in der Geschichte, der Psychologie, im Märchen oder der Astrologie unterschwellig immer auch sehr ähnliche, starke Symbole aus dem kollektiven Unbewussten. Das keine Unterschiede kennt. Auch wenn die Figuren dann anders heißen. Gar nicht so unwahrscheinlich also, dass rund um die Geschichte des Hamelner Ur-Populisten mit der Flöte ähnliche Muster auskristallisieren, wie wir sie rund um die neuen Populisten finden. Im Weserstädtchen gibt es nun tatsächlich ein Haus mit einer Inschrift, die dem Kinderauszug ein Datum zuweist. Und hier kreuzen sich auch die Signaturen der alten und neuen Rattenfänger. Ganz allgemein scheint es ja so zu sein: Demagogische Zeiten sind öfter kardinal betont durch Langsamläufer. Nicht unlogisch: Das sind die StartUps des Tierkreises.

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Zukunft: Sind Prognosen astro-logisch?

PrognoseTitel

Nur noch wenige Wochen trennen uns vom Jahr 2020 und dem Anlass entsprechend lehnen sich schon jetzt wieder überall auf der Welt selbsternannte Wahrsager und Hellseher aus ihren himmlischen Fenstern, um ihren ganz speziellen Ausblick auf die kommenden Zeiten mit uns zu teilen. Darunter auch viele Astrologen, die im Gegensatz zu ihren Kolleginnen und Kollegen aus der Esologie-Szene, Begründungen für ihren Blickwinkel auf das kommende Jahr liefern können. Weil nämlich Saturn jetzt zusammen mit Pluto im Steinbock in einer Konjunktion steht, während Uranus den Stier durchwandert. Auch der Wechsel von Jupiter in den Steinbock spielt in vielen Prognosen eine Rolle, und ganz „moderne“ Sterndeuter werden zusätzlich auch noch die Stellungen von Orcus, Eris und Chiron miteinbeziehen.

Erstaunlich bleibt dabei der Umstand, dass sich wohl kaum einer dieser Prophetinnen und Propheten in den vergangenen Jahren auf irgendwelche, nachweisbaren Erfolge im Bereich der Zukunftsdeutung berufen kann, weil sie entweder zu wichtigen Ereignissen keine konkreten Aussagen gemacht haben oder falls doch, damit fast immer daneben lagen.

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Wind-Dämonen: Go for it, Lilith!

"Wer Wind sät, wird Sturm ernten, Mr. Trump!" (frei nach Hosea 8.7).

Eins ist sicher: Wenn Clinton es doch nicht werden sollte (wobei der Vorhersage-Fehler auch daran liegen könnte, dass es immer noch keine anständige Radix-Korrektur gibt), wird Donald, der Große, nicht viel Freude an seinem Amt haben. Denn Hillary Clinton ist (mit welchem ihrer drei kursierenden Horoskope auch immer) eine Lilith. Und eine Lilith verzeiht zwar manchmal. Selbst dir, Mr. Bill! Aber sie vergißt nie. Wie eine Schlange wird sie sich häuten und darunter doch dieselbe bleiben.

Dies ist darum noch mal eine andere astrologische Sicht auf Hillary Rodhams Radix-Anlagen und einen mythologischen Aspekt ihrer Geschichte, bevor sie denn Geschichte wird. Die Frau mit Lilith Quadrat Sonne, also allzu leicht öffentlich dämonisierbar von den Mustermann-"Dämonen" selbst, die auch zuhause ihre Frauen da fürchten, wo sie "zu" irgendetwas sind. Was bei Männern durchaus erwünscht ist: zu sexuell, zu fordernd, zu klug, zu frei. Mit diesem Quadrat ihres Wesenskerns und Standorts zum "schwarzen Mond" (und vermutlich auch noch ausgerechnet in 3) ist Clinton zu "unerziehbar" und als reine "Funktion" unbrauchbar für männliche Zwecke. Wie sie einem Trump vorschweben, der Frauen nicht leben lässt, sondern ignoriert oder domestiziert.

Kein Wunder, er hat ja die eigenen Gefühle, den Mond, in Opposition zur wichtigtuerischen Sonne, die feinfühlige Krebs-Venus platt gemacht von Saturn - und Lilith - man höre und staune - im genauen Quadrat zum AC/DC. "Es" will einen da doch nur zerstören (ahnt Mann), denn es lebt vielleicht gerade mal untergeordnet in seinem Umfeld, wenn es hübsch aussieht. Aber es macht einen bloß nervös, falls es einem dann nicht zu Willen ist. Deshalb missfällt es dem alten Yang (sprich unbewussten Männern) generell vielleicht auch gar nicht so, wenn Partnerinnen mit Lilith (in Verquickung zu persönlichen Faktoren wie Hillary) in ihrer Laufbahn auch mal ein wenig "kaputt gehen" (stürzen, umfallen, ohnmächtig werden). Da sie sonst sowieso "zu schwierig" sind. Als eine Art männlicher Lebens-Versicherung machten solche Zwischenfälle die Lilith in Clinton scheinbar harmloser. Schadhafter, menschlicher, kolonialisierbarer. Aber Liliths Sturz führt letztlich immer zum neuen Flug, das ist ein Auslöser, da Lilith Schwäche vor Stärke setzt und wie im Judo als Schwung nutzt. Diese Wahl läuft ja nun ausgerechnet bei Sonne-Lilith an Clintons Stellium von Chiron, Venus, Merkur und Südknoten im Scorpio. Es geht da nicht nur um sie, sondern auch um Gleichberechtigung, um die Akzeptanz des Sturms, der Stärke, der Durchsetzung, der Intelligenz im Weiblichen, wie sie sich in einer wichtigen Lilith-Position im Radix spiegeln können. Um dann umso gnadenloser weggetreten werden.

„Zuerst ignorieren sie dich. Dann machen sie dich lächerlich. Dann greifen sie dich an und wollen dich verbrennen. Und dann errichten sie dir Denkmäler." (Nicholas Klein, 1918, bei Lilith-Chiron Opposition)

Lilith als innere Figur im Radix tanzt aber weiter (vor allem in den Fixzeichen), zwischen Hexenbesen und Scheiterhaufen und ihre Erfahrung als Archetyp ist ja sowieso die Leere und Unbehaustheit, wo sie sitzt und sinnt, ausgestoßen, vor der nächsten, autarken Tat. Unterfüttert von der großen Schwester (ja!), Pluto. Das alles kennt auch Clinton (verkleinernd "Hillary" gerufen von Männern, die Donald nie im Leben "Donald" nennen würden). Fast alle wichtigen Lebens-Stationen erlebte sie unter satter Lilith-Beteiligung.

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Leben, hart wie ein Pflasterstein

"Mehr als jeder andere Aspekt scheint Venus-Saturn die Glücks-Möglichkeiten eines Menschen zu mindern." (Liz Greene, aus: 'Saturn', Hugendubel).

Soweit die große, weise Lady der Astrologie mit "eigenem" Venus-Saturn-Quadrat, die nicht nur Expertin, sondern auch offenbar nicht sonderlich amused über die Konstellation ist. Einen Hang zum Genuss des Mangels (und zum ernsthaften Klagen über das Martyrium) kann man Venus-Saturn auch tatsächlich nicht absprechen. Das ist aber, dem Himmel sei Dank, nur die eine Seite der Medaille. Denn Venus-Saturn erhebt sich auch höher als andere, aus eigener Kraft, zu den Göttern. Skorpion/Schütze oder Jupiter/Pluto = Druck zum Glück sitzt zwischen Waage/Steinbock = dem mentalen Venus-Saturn. Die oft zu Unrecht als Unglücks-Macherin verschriene Konstellation bereichert irgendwann doch wieder ihre Leute, falls die bei allem Schicksal rundherum (und das bringt ihnen Venus-Saturn wirklich) den geraden Rücken und Durchhaltewillen entwickeln, ihre Grenzen kennenzulernen.

Sprich: Dann wendet sich vieles, Dasein läuft wieder leichter, und manche werden vielleicht sogar buchstäblich richtig reich, um nicht zu sagen extrem reich. In dieser Konstellation zwischen Hüter der Zeit und Göttin des Anfassbaren, die jetzt, zur Uhrzeit-Umstellung, wieder mal zusammen kommen, steckt also Potenzial. Aber andererseits tatsächlich viele Sorgenfalten. Da muss man jedoch durch, mit Bezügen dazu, ob im Radix oder Transit, und nett fühlt es sich auch selten an, aber bringt später oft die größeren, goldenen Phasen (und Nasen). 

Venus-Saturn hat den Riecher für Werte, die es zu beschützen gilt und dafür, dass Durststrecken in jeder Hinsicht unumgänglich, aber zu bewältigen sind. Saturn stand für das goldene Zeitalter, weil erst nach dem Eintritt des Numinosen in sein Zeichen (rückwärts durch den Zodiak) ab Schütze mit der Eitelkeit der Verfall einsetzt. Vorher sind nur Neptun und Uranus, Ursuppe und die Himmel = Peace on Earth, da es die Erde noch gar nicht recht gibt mit ihren klirrenden Gefechten im Weltlichen. Saturn steht auch für die Bergsteiger, die erst nach viel Aufwand den Erfolg erreichen. Dann aber höher als andere stehen. Nur: Wer in Saturns Ländern finanziell oder wertemäßig noch irgendwelche Leichen im Keller hat, dem nähert sich auch jetzt, da Venus-Saturn mundan auftaucht, eine Abrechnungs-Tendenz. Wer sich da nicht organisiert hat, der friert eben im Mangel weiter.

Die Konjunktion symbolisiert, dass die vielen To-Do's jetzt besonders drücken, man in der Beziehung in Abwehr-Kämpfe gerät oder ganz und gar keine Abweisungen ertragen kann, sich wieder viel zu viel aufgeladen hat, aber eigentlich gar nichts aushält. Es jammer der Jammer, mit verkanteten Kiefern und knarrenden Knochen. Wo das Leben einfach hart wird wie ein Pflasterstein, ist häufig Venus-Saturn am Start. Eine Wert-Prüfung für alles und jedes. Im Anlauf der Aspekte begreift man dann auch als Nicht-Venus-Saturnier mal, was die Träger dieser Konstellation üblicherweise durchmachen. Kein Ort, keine Zeit für Warmduscher. Nie.

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Kritik der reinen (Un-)Vernunft - Teil 1

FreistetterTitelWie schon in meinem letzten Artikel angekündigt, möchte ich heute auf die Kritik eines österreichischen Astronomen eingehen, der seit geraumer Zeit im Netz und auf öffentlichen Vorträgen verkündet, dass Astrologie nichts weiter als Unsinn sei. Eine kritische Haltung in Bezug auf die Anwendung und Interpretation des astrologischen Systems zu haben, ist eine Sache  (die habe ich auch…), aber generell einen Zusammenhang zwischen unseren Erfahrungen und unserem Erleben hier auf der Erde und den Ereignissen in unserer unmittelbaren kosmischen Umgebung zu verneinen, ohne dabei wirkliche Argumente anzuführen, ist etwas ganz anderes.

Gerade von Menschen, die angeblich die Welt nur nach rationalen, „wissenschaftlichen“  Gesichtspunkten beurteilen, sollte man eigentlich erwarten können, dass sie sich in ihrer Kritik grundsätzlich an Fakten orientieren und ihre Argumentation dementsprechend fundiert ist.

Deshalb sollte man auch annehmen, dass diese Kritik als Grundlage in erster Linie die Ergebnisse aktueller Forschungen hat und untersucht, ob denn rein theoretisch überhaupt die Möglichkeit besteht, dass die Aktivitäten der Himmelskörper innerhalb unseres Sonnensystems einen Einfluss auf unser unmittelbares Erleben haben, statt sich mit den Aussagen einzelner Astrologen zu beschäftigen, die in einer Art Quiz versuchen zu erraten, welches Sternzeichen jemand hat. Letzteres wäre wohl eher für irgendwelche Spielshows im Fernsehen geeignet, als zur Klärung der Frage, ob Astrologie irgendeine Relevanz für unser Leben haben könnte.

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13. Tierkreiszeichen entdeckt…

AstrokritikTitelAlle Jahre wieder gibt es große Aufregung in der astrologischen Gemeinschaft. Meistens, weil wieder einmal irgendjemand in irgendeinem Artikel behauptet hat, dass es ja eigentlich 13 Sternzeichen gibt und die Astrologie schon alleine deswegen falsch liegen muss mit ihren Deutungen und Ableitungen. Oder dass die Sternbilder doch heute überhaupt nicht mehr mit den Tierkreiszeichen übereinstimmen würden, weil der siderische Hintergrund sich verändert hat. Einfach ausgedrückt – Astrologen arbeiten mit komplett falschen Daten.

Das ist natürlich immer wieder ein gern genommenes Argument seitens der Skeptiker-Szene und diverser „Hardcore-Wissenschaftler“, die sich schon aus Prinzip nie mit den Grundlagen der Astrologie beschäftigen, weil es aus ihrer Sicht ja gar keine gibt. Ein anschauliches  Beispiel hierfür ist der Astronomie-Blogger Florian Freistetter, der gerne die kreativen Winter- und Sommerlöcher in seinem Blog mit Angriffen auf die Astrologie ausfüllt. Überschrift: Astrologie ist Unsinn.

Mittlerweile hält der Astronom Freistetter in schönster Regelmäßigkeit Vorträge im gesamten deutschsprachigen Raum über Astrologie und erklärt den Menschen, warum Astrologie nicht nur Unsinn ist, sondern sogar in gewisser Weise gefährlich. Nun sollte man ja denken, dass Menschen, die sich selbst der Wissenschaft verpflichtet fühlen, auch in ihrer Kritik an anderen Systemen wissenschaftlich vorgehen. Aber weder Herr Freistetter noch andere selbsternannte Skeptiker tun dies. Stattdessen werden Plattheiten und Allgemeinplätze als Wahrheiten und Fakten verkauft, die schon beim ersten Blick darauf zeigen, dass der oder die Autoren sich niemals die Mühe gemacht haben, zumindest mal ein seriöses Grundlagenwerk zu lesen. Deshalb kommt es nicht nur zu den eingangs erwähnten Fehleinschätzungen, sondern auch zu Aussagen wie „Astrologie müsse ja Unsinn sein, da sie meist nur die Hauptplaneten für ihre Deutungen benutzt und all die abertausend anderen Himmelskörper, die es ja sonst auch noch in unserem Sonnensystem gibt, außen vor lässt.“ Oder man behauptet wie in diesem Vortrag (LINK zu einem Video), dass es keinerlei Übereinstimmung zwischen den verschiedenen astrologischen Schulen gäbe was die Grundlagen betrifft, weshalb man sich als Kritiker dann eben auch nicht mit Details aufhalten müsse (demnächst werde ich auf Herrn Freistetters Vorträge detaillierter eingehen…)

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Kurze Gebrauchsanweisung für Jupiter

Der Riese in Zeichen und Haus:

Was uns noch fehlte: Aus Anlass des feierlichen Wechsels von Jupiter in die Waage ein kleines Jupiter-Lexikon für alle persönlichen Stellungen im Tierkreis. Jupiter steht ja ursprünglich für das unendliche Glück - als Venus' (= kleines Glück) großer Bruder. Leider vergrößert die kosmische Lupe aber nicht nur die netten Eigenheiten eines Zeichens, sondern alles, was es beinhaltet.

Drum sorgt Jupiter, wie Vetter Neptun, auch häufig für die berühmten Ent-Täuschungen, die leider unangenehme Entwicklungsschritte sind. Durch ihn erhält ein Geburts-Horoskop die Hoffnung und es wird eben alles überdimensional, was er berührt, und zur Glücks- oder Pechsträhne. Wo er steht, sind wir anders als andere, ungewöhnlich, er bezeichnet unsere spezielle Neugier, hier haben wir viel Wissen, den größten Anspruch, neigen aber auch dazu, Dinge nicht zuende zu bringen. Jupiters Zeichen im Radix beschreibt erst mal die reine Anlage, den Charakter, den er mitbringt und bei welchen Themen er aufwacht. Hier (und hiervon) brauche ich immer viel, vereinnahme auch - vor allem Weite. Das Feld, in dem er steht, zeigt dann, was davon in der Wirklichkeit ankommt und auch für andere sichtbar ausgelebt wird. Wie bei allen anderen Faktoren funktioniert Jupiters Zeichen ein bisschen wie ein Ding-Wort oder Wie-Wort und beantwortet: Was interessiert mich wie ursprünglich? Wie lerne oder lehre ich? Worum geht es meinem Jupiter denn eigentlich? Das Haus arbeitet wie ein Tuwort und zeigt: Wie wird es dann real gemacht? Auf welche Weise und in welchen Bereichen setzt dieser Jupiter sich um? So sind die folgenden Beschreibungen dann auch am besten "umzudenken", je nachdem was man wissen möchte. 

Jupiter in Widder/Haus 1 oder mit Mars: Glücksritter mit Kopf vor der Wand

Wo der Jupiter als letzter Feuer-Planet in irgendeiner Form mit dem ersten verbunden ist, geht es um Bewegung und Selbst-Durchsetzung. Jupiter im Widder kennt noch keine Grenze, er braucht insofern auch die vielen Widerstände, die er sich dauernd ins System holt, weil er eigentlich neu wie frisch gefallener Schnee in die Welt fällt und "Dinge" noch gar nicht sehen kann. Hier wohnt die Super-Neugier.

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Etwas Statistik: Wenn die Erde bebt

Aus aktuellem Anlass hier noch einmal ein Artikel vom 4.8.2014 über astrologische Statistik bei Erdbeben: Wann immer die Erde bebt, ist man als Astrologe leicht geneigt, nach den üblichen Verdächtigen zu suchen. Etwas Uranus, eine Portion Mars, ein Happen Pluto. Erlaubt ist, was am besten passt und sich bewährt hat. Meist fehlt aber Zeit, in der Alltags-Arbeit auch noch das alte Problem der Statistik unterzubringen. Dabei lohnt sich immer wieder ein genauerer Blick in Stichproben von Ereignissen und die neue Suche nach Gemeinsamkeiten, die Wunsch und Wirklichkeit überein bringen. 

Auch aus der nicht-irdischen, sonnenhaften (heliozentrischen) Sicht auf das Geschehen lassen sich gerade bei Erdbeben Marker ableiten. Schon im schnellen Überblick zeigen sich noch einmal neue astrologische Kennzeichen solcher heftiger Erd-Bewegungen, die weltweit Menschen den Boden unter den Füßen wegziehen und astrologisch auf's Glatteis führen. Untersucht man nicht diejenigen Beben mit den höchsten Werten auf der Richter-Skala (die sich zuweilen unterirdisch abspielen und kaum greifbare Folgen haben), sondern die, bei denen tatsächlich in den letzten Jahrhunderten am meisten Schaden angerichtet wurde - durch extrem viele Todesopfer und eklatante Zerstörungen - erlebt man Überraschungen. Wir haben 22 solcher Größt-Beben analysiert und einiges bestätigt gefunden, was man erwartet hätte, während anderes erstaunt.

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Freitag, 14. August 2020

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