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Schütze - Evolution Number Nine

Seit gestern Nachmittag gegen 16:25 Uhr leuchtet die Welt wieder etwas kräftiger. Die Sonne ist aus unserer Erdsicht vom Skorpion in den Schützen gewechselt, und nun darf-muss-soll all das, was uns in den letzten vier Wochen emotional bewegt hat, einen entsprechenden Ausdruck finden.

Oder besser eine entsprechende Ausrichtung. Denn der Zodiak ist ja keineswegs ein statisches Gewölbe, aus dem willkürlich nach jedem Zeichenwechsel irgendwelche magischen Strahlen unser Schicksal neu und anders beeinflussen, sondern er ist im Prinzip nur das Abbild evolutionärer Prozesse, die aufeinander aufbauen und sich gegenseitig bedingen. So gesehen befinden wir uns jetzt in der neunten Phase dieser Abläufe, und die hat wie alle anderen auch, eben sehr spezifische Eigenschaften und Funktionen.

Eine der herausragenden Schütze-Eigenschaften ist das Prinzip des Glaubens. Ich glaube also bin ich, könnte das Credo dieser Tage werden und so darf es auch nicht verwundern, dass von alters her alle Religionen am Ende dieser Phase die Geburt ihres Messias verkündeten. Ob Christus, Mithras, Horus oder selbst Mohammed, das Erscheinen aller Propheten ist irgendwie mit der Wintersonnenwende verknüpft - ein seltsamer Zufall oder eben doch eine kosmische Analogie (siehe auch Heiligabend: Das Licht der Weihnacht)?

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Transite - Farben der Zeit (2)

Astrologie fand ich anfangs so attraktiv wie pfälzischen Saumagen – und ich war damals schon Vegetarier. Beschäftigt habe ich mich eigentlich nur damit, weil ich den theoretischen Ansatz unglaublich eindimensional empfand, die gesamte Menschheit in 12 Gruppen einzuteilen. Und ihnen dann auch noch nur sehr oberflächliche  Charaktereigenschaften zu zuweisen. Oder schlimmer – ein festgelegtes Schicksal. Ich habe mich so über diese Anmaßung geärgert, dass ich eigentlich auf dem besten Wege war, eine Skeptiker-Karriere einzuschlagen. Ich besorgte mir dazu diverse Einstiegsliteratur und war überzeugt davon, dass ich nach spätestens einer Woche beweisen könnte, was für ein Unsinn das Ganze ist.

Dummerweise war einer der Buch-Autoren ein gewisser Thomas Ring und das was er schrieb, klang nun überhaupt nicht nach dem üblichen, astrologischen Mainstream-Unsinn. Im Gegenteil, ich hatte selten zuvor so detailreiche und inhaltlich nachvollziehbare Schilderungen bestimmter menschlicher Eigenschaften gelesen, in einer Zeit in der der Besuch beim Psychologen eher noch als Vorstufe für die drohende Einweisung in eine Nervenklinik galt.

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Verloren in den Wassern des Neptun

"Es klingt komisch, jetzt noch zu sagen: Wir liebten Felix. Aber viele von uns taten das!" (SUCHVIDEO der Freunde)

Er hat diesen schwierigen, sehnsüchtigen, identitätslosen Mond-Neptun im Schützen im Konflikt mit den manchmal so stofflichen Sehn-Süchten von Venus-Jupiter in den Fischen. Dann aber war all das plötzlich weg - er, sein Leben und 60 Millionen Euro. Ein prominenter Produzent, Abenteurer mit Händchen für Geld und diesem brutal schwierigen Zeichen-Quadrat zwischen Vision, Projekt, Suche nach Superlativen, viel Weh und einigen Brillianzen, wie es manchmal Hochstapelei erzeugt. Auch in viel kleinerem Maße, stets gezogen von Träumen. Dieser Felix Vossen ist zwar nicht Felix Krull, aber wie der ein unverbesserlicher Selbst-Sucher und einer, der lieber hoch als tief stapelt.

Ein Filmemacher mit Kontakten von London bis Hollywood, Aktionär, Aktienhändler, Verwalter eines riesigen Geld-Depots von Bekannten, deren ganze Existenz teilweise an ihm und seinen Tipps hing. Vermögen, das jetzt mit ihm verschwand, spurlos. Offenbar nach einem Leben zwischen Dichtung (Schütze) und Wahrheit (Fische), im Jet Set, im Materie-Bad, in tiefer innerer Not. Anders ist diese Wendung auch nicht erklärbar, genauso wenig die Trauer der Freunde um einen Menschen, der sie betrog. Untergetaucht in Neptuns großen Wassern, an diesem 3. März, bei einer Fische-Sonne und jenem Neptun gerade in Felix Vossens Radix so klassisch auf 5 Bogen-Sekunden exakt über Fische-Jupiter laufend. Betäubend, saugend, öffnend, was die Zeichen-Schere Schütze-Jupiter dann intensivst aktiviert. Schon unglaublich, wie sie einen zusammen bewegen und wohin. Nun suchen den Deutschen, der im nobelsten Zürich wohnte und gerade dahin zurückgeflogen war, FBI und Scotland Yard. Nebst den Freunden, die ihn, den Charismatiker, so liebten und die er dafür so betrog, dass sie es nicht fassen wollen oder können.

"Wusstest du damals schon, dass du uns eines Tages betrügen würdest? War je etwas an dir wahr? Aber es ist zu spät jetzt. Er ist mit unserem Geld verschwunden." (SUCHVIDEO Freunde)

Alles, was neptunisch angelegt ist, zieht ja zu leicht Mythen nach sich. So beschreibt auch dieses fast verzweifelte Video haarklein merkurisch die Angewohnheiten des Mannes, der zum Phantom wurde, eines großen Kindes mit Widder-Sonne-Chiron. Vossen war offenbar jemand, der Impulse für das Dasein zündete - mit all der göttlichen Inspiration des Schützen. Einer, der seinem mit Mars-Saturn im Zwilling aber unausgedrückt auch alles "versichern" konnte, selbst die Wahrheit eines falschen Lebens. Psychologisch schien dieser Felix, der Glückliche, darunter verzaubert, im Bann der vielen unbewussten Wahrheiten aus den Wassern der Fische und des Systems, in dem er aufwuchs. Es gab wie überall Verdrängungen und vielleicht sogar mehr als anderswo. Die astrologische Fährten-Suche führt jedenfalls in Abgründe emotionaler Fluchten, in das immerwährende Risiko aus Spannung zwischen Jupiter und Neptun: Deren Verbindungen zeigen sich da schon bei den Alten damals, wo Neptun/Poseidon als "Meister der Rosse" gilt und Jupiter/Zeus auch Regengott sein kann. Der eine Herr über die Erdbeben, denen er mit seinen unterirdischen, unsichtbaren Öffnungen den Weg bahnt, der andere über Donner und Blitze. Bote des namenlos Heiligen oder Heiliger der von Menschen gemachten Götter. Dazwischen die Grauzone, wo viele Konflikte blühen, Niemandsland, wo Sog entsteht.

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Transite: Farben der Zeit

Bei uns häufen sich in letzter Zeit die Mails von Lesern, die uns ihre Freude und Anerkennung mitteilen wollen, gleichzeitig aber darauf hinweisen, dass sie astrologisch absolut „ungebildet“ sind und dankbar wären, wenn es zu den Grundlagen ab und an ein paar Erklärungen gäbe.

Nun liegt es uns fern, hier eine Art „Schule der Astrologie“ via Loop! ins Netz zu stellen, aber mir persönlich ist es auch wichtig, dass zumindest die einfachsten Grundgedanken zu aktuellen Ereignissen auch von „astrologischen Laien“ nachvollzogen werden können. Zumindest was das dahinter liegende Prinzip angeht, andernfalls könnte man ja den Eindruck bekommen, dass wir hier esologisch vor uns hinorakeln oder über ein geheimes Spezialwissen verfügen, dass dem „Normalsterblichen“ verwehrt bleiben muss. Deswegen möchte ich hier in loser Folge in den nächsten Wochen und Monaten das Prinzip der Transit-Auslösungen vorstellen, ganz einfach und grundlegend, aus meiner ganz persönlichen Perspektive.

Die sich, das muss ich auch klar und deutlich sagen, in manchen, wichtigen Punkten sehr von der klassischen Sichtweise unterscheidet. Das beginnt schon bei der einfachen Frage, womit sich das System der Astrologie eigentlich beschäftigt.

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Sonne-Jupiter: Wünsch dir was

Das ist die Sehnsucht:
wohnen im Gewoge und keine Heimat haben
in der Zeit.
Und das sind Wünsche:
leise Dialoge täglicher Stunden
mit der Ewigkeit.

Rainer Maria Rilke - Motto

Mal ehrlich – wer von uns würde sich nicht wünschen, daß die eigenen Wünsche mal einfach so in Erfüllung gehen. Dass also endlich die gute Fee um die Ecke kommt und einem die obligatorischen drei Wünsche offeriert. Nun – wenn überhaupt, dann wäre heute Nacht der ideale Zeitpunkt dafür. Denn am Montag morgen um 7:33 Uhr unserer Zeit stehen Sonne und Jupiter in Konjunktion miteinander und wenn es denn überhaupt einen günstigen Zeitpunkt gibt, an dem man Wünsche äußern sollte, damit die Chance auf eine Erfüllung auch gegeben ist, dann wäre dies einer der besten.

Völlig unabhängig davon, ob man nun an Astrologie „glaubt“ oder nicht.

Allerdings muss man ehrlicherweise gleich eine Einschränkung vorne weg machen – es kann leider nicht jeder Wunsch in Erfüllung gehen. Was nicht an diesem durchaus magischen Moment liegt, auf den wir uns gerade zu bewegen, sondern an der generellen Natur bestimmter Wünsche. Vor allem wenn diese sich auf sehr konkrete Dinge beziehen, die wiederum bestimmten Gesetzmäßigkeiten unterliegen, die erst einmal erfüllt werden müssten, bevor dann die eigentliche Erfüllung eintreten könnte. Selbst die gute Fee könnte vermutlich den Sechser im Lotto nur dann möglich machen, wenn der Wünschende auch mal Lotto spielen würde. Also müsste man abwarten bis denn die nächste Ziehung überhaupt stattfindet, vorher zur Annahmestelle gehen, Schein ausfüllen und sogar noch etwas dafür bezahlen. Ein ziemlicher Aufwand und vor allem nicht innerhalb des schmalen Zeitfensters zu schaffen, in dem die heutige Sonne-Jupiter Konjunktion stattfindet.

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Jupiter-Jungfrau: Juwel und Lotus

Wann immer ein Planet von einem Zodiak-Zeichen in das nächste wechselt, symbolisiert dies auch die Entstehung einer neuen Welt. Zuallererst in uns - als grundlegende Erfahrung. Gleichzeitig aber auch als eine Art atmosphärischer Hintergrund um uns herum, der Wahrnehmungen begünstigt und Aktivitäten unterstützt, die dem inhaltlichen Urgrund des jeweiligen Zeichens entsprechen.

Genau genommen entsteht also nichts neues, sondern eigentlich verändert sich „nur“ der Wahrnehmungsfokus aller Wesen, es entsteht eine „neue“ Perspektive, aus der heraus dann wiederum aber tatsächlich neue Ursachen gesetzt werden, die in der Konsequenz eine neue Welt erschaffen. Bis hierhin mag das noch einfach und überschaubar klingen, solange es sich um einen Planeten und einen Zeichenwechsel handelt. Da das astrologische Modell aber mit mindestens zehn beweglichen Himmelskörpern arbeitet, die gleichzeitig durch zwölf verschiedene Entwicklungsphasen wandern, kann man sich leicht ausmalen, dass der generelle atmosphärische Hintergrund eher einem unendlich großem kosmischen Ozean gleicht, auf dem sich fortlaufend unzählige kleine und große Wellenberge auftürmen und wieder versinken. Und da jedes Wesen, jeder Mensch, auch einen ganz bestimmten und einzigartigen „Standpunkt“ inmitten dieses Ozeans hat, ergeben sich noch weitaus mehr verschiedene Perspektiven, als sich Wellen auf diesem Ozean bewegen.

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Das Geheimnis der fehlenden Wolken

Als ich das erste Mal vor einigen Jahren von dem dänischen Forscher Henrik Svensmark (Sonne und Mond in den Fischen) hörte, machte ich denselben Fehler, den ich immer wieder auch astrologischen Skeptikern vorwerfe: alleine die viel gemachte Aussage, dass Svensmark ein „Klimaskeptiker“ wäre, löste bei mir nur Abwehr gegen seine Thesen aus. Stark genug um mich nicht einmal damit zu beschäftigen, geschweige denn etwas von ihm zu lesen..

Heute weiß ich, dass dies ein Fehler war, denn Svensmark hat im Grunde nur eine Aussage gemacht, die die meisten Astrologen wohl bestätigen würden:

Das Universum beeinflusst unser Leben auf der Erde nachhaltig und maßgeblich.

Henrik Svensmark hat dies anhand des Klimas, seiner Veränderungen und deren möglichen Ursachen aufgezeigt. Demnach sind vor allem die Sonne und die generelle, kosmische Strahlung für mittel- und langfristige Erwärmungen und Abkühlungen verantwortlich, der Einfluss des Menschen war zumindest bisher eher zweitrangig. Anfangs verwahrte sich Svensmark auch energisch gegen eine Vereinnahmung seiner Thesen durch die Fraktion der Klimaskeptiker. Allerdings unterschätzte er den Einfluss seiner eigenen Sonne auf sein inneres Klima, denn wenn einer eine Sonne-Pluto Opposition im Geburtshoroskop hat, dann muss er davon ausgehen, dass er als Person häufig auch negativen Projektionen ausgesetzt sein wird. Was im privaten Umfeld dann schon schwierig genug ist, wird fast unerträglich, wenn man mit einer kontroversen These plötzlich im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses steht.

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Freitag, 12. August 2022

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