Loop!

Astro-Labor

Wenn Astrologen träumen...

Wenn Astrologen träumen, dann unterscheiden sich ihre Träume kaum von denen ihrer Mitmenschen. Weder sprechen kosmische Kräfte zu ihnen (mehr als zu anderen), noch offenbaren sich neue Einsichten am nächtlichen Fließband der inneren Bilderwelten. Nachts also, wenn alle Menschen schlafen, sind ihre Träume genauso bedeutungsvoll oder nichtssagend wie die Träume von "Nicht-Astrologen".

Tagsüber ändert sich das. Dass wir alle auch während unserer Wachstunden innigsten Traumsequenzen verfallen, ist vielen von uns zumindest teilbewusst. Eleganter ausgedrückt – wir verfallen immer wieder in alte Muster und Gewohnheiten, verhalten uns dann entsprechend eines Codex und bestimmter Gesetzmäßigkeiten völlig vorbewußt und bisweilen auch zwanghaft. Es sind diese Momente im Leben, wo sich innere Bilder über die äußeren Umstände stülpen. Die Momente, wo sich im Halbdunkel eines Zimmers plötzlich eine gefährliche Schlange windet, welche sich aber im Schein eines Lichtstrahls in ein simples Seil "verwandelt". Und auch die Momente, in denen uns vertraute Menschen als Monster und Feinde erscheinen, während wir Betrüger und Diebe als weise Ratgeber und beste Freunde empfinden.
Diese Momente eben, wo sich das unbewusst Gewollte oder Abgelehnte in eigener Dynamik Bahn bricht und unser Erleben so durchdringt, dass es traumgleich wird.

Dies ist Teil unser aller Leben, an und für sich nicht weiter erwähnenswert. Und es ist eben auch Teil einer bewussten Entwicklung, dies immer häufigerwahrzunehmen und zu unterscheiden. Von den Momenten, in denen wir wach sind, in Kontakt mit uns und der Welt, beides als interaktive Zweiheit erleben, die nicht zu trennen ist. Wenn sich aber der Traumkokon über die eigenen Vorstellungen und Wirklichkeiten legt, hört der Rest der Welt auf in seinen vielfältigen Möglichkeiten zu existieren. Und zeigt uns scheinbar immer nur ein Gesicht, eine Seite. Gegen die wir dann wehrhaft rebellieren, wie einstmals Don Quichotte, oder sie feiern und zu einem trügerischen Götzen erheben, einem goldenen Kalb, von dem wir all das erwarten, was wir uns schon immer gewünscht haben.
Im Normalfall gibt es dabei aber ein zuverlässiges Regulativ – wenn man nicht zufälligerweise schon als Diktator einer Welt dieselbe erblickt hat und aufgrund unbegrenzter Machtfülle diese Welt ins eigene Bild zwingen kann, wehrt sich das Leben permanent gegen jede Einschränkung der universellen Potentialität. Wann immer wir also dem Leben als Ganzes unsere Projektionen aufträumen, gibt es ein deutliches Feedback. Entweder als Hindernis und Erschwernis, „die Dinge“ wollen sich partout nicht in unser Konzept einfügen (wobei es diesbezüglich auch eine normale Variante von Hindernissen gibt, die sich bei allen Entwicklungen zeigt…). Oder wir benötigen einen enormen Aufwand an Energie und Kraft, um die Anpassung des Seins an den gewünschten Schein zumindest millimeterweise vorwärts zu treiben. Beide Varianten haben eines gemeinsam: sie sind auf Dauer nicht überlebensfähig.

Eine enorme Kraftquelle für die Verwirklichung dieser Träume können aber Weltbilder, Religionen und ähnliche Hintergründe sein, die uns in unserem Traum bestätigen. Im positiven Fall bringen uns die Inhalte dieser geistigen Grundlagen immer wieder auf den Weg zurück zum Leben in seiner ganzen Fülle. In dem sie uns auf vermeidbare Fehler, Fallen und Irrtümer hinweisen.
Aber auch die negative Variante ist möglich und dafür gibt es zahllose Beispiele in der Geschichte. Einseitige Sichtweisen werden dann nicht nur bestätigt, sondern sogar noch überhöht und zu einem Absolutum erklärt.

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Astro-Logics III: Venusjahre

Wenn wir über das Phänomen Zeit sprechen, entsteht leicht der Eindruck, dass wir es mit etwas Unfassbarem zu tun hätten. Nimmt man aber nur die einfachsten Parameter, die unser Zeitverständnis begründen, wird schnell deutlich, dass die Bewegungen der Planeten maßgeblich für unser Zeitempfinden verantwortlich sind.

Denn jedes Zeitgefüge hat zumindest zwei grundlegende Parameter. Der Erste wird bedingt durch die Eigenrotation des jeweiligen Heimat-Planeten um seinen eigenen Schwerpunkt. Daraus ergibt sich der Rhythmus von Tag und Nacht. Zum anderen ist das die Umlaufzeit des Planeten um sein Zentralgestirn, die Sonne.

Auf der Erde haben wir deshalb ein Zeitmaß entwickelt, das uns allen geläufig ist. Ein ganzer Tag bezeichnet die vollständige Drehung der Erde um ihren eigenen Schwerpunkt. Zudem ist er in eine Tages- und eine Nachthälfte aufgeteilt. Jede dieser Hälften hat zwölf Unterteilungen = Stunden, die zusammen eine Anzahl von 24 Stunden ergeben.

Genau genommen ist das aber nur eine Annäherung. Denn die Erde braucht nur 23 h 56 m 04 s um solch eine Drehung zu vervollständigen, gemessen am Himmelshintergund (der sich in dieser Zeitspanne kaum bewegt). Unser normales Zeitmaß orientiert sich aber an der Sonne. Da diese aber jeden Tag von uns aus gesehen um ca. 1° weiter wandert, dauert ein gesamtes Jahr 365,265 Tage.  Deshalb ergeben sich im Laufe der Zeit Unregelmäßigkeiten in unseren Kalenderberechnungen und jedes 4. Jahr fügen wir einen ganzen Tag in unserer Zeitrechnung hinzu, um das wieder auszugleichen. Bezogen auf die siderische Erdrotation dauert ein Jahr aber  366,256 Tage, ein ganzen Tag länger als wir üblicherweise rechnen.

Innerhalb dieser Zeitspanne, einem Jahr, erleben wir dann all die klimatischen Veränderungen (je nach Standort), die wir in den Abschnitten der Jahreszeiten zusammen fassen.
Diese beiden Zeiteinheiten, der Tag und das Jahr sind die wichtigsten Zeitmarker. Sämtliche Kalender- und Zeitmessungen auf unserem Planeten orientieren sich an diesen beiden Größen und sie bestimmen zum großen Teil die Abläufe in unserem Leben.

Das Verhältnis zwischen Tag und Jahr spielt in unserem Zeitempfinden ebenfalls eine sehr große Rolle. Natürlicherweise gehen wir davon aus, dass diese Erdzeit ein universeller Maßstab wäre. Aber selbst auf die wenigen, anderen Planeten in unserem Sonnensystem bezogen, lässt sich schnell aufzeigen, dass dem nicht so ist.

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Wahrheit jenseits der Rationalität

Astrologie ist anders. Sie umfasst Himmel und Erde gleichzeitig. Ihre Bilder beziehen sich oft auf Unnennbares, ohne auf den Bezug zur Realität zu verzichten. Letztlich beschreibt Astrologie Leben sogar umfassender, als viele andere Wissenschaften. Immer wieder bricht sich an ihr - vielleicht gerade darum - die Kritík der Skeptiker. Einerseits ein Problem unterschiedlicher Weltbilder, die jene situierte, übliche Forschung selten akzeptiert. Andererseits auch eine Frucht der Tatsache, dass es für den Großteil der Wissenschaftler wohl immer noch unverständlich scheint, wie aus der damals hoch respektierten Astrologie in alten Zeiten zahlreiche der bekanntesten Namen der Wissenschaft hervorgegangen sind. Ohne sie war Forschung nicht denkbar. Aber das ist lange her. Die Folgen sind dagegen sehr heutig. Über diese mindestens zwei Welten, die miteinander kollidieren, hat Mag. STEFAN HOFBAUER aus Wien (Astrologe und Gestalttherapeut) in seinem Blog Hofasto einen Artikel geschrieben, den Loop! hier im Original veröffentlichen möchte. Was passiert, wenn Logos und Mythos aufeinander treffen?

"Die Hebräer gossen sich ein goldenes Kalb, das sie anstelle Gottes anbeteten (Ex, 32), Sinnbild für etwas Äußeres, Materielles, das uns keine Erfüllung geben kann, sondern unser Leben sinn-entleert. Auch wir tanzen um zahlreiche goldene Kälber. Sie heißen heute Wissenschaft, Wirtschaftswachstum, Fortschritt oder Wohlstand. Und diese Bilder, die wir uns machen, lassen uns seelisch immer mehr verarmen. Die Wissenschaft glaubt heute ernsthaft, dass irgendwann alles erklärbar sein wird, alles verstehbar und damit kontrollierbar. Die Welt der Märchen und Mythen wird als primitiver Aberglaube abgetan und für billiges Amüsement in Fernsehshows und Hollywoodfilmen missbraucht. Dabei verraten uns gerade Mythen oft mehr über das Wesen des Menschen als die Wissenschaft es jemals könnte. Und vielleicht ist es deshalb kein Zufall, dass vielen sehr materialistisch und rational orientierten Wissenschaftlern die Astrologie ein solches Ärgernis ist.

Denn mit ihrem so gänzlich anderen Zugang zum Menschen und zur Welt, passt die Astrologie scheinbar nicht in unsere Zeit. Und aus ihrer Sicht haben diese Wissenschaftler Recht. Auch wenn da und dort ein paar Studien gemacht wurden, die den Wahrheitsgehalt astrologischer Behauptungen statistisch zu belegen scheinen, ist die Astrologie dennoch keine Wissenschaft, sie ist nicht rational erklärbar, sie ist nicht beweisbar und aus wissenschaftlicher Sicht sind ihre Aussagen ausgesprochen widersprüchlich. Nach mehr als 15 Jahren intensiver Beschäftigung mit der Astrologie wage ich sogar zu behaupten, dass ein Astrologe, der wissenschaftlich sein möchte oder wissenschaftliche Beweise anzuführen versucht, sich nur lächerlich machen kann.

Warum aber gibt es dieses Ärgernis in unserer aufgeklärten Welt? Warum beschäftigen sich immer mehr Menschen mit Astrologie? Und warum tun das oft gerade sehr gebildete und intelligente Menschen? Aus eigener Erfahrung kann ich z.B. berichten, dass ich noch kaum eine Fortbildung für Psychologen besucht habe, wo nicht gut die Hälfte der Anwesenden sich für Astrologie interessiert hätte, wie ich aus zahlreichen Pausengesprächen schließen konnte. Könnte das etwa damit zusammenhängen, dass viele, und ganz besonders intelligente und sensible, Menschen heute spüren, dass mit unserem Weltbild etwas fundamental nicht in Ordnung ist?

Wenn ich nur von mir selbst spreche, hat mir die Astrologie eine Tür zur Welt der Mythen eröffnet. Betrachte ich ein Horoskop, so werden für mich die mit den Planeten verbundenen Mythen lebendig. Ich sehe dann beispielsweise den Gott der Unterwelt wie er mit der Göttin der Schönheit in Dialog tritt und lasse die Bilder sich vor meinem inneren Auge entwickeln. Auf diese Weise gelingt es mir häufig, Sachverhalte und Entwicklungen von innen heraus zu spüren, die rein rational nicht so einfach zu verstehen oder zu erklären wären. Nichts anderes geschieht in der Psychotherapie, wenn plötzlich Bilder und Gefühle in mir auftauchen, die Konflikte und Schwierigkeiten des Klienten oft besser erklären als 1000 Worte. Nicht wenige Kollegen haben mir ähnliche Erfahrungen berichtet.

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Fussballzauber und Zeithorizonte

„Ein Spiel dauert 90 Minuten…“
Sepp Herberger

„...und jede Minute hat eine andere Farbe.“
Meta

Prognosen und andere Verdächtige

Wenn man als Astrologe Prognosen macht, erwartet der Rest der Welt meistens kleine Wunder. Nämlich klare Aussagen, was genau wo passieren wird. Wenn das möglich wäre, würde das aber zweierlei bedeuten. Zum einen müsste Zukunft in ihrer Erscheinungsform zu 100% festgelegt sein. Verschiedene Wahrscheinlichkeiten oder, im quantenphysikalischem Sinne, gar Parallel-Ereignisse bzw.  –Universen dürfte es dann nicht geben. Auch müsste es keine Rolle spielen, ob zB heute Abend eine Mannschaft hervorragend spielt und die andere schlecht, auf jeden Fall gewinnt die, denen die „Sterne gut gesonnen sind“. Steht quasi schon vor Anpfiff fest.


Zum anderen müsste der Astrologe auch tatsächlich eine „Wundertüte“ sein, die „in die Zukunft blicken kann“.
Um es kurz machen, beides halte ich für ausgemachten Unsinn. Ersteres entspricht in keinster Weise meinen Erfahrungen, das zweite habe ich noch nie erlebt und gäbe es so jemand, wüssten wir es alle. Er oder sie hätte mindestens eine Million Follower bei Facebook, wäre permanent in den Medien präsent und vermutlich eines der reichsten Wesen auf diesem Planeten.

Womit wir hier arbeiten, hat also damit nichts zu tun. Wenn man so möchte, ist es im weitesten Sinne eine Landkarte von astrologisch-relevanten Wahrscheinlichkeiten. Zeit und Zeitpunkte spielen dabei eine große Rolle, Leben und eben auch Fußballspiele werden als dynamisches Ganzes betrachtet, inklusive aller Beteiligten. Deshalb bewerten wir nicht nur das Anfangschart eines Spiels, sondern gehen den gesamten Verlauf quasi in Echtzeit durch.

Tore, Tore, Tore...

In der jahrelangen Forschung und Beschäftigung damit haben sich ein paar erstaunliche Phänomene gezeigt. Bei 430 Toren, die bei der WM 2006, der EM 2008, der WM 2010 und in den bisherigen Vorrunden-Spielen bei dieser Europameisterschaft erzielt wurden, fielen knapp 400 zu Zeitpunkten, an denen astronomisch-mathematische Auffälligkeiten entstanden. Fast immer waren die vier Hauptachsen eines Charts, AC (Schnittpunkt Osthorizont), DC (Schnittpunkt Westhorizont), MC (höchstmöglicher Stand-Süden), IC (tiefst möglicher Stand) beteiligt. Entweder wechselten sie bildlich gesprochen gerade von einem Zodiakabschnitt in den nächsten, oder einer der Planeten (Sonne bis Pluto) stand in einem Abstand von höchstens 2,5° von diesen Achsen entfernt.

Aber auch wenn keine direkten Treffer fielen, hatte eine Mannschaft zumindest das, was man eine 100%ige Chance nennt (Stürmer steht zwei Meter alleine vor dem leeren Tor, schießt aber trotzdem daneben…), Spieler wurden ausgewechselt, gelbe oder rote Karten verteilt etc. Letztendlich vieles, was den Ablauf eines Fußballspiels relevant beeinflusst, fällt in diese Zeitfenster.

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Urania: Die Muse der Astrologen?

In der astrologischen Forschung über "neue" Faktoren finden sich immer wieder interessante "Rollenspieler", die Zusatz-Informationen mit Blick auf verschiedene Spezial-Themen geben, wo die herkömmlichen Planeten nur mit ersten Hinweisen winken. Einer dieser frischen Anzeiger könnte der Asteroid URANIA sein, der schon am 22. Juli 1854 - kurz nach einem Merkur-Uranus-Quadrat von Löwe nach Stier - vom Astronom John Hind entdeckt wurde. Neben FRANK FELBER (inzwischen fast der Altmeister der fliegenden Körper neben den klassischen Faktoren, siehe Link Urania oben) haben sich auch weitere Astrologen mit der Muse der Sternenfreunde beschäftigt. Zum Beispiel Sigrid Niendorf-Lindner in ihrem Blog ASTRO-SALON.

Hier ihre Erkenntnisse zu Uranias Rolle im Radix-Horoskop von Astrologen:

"Wenn Astrologen von der Muse geküsst werden, dann ist es Urania. Urania ist in der griechischen Mythologie die Muse der Sternenkunde. Und damals waren Astrologie und Astronomie noch nicht getrennt. Die Eltern der neun Musen sind Zeus (wer sonst) und Mnemosyne (die Göttin der Erinnerung). Mnemosyne selbst, ist die Tochter von Uranos und Gaia. In den Musen ist der erinnernde Gedanke und der Schöpfergeist der Eltern vereint.

Was verbinden wir mit Musen? Die Künste, die schöne kluge Freundin des Künstlers, sie inspiriert ihn, sie ist seine Muse. Eine Person, die einen anderen Menschen zu kreativen Leistungen anspornt. Musen sind Inspirationsquellen, die dem suchenden Menschen aus seinem gedanklichen Kreislauf reißen und ihm neue Ideen eingeben. Auch Karl Lagerfeld hat eine Muse. Sie ist bei ihm als Muse angestellt und wird dafür bezahlt. Was ist ihr Beruf? Muse! Vom Musenkuss berührt, drängt es einen, diesen Impuls umzusetzen. Vieles was uns inspiriert ist musisch. Musik, eine Geschichte, ein Theaterstück, ein Tanz, ein Gedicht, eine Stadt, ein Mensch, … der Sternenhimmel.

Für Menschen, die der Astrologie zugewandt sind, ist die Muse Urania, Enkelin des Uranus, Inspirationsquelle. Und es fällt auf, dass viele bekannte Astrologen den Asteroiden Urania prominent im Horoskop stehen haben. 

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Gaias beste Freunde: Chaot Cruithne

Letzte Woche war es wieder einmal so weit: Asteroiden-Alarm. Zwei relativ kleine Gesteinsbrocken hatten sich der Erde so weit genähert, dass eine Kollision nicht auszuschließen war. Viele dieser Erdbahn- Kreuzer sind so winzig, dass man sie selbst mit Hilfe der heutigen Technik oft erst entdeckt, wenn sie schon fast an uns vorbeigerauscht sind. Von den wenigsten geht dabei eine wirkliche Gefahr aus, da sie, aufgrund ihrer geringen Masse, den Eintritt in die Erdatmosphäre nicht in einem Stück überstehen würden.

Vor anderen wird gewarnt, weil sie größer sind und weil ihre Umlaufbahnen zumindest die Möglichkeit einer Kollision offen lassen. Ein bekanntes Beispiel dafür ist Apophis. Einige Jahre gingen Forscher davon aus, dass Apophis 2029 auf der Erde einschlagen könnte und mit einem geschätzten Durchmesser von 270 Metern erhebliche Schäden verursachen würde. Es war die Rede von über hundert Meter hohen Tsunamis und ähnlichen Katastrophen-Szenarien. Mittlerweile hat die NASA ihre Berechnungen aber korrigiert, demnach ist die Gefahr eines „Impacts“ von Apophis gleich Null.

Wie gut dass die Erde aber noch andere, weniger chaotische Begleiter hat. Zum Teil stehen sie seit schon seit Jahr-Millionen an unserer Seite. Unauffällig, aber immer in der Nähe. Einer der auffälligsten dieser Freunde soll hier kurz vorgestellt werden, auch weil er aufgrund seiner Bahndaten durchaus astrologische Relevanz haben könnte.

Ein seltsamer Chaot - Cruithne

Mit rund 5 Kilometern Durchmesser zählt Cruithne zu den größten erdnahen Objekten (zum Vergleich: Vesta hat einen Durchmesser von 516 km). Er wird immer wieder auch als zweiter Mond der Erde bezeichnet, wobei seine Bahndaten ihn aber eher als Bindeglied zwischen Erde und Sonne ausweisen. Er war auch der erste der entdeckten Asteroiden, dessen mittlere Umlaufbahn einem siderischen Jahr entsprach. Eines der Phänomene, die dadurch entstehen, ist sein relativ konstanter Wechsel über den tropischen Frühlingspunkt des Tierkreises. In den nächsten zehn Jahren wird Cruithne jeweils zwischen dem ersten und fünften Mai auf 0° Widder stehen.

Diese Genauigkeit im Durchlauf durch den Zodiak kennen wir sonst nur von der Sonne. Und das mag ein erster Hinweis auf etwaige Deutungs-Möglichkeiten sein. Seine Durchlaufgeschwindigkeit durch einzelne Zeichen variiert aber extrem. Für die Wanderung durch Fische, Widder und Stier benötigt er fast fünf Monate, die restlichen neun Zeichen durchrast er dann in knapp sieben Monaten.

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Astro-Logics II: Was ist Zeit?

„Es gibt ein großes und doch ganz alltägliches Geheimnis. Alle Menschen haben daran teil, jeder kennt es, aber die wenigsten denken je darüber nach. Die meisten Leute nehmen es einfach so hin und wundern sich kein bisschen darüber. Dieses Geheimnis ist die Zeit.“

Michael Ende in „Momo

Warum erscheint uns Zeit so ungreifbar? Als wäre sie lediglich eindimensional  messbar, etwas nebulöses, dass es zwar gibt, aber keinesfalls so „wirklich“ ist, wie all die Formen, Farben, Klänge und Düfte, die wir als Teil des Raumes wahrnehmen. Deutlich und sichtbar.

Warum können wir Zeit nicht genauso klar und eindeutig erkennen? Nun, vielleicht hat das lediglich mit unserer Perspektive von Raum zu tun, mit einer automatischen Zuordnung von bestimmten Ausdrucksformen von Wirklichkeit, die wir irrtümlich mit Raum im Sinne von Struktur, Festigkeit und Materie verbinden. Womöglich liegt es einzig daran, dass wir alles, was wir wahrnehmen, dem Raum- und Form-Aspekt von Raumzeit zuordnen und deswegen nichts mehr für den Zeitaspekt übrig bleibt.

Denn wenn wir allgemein von Wirklichkeit und Realität sprechen, meinen wir in aller Regel den „dinglichen“ Aspekt unserer Wirklichkeitserfahrung. Das was wir greifen können, mit unseren Händen und unseren Sinnen. Dieser Aspekt von Wirklichkeit erscheint uns aber nicht nur einfach als Form und Struktur, sondern in ihm finden wir auch Eigenschaften wie Festigkeit und Stabilität.

Der Raum mit all seinen formgebenden Elementen stellt also für uns das eigentlich „Wirkliche“ dar, während wir dem Zeitaspekt lediglich das Vorübergängliche und Flüchtige zuordnen.
Aber schon alleine in dem Begriff Wirklichkeit versteckt sich eine andere Bedeutung. Denn wirklich kommt von Wirken, etwas wirkt oder wird bewirkt. Es dreht sich hier also mehr um eine Handlung, etwas Bewegtes oder Bewegendes, nicht um statische Strukturen.
Wirken und Handeln erfahren wir aber nur im Zusammenhang mit dem Vergehen von Zeit. Jede Bewegung bedingt eine Abfolge von einzelnen Schritten, die wenn sie durch unser Zeiterleben miteinander verbunden werden, dann erst als Wirkung und Ergebnis in Erscheinung treten. Ohne Zeit also hätte niemals ein Universum entstehen und sich entfalten können, kurz gesagt – all die wunderbare Vielfalt der Form wäre schlichtweg ohne dieses Zeitkontinuum nicht existent.
Aber auch das, was uns an der dinglichen Wirklichkeit so fest und stabil erscheint, hängt in großen Teilen von der Relativität unseres Zeiterlebens ab.

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Eine Stecknadel im Heuhaufen

Richard Vetters "Astro-Analyse"

Pop-astrologische Haus-Apotheken gibt es wie Sand am Meer. Gute Astrologen fassen so etwas gemeinhin nur mit spitzen Fingern an. Sinn ins eigene Horoskop hineinzubasteln, indem man sich auf Koch-Rezepte verlässt, bleibt erst mal das Hobby derjenigen, die gerade erst einsteigen. Sie konsumieren gern Gebrauchsanweisungen wie: Sonne in X oder Jupiter in Y machen fröhlich und stark. Meist stellt sich aber - beim Weiterleben - leider doch kurzfristig heraus, dass alles ganz anders ist.

Wenn nämlich Sonne in X oder Jupiter in Y sich wieder genau so trübselig oder schwächelnd aufführen, wie schon vor dem Lesen. Da braucht es Autoren, die es anders machen. Anders können. Weil sie in ihrer Arbeit eben nicht an den winschnittigen Oberflächen einer Breiten-Astrologie kratzen. Und dort hart am Wind des Trends segeln und lässig werden, nur um zu verkaufen.

RICHARD VETTER, Offenburger Astrologe und hervorragender Theoretiker wie Praktiker, ist so einer, der es anders kann. Er hat eine ganz frische Art von fundierter Zusammenstellung gewagt, die trotzdem auch für "Newbies" schlüssig ist. Der astrologische Ritt auf der Rasierklinge der Kategorien löst sich bei ihm völlig auf, obwohl er Ordnungen nutzt. Aber das allgegenwärtige Risiko, dabei kategorisch zu kurz zu schließen, mündet in seinem Buch "ASTRO-ANALYSE" sogar in einer sehr erweiternden Freiheit vom Festlegenden. Dieses spezielle Projekt Publikation verbindet damit endlich einmal die Einfachheit von Zuordnung mit dem scharfen Blick in die Tiefe astrologischer Analogien und psychologischer Archetypen. Es ist anwendungsbezogen, praktisch und analytisch. Es bringt schlicht weiter. Das ist vielleicht das größte Lob. Statt einzuengen, macht der Autor - ganz ohne Gerede oder ständige Seitenschritte - einige, längst zugeschlagene Türen auf.

Damit, dass er Genres verbindet, bricht Vetter auch gekonnt die Tradition der vielen, schläfrigen Rezept-Sammlungen, die sonst mit ihren einfachen Gleichungen astrologisch Interessierten ein X für ein U vormachen und gegen die Fachliteratur mit dem Fokus auf "echter" Astrologie stehen. Sein Buch ist klar in der astrologischen Aussage, deutlich in der Richtungs-Findung und äußerst erhellend in der Erkenntnis. Trotzdem kommt es für Profis und Neulinge gleichermaßen lesbar daher und ist tatsächlich die kleine Reise über und unter die üblichen Horizonte wert. Die berühmte Stecknadel im Heuhaufen, sozusagen.

Wer Näheres über die Grund-Wegweiser des eigenen Charts (Aszendent, Himmelsmitte, Stände der beiden Lichter Sonne und Mond sowie verschiedene, wichtige Aspekte) wissen will, erfährt es hier vom Experten. Nicht nur dicht wie verständlich, sondern genauso so vielschichtig, wie Vetters Arbeiten immer sind. Hier zeigt sich sein großes Talent, vernetzte Zusammenhänge sichtbar zu machen und sie so zu transportieren, dass weder die professionell astrologischen Wurzeln, noch der Überblick auch nur ansatzweise verlorenginge. Im Gegenteil. Besonders für Profis, die ihre eigenen Thesen lieben, dürfte ein Satz des Autors eine gute Erinnerung sein: "Das letzte Wort, die Entscheidung über Richtigkeit oder Unrichtigkeit einer Zuschreibung, liegt in jedem Falle beim Horskopeigner. Dieser ist der Kompetenteste [...], er soll sich emanzipieren von mystischen Orakeln und dergleichen, er soll nichts aufgeschwatzt bekommen!" Daumen hoch. Rundum gelungen.

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Astro-Logics: Zeit und Raum

Die Loop! Serie „Astro-Logics“ richtet sich vor allem an Menschen, die sich dem Thema Astrologie auch auf eine neue Art und Weise nähern wollen. Aus diesem Grund werden darin unter anderem astrologische Basics erklärt, die vielen Lesern höchstwahrscheinlich schon geläufig sind. Dabei geht es aber weniger um die Wiederholung von Erklärungen, die man in jedem Standardwerk über Astrologie nachlesen kann, sondern um neue Perspektiven, Herangehensweisen und Denkanstöße.

Das Interesse für Astrologie entsteht bei den meisten Menschen aus sehr persönlichen Motiven. Oft sind es Lebenskrisen, in denen man Rat sucht. Erklärungen für das, was einem zugestoßen ist oder was einen bewegt. Selten steckt anfangs ein rein akademisches Motiv dahinter, der Wunsch etwas Neues lernen zu wollen, und es im Sinne anderer Wissensbereiche zu studieren. 

Das kommt meist erst sehr viel später, wenn die eigene Erfahrung damit Fragen aufgeworfen hat, von deren Beantwortung auch das Grundvertrauen in das astrologische Model abhängt. So jedenfalls erging es mir und vielen anderen, die ich auf diesem Weg kennen lernen durfte. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schwierig sich die Suche nach Erklärungen für eigene Beobachtungen in späteren Jahren gestalten kann.

Wenn selbst die Grundlagen, die Säulen auf denen das astrologische Haus ruht, in einem geheimnisvollen Nebel bleiben. Deshalb  möchte ich ein paar Überlegungen an den Anfang dieser Reihe stellen. Es ist der Versuch, der alten Dame Astrologie ein modernes Gewand zu schneidern, sie aus dem Nischendasein einer rein esoterischen Tradition heraus zu holen. Denn für mich hat sie durchaus einen gleichberechtigten Platz unter den anderen, gesellschaftlich anerkannten Wissenschaften gefunden. Und deshalb gebührt ihr auch zumindest der Versuch, sie in ein modernes Weltbild einzupassen. Darum geht es in den ersten Teilen dieser Serie.

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Freitag, 3. Juli 2020

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