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Alte Schulden: Als wir Griechen waren

"Schulden sind wie eines Nilpferds Fußstapfen" (Sprichwort aus Nigeria).

Denn man wird sie - trotz oder wegen vieler Entschuldigungen - selten einfach so wieder los. Schulden sind emotional besetzt und besetzbar, plutonisch, neptunisch. Und vielleicht hört deshalb auch das Chaos um Griechenland einfach nicht auf, weil darunter noch eine ganz andere Geschichte steckt. Es war einmal in Deutschland: Als wir noch die Griechen Europas waren, 1953, stand am Himmel gerade der Konkurs-Aspekt. Saturn-Neptun auf dem Waage-Südknoten des noch jungen Radix der BRD (für Berlin).

Nicht nur finanziell hatte dieses Land ja Schulden, sondern auch diese immense Schuld. Ab da, spätestens 1945, als es auch der Letzte begriffen hätte haben können (aber nicht alle es begriffen) nicht mehr auflösbar, weil geschehen, weil erlebt. Schuld klebt, haftet, umso mehr, je weniger man sie annimmt. Immer auch eine Machtfrage, auch Sache von Pluto und Neptun, zweien, die Taten und Opfer vielleicht am besten beschreiben, wie sie im Leben kaum vermeidbar sind. Nur er-tragbar.

Mit dem Londoner Schuldenabkommen (auch: Abkommen über deutsche Auslandsschulden), das nach langwierigen Verhandlungen am 27. Februar 1953 unterzeichnet und am 24. August 1953 ratifiziert wurde, erklärte die Bundesrepublik Deutschland, Teile der Vorkriegsschulden zu begleichen. Gekoppelt damit wurde die Teilrückzahlung von Nachkriegsschulden an die drei westlichen Besatzungsmächte vereinbart. (WIKIPEDIA)

Der Pluto, der Dunkle, Reiche, Herr des 8. Prinzips, sichert das "Geld der anderen". Das, was wir bekommen oder uns nehmen. Auch die Erbschaft Schuld, die Schulden bringen. Neptun verheimlicht da, wo man auch nur den Hauch unehrlich ist. Er kontaminiert dann alles. Auch Geld und Geltung. Wenn, wie in Kürze, Venus rückläufig wird, ist es angebracht, gerade daraufhin die eigenen Maßstäbe zu überprüfen. 8 Jahre nach Ende des Kriegs, den dieses danach hoch verschuldete Deutschland verschuldete, machten die Europäer zumindest finanziell einen glatten Strich durch die alte Schulden-Rechnung. Viele Länder - darunter auch Griechenland, das im Krieg über eine halbe Million Menschen verloren hatte - unterschrieben eine massive Teil-Entschuldung des Landes, das sich heute als wohlhabender, ungerecht zur Kasse gebetener "Zahlmeister Europas" empfindet.

Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. (Vaterunser)

Nicht allzu lang vor dieser (für alle Beteiligten schmerzhaften) Bereinigung, die ein Neptun im besten Falle statt Chaos immer mitbringen kann (und besonders mitfühlend und großzügig eben bei so schwierigen, halbseidenen Verhältnissen und Verschuldungen), hatten dieselben Deutschen noch die Länder ihrer Nachbarn in Schutt und Asche gelegt. Nun ermöglichten genau diese Betroffenen der neuen Bundesrepublik einen neuen Anfang für zukünftig beste Verhältnisse an der Spitze Europas. In Reichtum und Arroganz.

Wenn das Londoner Abkommen bekannter wäre, würden die Deutschen in Bezug auf Griechenland vielleicht etwas weniger überheblich sein – sie wüssten dann, dass es auch hier schon einmal ähnlich war.“ (Ekkehard Kraft, Historiker, Focus)

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Uranus-Neptun: Das blaue Iris-Wunder

"Iris fliegt auf dem Wind und bewegt sich wie eine Explosion heller Luft. Dass sie auch Regenbogen heißt, bedeutet, dass ihre Anwesenheit Zeichen der Hoffnung ist - oder Symbol für eine Brücke zwischen Himmel und Erde." (MYTHAGORA)

Eine Geschichte über Synchronizität, Bilder und Aspekte: Wie der Alltag zum Spiegel wird, ist ja Tag um Tag live erlebbar. Man kann sein Leben durchaus wie eine Rechnung lesen oder aber lieber über dessen Antworten auf Fragen, die man gar nicht gestellt hat, Stufe für Stufe mehr staunen. In die Entschlüsselung der Rätsel des eigenen Daseins hinein gibt es dabei viele Wege. Ob sie dann wahr sind oder falsch, wer will das sagen? Wichtig nur, dass sich wahrhaftig im Inneren etwas bewegt, die "Ladung" der Seele, die manchmal auch im Außen das Innen verstofflicht. Im Jung'schen Sinne der Synchronizitäten - besonders da, wo eine wichtige Zeit im eigenen Leben anbricht und die mundanen Aspekte sich stark auf das Radix beziehen.

Manchmal treffen sich dann Zeit und Zeitlosigkeit, zu einem mysteriösen Augenblick der Klarheit und es finden einen unverhofft neue astrologische Botschafter mit anderen Ideen zum selben alten Leben. Wie heute, am Tag, als Venus und Jupiter zusammen stehen und Neptun und Uranus sich immer noch exakt über die kosmische Spalte (0° Widder) aufeinander spiegeln. Plötzlich wogt ein blaues Blumen-Meer auf meinem Küchentisch, Schwertlilien, und ich lerne nur darum etwas über einen Asteroiden namens Iris, auf dessen Krebs-Jupiter der Entdeckung zufällig gerade Sonne steht und Venus-Jupiter an Löwe-Sonne. Ja, so funktioniert Astrologie auch. Analog. Pars pro toto. 

Ja, das Leben findet seine Bilder für dich. Den Teil für's Ganze, wo das Große das Kleine spiegelt, immer neu, immer frisch, süß und bitter. Für diese Magie ist astro-logisch Merkur-Jupiter zuständig, Füger des kleinen und großen Sinns, bevor der Un-Sinn des Merkur-Neptun dann den Funken der Energie, den Mars, hervorbringt. 

Vor allem, wenn - wie zur Zeit - rund herum ein kosmisches Klima herrscht, das über einen kaum greifbaren, aber heftigen Schatten-Aspekt von Uranus-Neptun das Unbewusste noch einige Tage überall ins Bewusstsein holt. Insofern fliegt Iris, die windfüßige Göttin, die sich rückwärts auch noch wie mein Autoren-Kürzel liest, sehr willkommen in meine Küche. Es schellt, als das Achsenkreuz genau auf meinen Achsen steht und Venus-Jupiter auslöst, das Geschenk, das just einen engen Aspekt zu meiner Sonne macht. Ein Bote schleppt mehrere Arme unglaublich blauer Blumen die vielen Treppen hinauf. Iris entert mein Leben. Ohne Absender, berührend. Ihr astrologisches Pendant, lerne ich danach, ist der 7. Asteroid, und das vierthellste Objekt im Asteroiden-Gürtel, zwischen Mars und Jupiter. Eine Art weiblicher Merkur, die Frauen-Seite des Denkens, wie Roderick Kidston meint. Irisierend wahr, mit neptunischen Schleiern, die Personifikation ausgerechnet der Winde und des Regenbogens, der Brücke zwischen den Welten (und zum Buddhismus, wo der "Regenbogen-Körper" als die Vorstufe des Aufgehens im Licht gilt). Wie Lilith an meiner Sonne, die zur Lilie gehört, nach der ich benannt wurde von meinen Eltern, steht Iris, die Schwertlilie, im Radix exakt auf meiner Venus. Das ist mir neu. Diese Welt ist eben voller Zu-Fall.  .

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Der glücklichste Mann der Welt?

Glück ist bestimmt keine Sache von 256 Sensoren, mit denen ein Kopf verdrahtet wird. Aber manchmal begreift Wissenschaft erst durch solche Messungen, was andere einfach erleben. Matthieu Ricard (von Zeitungen auch "Mr. Happy" genannt), französisch-stämmiger Mönch, Philosoph und Lehrer des tibetischen Buddhismus, ist sozusagen offiziell erforscht so etwas wie der "glücklichste Mensch der Welt". Die Ruhe, die er ausstrahlt, kommt wohl weniger von der Wassermann-Sonne auf Spitze 8 - eine Rolle spielt aber vielleicht die hoch sensible Krebs-Betonung in 12 mit Mars und dem festigenden Saturn. Aus den Tiefen des fühlenden Mond-Wassers, wie sie viele östliche Weise in ihren Radix-Bildern mitbringen, schöpft auch der Dalai Lama, ein Doppel-Krebs, der bald 80 wird und für den Matthieu Ricard schon lange übersetzt. Es braucht eben Mut, die eigene Gefühle bewusst durchzustehen, um die extreme Stärke des Mondigen (auch in der Selbst-Besessenheit) zu überwinden und in Mitgefühl zu verwandeln.

Wirklich zu fühlen also (statt nur zu denken), wie es den anderen geht, und das Dunkel, das emotional immer wieder entstehen kann, "zum Wohle aller Wesen" in sich hell zu machen. Jeder einzelne zählt, der anders mit den Schwierigkeiten des Lebens umgeht, sie friedlicher und trotzdem klarer beantwortet, und damit manchmal sogar Schneeball-Effekte auslöst. Zumindest bei staunenden Merkuren/Wissenschaftlern. Oft haben die großen buddhistischen Lehrer ganz ähnliche Konstellationen in ihren Geburts-Bildern wie "hochsensible" Menschen, die viel durchlässiger als üblich für Eindrücke aus dem Gefühlsbereich und Empfindungen anderer sind. In diesen Horoskopen derer, die schon als Kinder einen fast zerbrechlichen Radar für das Dasein entwickeln, findet man meist mindestens einen von zwei Bereichen stark ausgeprägt: Der lunare Typ der Hochsensiblen hat eine deutliche Wasser-Prägung in Zeichen, Häusern und/oder und Aspekten (vielfach starke Monde und dazu andere dominante, persönliche Neptun-Verbindungen). Der merkurisch-neptunische Typ dagegen weist eine starke Jungfrau-Fische- oder 6./12. Haus-Betonung auf, mit sehr scharfen Sinnen, auch über Aspekt-Verbindungen. 

Dann gibt es Menschen wie den Dalai Lama, die beides vereinen und mit einer überdeutlich ausgeprägten Hyper-Sensibilität aufwarten. Das ergibt dann eine fast schon schwebende Empfänglichkeit, die seelisch-geistig Ungeschulte hierzulande oft extrem auszehrt. Sie profitieren vielleicht am meisten von Erkenntnis-Schulungen, wie der des tibetischen Buddhismus. Wie klar sich deren Übungs-Techniken und der altruistische Welt-Zugang auf die Fähigkeit auswirkt, trotz des allgegenwärtigen Leids der Welt Glück zu empfinden, begriffen die Wissenschaftler an der Universität von Wisconsin erst über Daten und Fakten. Matthieu Ricard war eins ihrer Versuchs-Kaninchen, an denen sie über Meditation, Zufriedenheit und Hirnströme forschten.

Zwar hatte man nach Studien an einigen Mönchen bereits hohe Erwartungen gehabt. Auch Astrologen ahnen angesichts von Ricards lunarer Dominanz mit Mond in 1 und dem Mars-Neptun von 12 nach 3 bei sonstiger Luft-Feuer-Lagerung, dass hier eine Anlage für mentales Training mit guten Ergebnissen vorliegt, aber: Ricards Gehirn erzeugte bei der Meditation über Mitgefühl einen wirklich erstaunlichen Grad an Gamma-Wellen (die ein Höchstmaß an Bewusstsein belegen). Dass seine Werte so ausgeprägt sein würden wie nie zuvor in der wissenschaftlichen Literatur, hatte niemand gedacht. In seinem Kopf fand sich die "Funktion" der Stille abgebildet, wie sie sich erweitern kann, wenn man den Strom der Gedanken nicht mehr für wirklich hält und ununterbrochen atemlos auf selbst-fabrizierte Ansichten reagiert.

Man entdeckte cerebral gewissermaßen einen Anker des Glücks, das viele von uns so sehr suchen. Nun ist Leben aber leidvoll. Ausgerechnet die "erste edle Wahrheit" Buddhas (stark mit Fische-Themen verwandt). Aber es gibt Wege, sich aus dem Leiden zu befreien. Der Prozess fängt im Kopf, mit Verstehen und Denken an, was sich an Menschen wie Matthieu Ricard, die diese Wege üben, dann tatsächlich auch wissenschaftlich erweist. 

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Seelentür: Stillstand der Sonne

cansun"Strahlend an einem der Hauptpunkte hält der Krebs an der heißen Marke fest einen Abschnitt des Kosmos und lässt den Tag wieder schrumpfen." (Manilius, Astronomica)

Ja genau, 0° Krebs kommt, die verzauberte Tür zum Sommer, die Rückkehr in die Geborgenheit oder Isolation des Seelischen. Hier bekommen wir Aufschluß über den Zustand unseres Mondes (und darum auch über "unser Zuhause" - was manchmal eben ein "gemütliches Elend" ist, wirksam verteidigt). Morgen um 6.24 h früh wird Sonne jedenfalls die Schwelle ins Empfinden endlich erreichen, den nördlichen Wendekreis (astrologisch der bewusste 0° Krebs). Einen speziellen Grad, der viele Fragen aufwirft: Wo sind wir noch unbehaust? Mit wem möchten wir fühlen? Sind wir eigentlich geborgen da, wo wir wohnen? Und: What about the family? Alte Schuldgefühle holen uns vielleicht ab da eine Weile wieder stärker ein, Gefühls-Rituale werden von der Zeit ausgeworfen, um diesmal anders gelöst zu werden. Die Sonnenwende ist immer eine Chance.

Wie alle kardinalen 0° Punkte findet sich auch im Krebs ein Beginn. Ist 0° Widder der Eintritt ins Leben, wird 0° Krebs zum Eintritt ins Empfinden. Die Welt der Energien beseelt sich hier erst im Tierkreis. Wobei dieser Punkt beim aktuell zusätzlichen Krebs-AC hierzulande noch stärker viele Begegnungen mit Gefühl beschreibt, die über Saturn in 6 ausgeglichen werden müssen. Keine Übertreibungen diesmal! Sonst geht's schief und am Ende wird doch nur geweint. Hier und jetzt ist eben der Brunnen jeder Emotion tief - man darf das ruhig so sehen, wie es die astrologischen Symbole schön beschreiben: Wenn Sonne in dieses stille Wasser fällt, kocht manchmal plötzlich zur Sommensonnenwende einiges hoch, was wir bis dahin gepflegt unterdrücken wollten.

Das große Spüren bricht sich darum auch jetzt wieder bei uns allen Bahn. Drum gilt der vordere Krebs ja als "Gate of Men", ein mundanes Tor der Herkunft - oder auch des Abstiegs, in das irdische Leben nämlich, laut den alten Griechen (CONSTELLATION OF WORDS). 

Jetzt hören wir das Wesentliche in uns selbst stäker rufen als sonst, hier verbindet sich die Botschaft der Lichter. Hēliostásion oder „Stillstand der Sonne" sollen die Sonnenwenden griechisch geheißen haben. Und wo Sonne stillsteht, in Monds Zeichen, da beherrscht sie eben auch der Mond. Gut, sich seinem Gefühl zu widmen und aufzufangen, was da brodelt. Empfindung wird nicht nur dieses Jahr wesentlich, aber dieses Jahr steht dazu Venus im Lebenszeichen Stier, das auch die Begegnungen erstmals anschiebt. Insofern kümmern wir uns alle am besten freiwillig um die Beziehungen, bevor sie sich, umringt von lunaren Archetypen (zwischen Freude und Wut) bemerkbar machen.

Zur Sonnenwende schwimmen jedenfalls jedes Jahr noch mal alle Seelen metaphorisch ins Dasein ein, wie im persönlichen Horoskop über IC und den Mond, angezeigt von den Themen des jeweiligen Hauses, wohin die 0° Krebs in jedem Radix fallen. 0° Krebs in jedem Chart symbolisiert eine innere Heimat. Speziell, in Aspekten zu wichtigen astrologischen Faktoren. Sonst steht der Anfang alles Gefühls auch für die Mütter, die Familie überhaupt, Wohnung, die Krabbe, die Krippe, das Sorgende, das Aufgehoben-Sein, Schutz im Panzer. Früh in astrologischen Welt-Erklärungen verband man damit die merkwürdigen Tiere zwischen Wasser und Land, Gefühl und Erdung: Nicht ganz hier, nicht ganz dort. Eine Schildkröte, einen Hummer - aber auch den Scarabäus, Wunder-Käfer, Pillendreher, Schöpfer zwischen Mond und Sonne, Vermittler der Ewigkeit des Lichts, der Unsterblichkeit mit sich trägt. Denn der Krebs verweist uns ja immer auch auf den Punkt gegenüber, 0° Steinbock, das ominöse, starre Tor des Aufstiegs, ab welchem das Wesen-tliche, das, was bleibt, anderswo siedelt und die leeren Körper der materiellen Welt zurücklässt. Zu 0° Krebs feiern wir, dass wir noch am Leben sind, weil Mond den Saturn am besten spüren kann und die Ahnung von Tod drum besonders da groß wird, wo alles blüht, atmet und wunderschön leuchtet. Sommersinnenwende.

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Wieso der Kopf die Wand braucht

Weh! Weh! Wär’ ich der Gedanken los, die mir herüber und hinüber gehen. Wider mich! Dies irae, dies illa*. (Faust I).

Kosmischer Wetter-Wechsel: Wenn Mars - wie in den letzten Tagen - mit Sonne läuft und schnelle, hohe Aktivitäts-Pegel von Ärgerlichkeiten anzeigt und Saturn fast gleichzeitig in das alte Zeichen des Mars' zurückkehrt (heute kurz nach Mitternacht in den Skorpion), geht es wieder leicht mit dem Kopf gegen die Wand. Auch eine Lektion in Sachen Zorn und Disziplin.

Zusammen mit dem Dritten im Bunde, Merkur, der jetzt aus der Rückläufigkeit abdrehte, prägen Mars und Saturn nun tatsächlich deutlicher das Astro-Wetter. Dies Irae, zornige Tage, brechen deshalb auch in ihren alten Mustern immer wieder mal los. Wir alle können uns jetzt durchaus angespitzt, getrieben, ausgelöst, geärgert fühlen. Gerade darum darf, solange Saturn noch in Plutos Zeichen steht (bis Herbst) und erneut die Rezeption herstellt, aber auch endlich mit voller Power alles an alten Themen überarbeitet werden, was die Konflikte des letzten Jahres unverändert "überstanden" hat. Und was feurig immer noch köchelte, untergründig zerrte und störte. Wieder fühlen wir uns bei Saturn-Pluto schnell als Sklaven fremder Bedürfnisse. Der Prozess der Konfrontation mit den Bildern in uns geht weiter. Wohin? Die Weichen stellen wir - und wir müssen uns, gerade im Ethik-Zeichen Skorpion, immer wieder klar entscheiden. 

Manchmal wirken sich solche verdeckten Gleichzeitigkeiten astrologisch eindrucksvoller aus als die auffälligen, großen Konstellationen, da, wo sie nämlich deren Ziele umsetzen und Gelegenheit geben, eine neue Runde Entwicklung einzuläuten. Kurz: Der Gong schlägt zur Zeit.

Es wird aufgearbeitet, privat und gesellschaftlich, wo bis zu Saturns Rückkehr in den Schützen alte Themen noch mal neu aufgelegt werden. Goethe, dessen Faust eine Mars-Pluto-Saturn Geschichte ist, hatte selbst einen schicksals-trächtigen, erhöhten Steinbock-Mars, der die Frage beantwortet, wieso Mars (der Schädel) eigentlich die Mauer (Saturn) so sehr braucht, um langfristig Dinge wirklich und wirksam zu ändern. Jeder Impuls (vor allem der erregte) setzt sich dort konstruktiver um, wo er seine Begrenzung kennt und findet und am besten gleich selbst dem Saturn ein wenig der wilden, ungerichteten Bewegungen opfert. Dann geht alles gut. Oder zumindest: Besser als da, wo man sein Dasein bei jedem Ärger zu Kleinholz schlägt (momentan gern verbal, denn Mars läuft durch den Zwilling). Saturn, zurück im Skorpion, mahnt: Was du negativ einsetzt, wird negative Folgen schaffen. Was du positiv gibst, wirft das Ruder unter Umständen herum. Wir sind verantwortlich verpflichtet unseren Taten. Sich mit reflexhaften Aktionen zurückzunehmen, vermeidet oder heilt darum auch Traumata. Denn Wandlung geht anders. Langsamer, tiefer. Saturn im Skorpion. Regle deine Verbindlichkeiten.

*Dies irae, dies illa = Tag des Zornes, Tag der Sünden (Zitat-Teil vermutlich ursprünglich von Thomas von Celano) 

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Exzesse: Die mit den Baggern sprechen

Von der Droge & der Kunst:

Astrologisch sieht man gemeinhin tiefer, wenn man wissen will, wie sehr sich jemand mit Bewusstseins-Kultur(en) beschäftigt. Und manchmal muss man sich doch wundern. Sie war eher die Vorzeige-Plutonierin. Mit Skorpion-Herrscher auf ihrer Löwe-Sonne eine Frau Ich-Brauch's-Und-Krieg's. Dazu ein Skorpion-Mars. So viel Wille und Vorstellung, mit Jungfrau-Merkur-Saturn in 8. Da hat und bestimmt man Bewusstsein eher, meist sehr real, und sucht es nicht. Aber nun will sie doch lieber eine ausgespacte Neptunierin gewesen sein. Iris Berben, jüngste 64jährige aller deutschsprachiger Länder zusammen, schenkt der Welt ein bisschen verheimlichte Vergangenheit und erinnert damit an Zeiten, als Bewusstsein noch vorwiegend durch Substanzen erweitert wurde. Vielleicht, weil sie Uranus aufregend unruhig trigonal zu Sonne-Pluto laufen hat, den auch Jupiter ansteuert, und findet, leise soll es bitte aber nicht werden in ihrer Spät-Karriere. Auch sie wäre damals eine ganz, ganz wilde Hummel gewesen, ein "Freund von LSD", total anders als die anderen. Hätte dann durchaus auch mit Baggern gesprochen und das ständig. Oder mit sich selbst. Oder nur mit ihren Beinen. Mit ihren Beinen?

Klar - die gehen von Jupiter über Saturn bis Neptun. Aber deren Aspekte hat sie höchstens phasenweise. Solche überraschende Um- und Zustände einer sonst taffen, in ihre Individualität erst relativ spät hinein gewachsenen Löwin mit starrem, starken Steinbock-AC (werden alt geboren und im Alter immer jünger = astrologische Binsen-Weisheit) nennt die Springer-Presse nun die Hammer-"Drogen-Beichte". Weshalb man sofort nach dem Geburts-Bild der Schauspielerin fahndet und enttäuscht feststellt: Astrologisch lässt sich aus ihr kein Freak und keine Bewusstseins-Sucherin stricken, sondern sie bleibt eine austausch-hungrige, flotte 7. Häuslerin, von der Welt geliebt. Von neptunischen Lebens-Experimenten kaum eine Spur. Als "Freund von LSD" (männlich) oder rege Nutzerin von "Haschisch" (klingt alles ungelenk, setzt man Drogen-Erfahrung voraus), müsste nach Adam Riese irgendwo mindestens ein ungewöhnlich reger Neptun mit persönlichem Bezug vorhanden sein, am besten dazu noch ein mit Schnellläufern verquickter oder über Felder brisant in großen Aspekten eingebundener Jupiter. Denn so ist es meistens.

Die Väter des Bewusstseins

Süchtige und Forscher in Sachen Drogen und Bewusstsein wie viele andere, die mit der 'Yogi-Medizin' LSD experimentierten, haben oft ähnliche Marker. Zum Beispiel eher wissenschaftlich Suchende wie 

  • TIMOTHY LEARY: Venus-Merkur in 12 Quadrat Neptun, Herr 1 Jupiter in 9,
  • STANISLAV GROF: Mars-Neptun in 8, Schütze AC, Jupiter außerdem Herr 12,
  • Humphry Osmond: Psychiater, der Halluzinogene erforschte, mit Venus-Saturn-Neptun und Jupiter 0° Zwillinge, eine Geburtszeit fehlt leider.
  • RAM DASS: Fische-Venus Opposition Neptun, Jupiter in 12, Mond-Neptun-Quadrat oder künstlerische User wie
  • ERNST JÜNGER: Fische-Merkur (Herr 12) Quadrat Mars-Neptun, Jupiter in 12,
  • MICHEL FOUCAULT: Mars-Jupiter-Neptun-Quadrate bei Sonne in 12,
  • KEN KESEY: Autor von "Einer flog über's Kuckucksnest", mit einem Sonne-Neptun-Venus-Stellium in Jungfrau und den Fischen eingeschlossen in 1, Herr 12 in den Fischen in 1, womit er LSD, Pop-Kultur und Bewusstseins-Fragen stark verquickte.

So viele haben sie sehr, sehr ähnliche Marker. Beil Aldous Huxley fehlt leider Geburtszeit und damit die Felder-Ebene komplett, über die vielfach die persönlichen Anbindungen an die Drogen-Themen auftauchen. Weshalb bei ihm nur ein müder Pluto-Neptun zu finden ist. Insofern könnte natürlich auch Berben die eine Ausnahme sein - was aber nicht sehr wahrscheinlich ist, da ihre Zeit passt und vorliegt. Neben typischen "Drogen-Aspekten" bringen die Wissenschaftler übrigens häufig noch stützend Saturnisches zusätzlich mit. Was sie dann von Süchtigen unterscheidet. Auch LSD wurde 1938 an einem Skorpion-Tag mit Mond-Neptun entdeckt, sein Vater war der Schweizer ALBERT HOFMANN, der ebenfalls die bewussten Neptun-Jupiter-Anlagen und Kontakte auf vielen Ebenen hatte, die so oft bei Rettern, Opfern und Tätern in Substanz-Kreisen und -Krisen auftauchen: Fische-Mars, Venus-Neptun-Opposition (bei Neptun in 1) und Jupiter plus Pluto in 12. Die üblichen Verdächtigen also bei starkem Zugang zur Droge der Künstler, die Entgrenzung suchten, als das "Sorgenkind" LSD zusammen mit einer neuen Sorte Berauschung in Mode kam und künstlerisch fast religiöse Aufwertung brachte:

Entheogene heißen sie manchmal, weil der Berauschte das Gefühl hat, mit Gott ("theos") in Verbindung zu stehen. Den populären Begriff prägt 1957 der Psychiater Humphrey Osmond: "psychedelisch", was so viel heißt wie "die Seele öffnend". (WELT)

Auch an dieser Analogie zeigt sich schon, dass auch Jupiter, der Götter-Chef, astrologisch in den Horoskopen der Verbundenen eine große Rolle spielen müsste. Was stimmt. Neben dem noch wichtigeren Neptun als Seelen-Schlüssel steht er unter anderem für die Vereinnahmung der oder durch die entgrenzten Feuer-Impulse der Welt in bestimmten Zuständen. Berbens Anlage ist dabei zwar interessiert, aber ein kleiner Fisch und passt wenig ins klare Raster, das sonst fast überall auftritt, wo mit Drogen experimentiert wurde. Zwar "bespricht" sie ihren Fische-Herrn unter seinem harten Überlauf jetzt ganz pünktlich, ohne vermutlich überhaupt zu wissen, dass ihn Uranus und Pluto von zwei Seiten belagern. Im Geburts-Horoskop findet er sich auf Spitze 9, was ihm wenigstens eine gewisse Breiten-Wirkung verleiht und ihr einen Hang zur Selbstheiligung durch fantasievolle Geschichten, die dann ein windschnittiges Schauspielerinnen-Dasein exzentrisch aufpeppen. Aber eine echte Drogen-Vergangenheit müsste man mit viel gutem Willen konstruieren  - so intensiv, wie die Regenbogenpresse Berbens "Seelenstriptease" bei einer Veranstaltung beschreibt. Das klingt alles nach Mega-Start ins Psychedelische, auch wenn der astrologisch höchstens ein Übergangs-Zustand war.

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Das Geisterschiff: Vision eines Untergangs

"...und er trieb außer Sicht." (Ende von Morgan Robertson's Novelle 'Futility' über den Untergang eines Schiffs namens Titan, geschrieben 14 Jahre vor dem Untergang der Titanic).

Dies ist die seltsame Geschichte der Vision eines Schriftstellers, die Jahre später wahr wurde: Die Titanic war das größte Schiff der Welt, per Stapellauf ein Zwilling mit Jungfrau-AC und Venus-Neptun, eine Riesin, nur äußerst kurz im Dienst. 

Ein Geisterboot, ein Traumfänger und fortan die Heimat für Mythen. Mit Merkur-Saturn, der behinderten Flexibilität auf der langen Reise in 9, übrigens auch keineswegs unsinkbar. Astrologisch ist das alles von allen Seiten schon mit der Lupe untersucht. Aber dann gibt es da ja noch diese andere, leisere Geschichte unter dem Drama des schwimmenden, gigantischen Hoffnungsträgers, der heute vor 103 Jahren bei Sonne-Neptun mit einem Eisberg zusammenstieß. Auch Jupiter stand damals prominent, am kosmischen Magneten, dem Great Attractor, und der AC lief vermutlich gerade auf das Galaktische Zentrum zu. Etwas Weltbewegendes passierte. Schon 1898 allerdings, fast anderthalb Jahrzehnte vorher, hatte genau diese Story ein Mann namens Morgan Robertson aufgeschrieben, ein bis zum Sinken der Titanic eher unbekannterer Schriftsteller und Seefahrer-Sohn, der wie der Untergang selbst auch den Sonne-Neptun im Radix hatte.

In der Anlage seines Geburts-Horoskops, das leider nur ohne Zeit vorliegt, findet sich jedoch noch ein starker Hinweis auf einen Zugang zu archetypischen, unbewussten Bildern: Der Autor aus Oswengo, New York, wurde nämlich mit einem Neptun auf der Sonder-Stellung von exakt 0° Widder geboren, am Tag, bevor Fische-Herr zurück in sein Zeichen lief, gegenüber vom Mars des Autors. In der kosmischen Spalte, wo auch ausgerechnet der Nessus des Titanic-Untergangs sitzt und der Tierkreis endet und neu beginnt.

Später stellte sich heraus, dass Robertson tatsächlich die Wahrheiten, die er dann niederschrieb, gechannelt haben will. Wobei am 9. Juli 1880, 18 Jahre vor Erscheinen seines Buchs, bereits eine "Titania" im Nord-Atlantik nach Kollision mit einem Eisberg sank und überhaupt auch ohne ein solches Vorbild das Setting nicht viel Vorstellungskraft verlangte. Ob nun aus Zufall oder wegen solcher Rück-Besinnungen (oder Vorahnungen) das Buch verfasst wurde, das die bekannteste Katastrophe der Seefahrt vorwegnahm, macht keinen Unterschied. Spannender als die Differenzen von Fiktion und Realität sind die teilweise wirklich verblüffenden Parallelen und Sinn-Felder, astrologisch und inhaltlich, die in Sachen Titan, Titanic und sogar einer Titania, mit der zur selben Zeit Rudolf Steiner nach Finnland reiste, hier an vielen Stellen Hand in Hand gehen.

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Freitag, 1. März 2024

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