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Astro-Labor

Das Zeichen Schütze

Mag. Stefan Hofbauer aus Wien (Astrologe und Gestalttherapeut) mit einem ARTIKEL seines Blogs "Hofastro" über die Grundanlagen des Zeichens Schütze.

Spiritualität hat nicht in erster Linie mit veränderten Bewusstseinszuständen zu tun. Sie hat mit einem Heimischwerden im Körper und auf der Erde – mit der Inkarnation des Geistes zu tun. Die Aufgabe besteht nicht darin, aus dem Körper auszutreten, sondern darin, zu erkennen, dass er der Tempel des Heiligen ist. (George Feuerstein)

Am 21.11.2012, um 22:51 Uhr MEZ, tritt die Sonne in das Tierkreiszeichen Schütze. Kalendarisch ist das Zeichen Schütze das letzte Herbstzeichen. Schütze ist ein flexibles (veränderliches) Feuerzeichen, seiner Energie nach männlich und extravertiert.

Im Tierkreis können die einzelnen Zeichen auch jeweils nach ihrer Elemente-Qualität (Feuer, Erde, Luft, Wasser) betrachtet werden. Dabei sehen wir jeweils Ähnlichkeiten, aber auch Unterschiede. So repräsentieren zwar alle drei Zeichen (Widder, Löwe, Schütze) das Element Feuer, inhaltlich sind sie aber doch etwas unterschiedlich. Um klarer zu machen, was hier gemeint ist, ist es hilfreich mit Metaphern zu arbeiten. So könnten wir sagen, dass die Feuerqualität des Widders die eines Strohfeuers ist. Der Widder ist sehr rasch entflammbar, handelt besonders rasch und unmittelbar, verliert aber auch rasch wieder sein Interesse, sobald er einen neuen „Kriegsschauplatz“ findet. Der Löwe ist am besten beschreibbar mit der Qualität eines Herdfeuers. Auch dieses Feuer ist ungemein heiß, aber es hat Begrenzungen, ist nachhaltiger und von längerer Dauer. Beim Schützen schließlich ist das Feuer zwar schon erloschen, aber die Glut ist noch sehr heiß. Der Schütze brennt also sehr lange für eine Sache, seine Begeisterung ist – wie das auch bei der Metapher der Glut der Fall ist – häufig ansteckend.

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William Lilly: Ethik zum Anfassen

"Mein Freund, wer immer du sein magst..." - so beginnt der wahre Vater der englischen Sternenkunde, WILLIAM LILLY, seinen Brief an alle Schüler der Astrologie. In diesem Jahr wäre der Großmeister 410 Jahre alt geworden. William Lilly, Fische-Aszendent mit sechs Erde-Planeten (vier davon, einschließlich Sonne und Merkur, im Stier - siehe auch Radix weiter unten), war immer ein genialer Praktiker und wird auch heute wieder von vielen klassisch arbeitenden Astrologen als geistiger Mentor zu Rate gezogen. Und wenn in diesen schwierigen Zeiten die Astrologie auch immer wieder unter Beschuss gerät, kann es tröstlich, hilfreich und wirksam sein, seine damalige Richtschnur für alle Studierenden der Himmel auf Erden wenigstens einmal gelesen zu haben.

Worin eigentlich schon fast alles an Rat und Grundlagen vorhanden ist, was auch wir heutigen Astrologen in unserer Arbeit gut gebrauchen können. Natürlich spricht Lilly die Sprache seiner Zeit und gebraucht das damalige, sehr dominante Gottesbild. Aber die ethischen Basics haben sich dennoch kaum verändert. Hier deshalb, zum Wochenende, William Lillys Brief in der Übersetzung (für das alt-englische ORIGINAL hier bitte klicken!)    

"An den Astrologie-Schüler. 

Mein Freund, wer immer du bist, der du mit so viel Ungezwungenheit Nutzen aus meinen mühevollen Studien ziehst und und mit dem himmlischen Wissen der Sterne arbeiten möchtest, in dem die großen und bewundernswerten Werke des unsichtbaren, glorreichen Gottes so offensichtlich erkennbar werden. Zuallererst, bezieh bewundernd den Schöpfer ein, sei ihm dankbar, sei demütig, und lass kein natürliche Wissen, wie tief oder transzendent auch immer, deinen Geist dazu bringen, die göttliche Vorsehung und deren allumfassende Bestimmung zu vernachlässigen, dass alle Dinge, himmlische und irdische, sich in ständiger Bewegung befinden!

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Nina Gryphons Wahl-Forschungen

Einsicht per Widder-Ingress 

Ein Crosspost des amerikanischen ANS zum aktuellen US-Wahlthema: 

Ihr erstes Astrologie-Buch las Nina Gryphon im Alter von erst zehn Jahren in ihrer Heimat Tschechoslowakei. Heute, mit 31, ist sie eine international bekannte Astrologin in Chicago, dazu Investorin und Wirtschafts-Anwältin in der High-Tech-Industrie. Ihre Faszination für Astrologie hat nie nachgelassen. Gryphon zog kurz vor der Pubertät mit ihrer Familie nach Seattle, erwarb einen BA, MA und JD-Abschluss in Rechtswissenschaften an der Stanford University in Kalifornien. Sie fuhr aber fort, traditionelle Astrologie zu studieren, auch während ihres Studiums an der juristischen Fakultät.

Zusätzlich zur Arbeit mit Klienten hat sie Kurse über eine Vielzahl von astrologischen Themen gegeben, unter anderem darüber, wie man astrologisch günstige Zeiten für Unternehmen und Investitionen wählt. Ihre astrologische Vorhersagen sind unter anderem bei USA Today erschienen, bei Associated Press, Reuters, der Chicago Tribune, Sina.com, Times of India und anderen Publikationen.

Gryphon hat vor kurzem eine Mundan-Forschungs-Studie beendet, die erfolgreich die Gewinner der US-Präsidentschafts-Wahlen bis 1880 ausweist, mit unheimlicher Genauigkeit. Beim United Astrology Congress (UAC), früher in diesem Jahr, war sie eine von fünf Astrologen einer Experten-Runde, die gebeten wurden, die Ergebnisse für die Präsidentschaftswahlen 2012 in den USA vorherzusagen. Alle prognostizierten, dass Präsident Obama erfolgreich beim Versuch sein wird, vier weitere Jahre im Weißen Haus zu gewinnen.

Bei der Herleitung ihres Ergebnisses wandte Gryphon die gleichen Techniken und Regeln an, die sie schon erfolgreich für frühere Wahl-Voraussagen benutzt hatte – einschließlich Präsident Obamas Sieg 2008. Allerdings glaubt sie nicht, dass die Forschung damit wirklich neue Wege geht. "Im Kern wurden die Konzepte, mit denen man das politische Klima für die Gewinner und Verlierer evaluiert, erstmals schriftlich bereits von den Sumerern vor vier Jahrtausenden niedergelegt und stammen, aller Wahrscheinlichkeit nach, aus noch viel früheren Zeiten," erklärt sie. Die alte prädiktive Technik, die Gryphon benutzt, interpretiert das, was Astrologen als Widder-Ingress kennen. Einfach gesagt, ist das ein Geburtshoroskop oder Radix für die genaue Zeit, in der die Sonne in das Tierkreiszeichen des Widders eintritt. Es kann für jeden Ort auf der Erde, also auch für Washington DC erstellt werden.

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Reine Leere: Sog des 2. Quadranten

Vom Druck der Kreativität:

Mit einem leeren 2. Quadraten geht das Leben häufig so: Ich sitze im Cafe, und lese, natürlich nur, weil sie da ausliegt, die neue Brigitte. Ich erfahre, stricken ist wieder angesagt. „Oh!“ denke ich begeistert und überlege bereits, ob ich unauffällig das beiliegende Heft mitgehen lassen sollte. “Dieser wunderschöne dunkelrote Pullover!“ In Gedanken habe ich die Wolle bereits in den Händen, ich weiß schon jetzt, wie sie sich anfühlen wird, ich habe sie ja schon gekauft, stolz nach Hause getragen, die richtigen Stricknadeln dazu, und diesmal - ja, diesmal werde ich ihn fertig stricken! Ganz sicher... 

Gleich neben meinem Fernseher ist ein bisschen Platz, also, zwischen Fernseher und Wand. Da steht seit ungefähr 3 Jahren eine große Tüte. Darin befinden sich ungefähr 7 Knäuel wunderschöner grün-melierter Wolle und ein angefangenes Rückenteil. Von was, weiß ich noch nicht, ich hatte einfach mal so angefangen. Ich lese keine Strickanleitungen, denn das macht mich fertig, zu viele Details. Des weiteren befindet sich darin eine Häkeldecke, es sollte ein Patchwork-Ding werden, da muss man ungefähr 12 Quadrate von der und der Größe stricken, und dann wäre sie...Ich habe 1,5 Quadrate bis jetzt. Naja, sie liegt darin ja auch erst 1 Jahr. 

An dem Wochenende, an dem ich die Decke angefangen hatte, war ich bei meiner liebsten Jungfrau-Freundin, die Köchin ist, die Jungfrau-Sonne in Haus 5 hat, und selbst eine Kissenhülle am Freitagabend als ich kam, anfing zu stricken, in die sie am Sonntagabend zufrieden ein genau passendes Kissen hineinstopfte. Und seither, also seit einem Jahr, ihre Freude daran hat. Es ist mir ein Rätsel, aber die Welt ist ja voll mit solchen Menschen. Die überlegen sich was, machen das dann und machen es auch zuende! Wenn ich nicht aufpasse, landen in 2 Wochen in der großen Tüte mehrere Knäuel Wolle, dunkelrot und sauteuer. Ich werde also erst mal abwarten, wie lange sich die Idee diesmal hält. 

In meinem Schlafzimmer steht ein Überbleibsel eines Ex-Freundes. Es ist ein E-Piano. Er schenkte es mir seinerzeit, weil er sich ein Neues kaufen wollte und ich als Kind ungefähr 6 Jahre Klavier gespielt hatte und vor ein paar Jahren wieder diese Welle der Hoffnung, Hingabe und Begeisterung durch mich hindurchfloss, bei der Vorstellung, wieder damit anzufangen. Das steht da jetzt auch so an die 6 Jahre. Ich hatte 3 Stücke wieder eingeübt und ab und zu kontrolliere ich, ob ich die noch kann - kann ich, bis heute. Ich musste das damals wohlgemerkt, Klavier spielen meine ich. Nachdem ich Schwimmen, Basketball, Ballett, Tennis und Gott weiß was noch nach je ungefähr einem Jahr spätestens wieder aufgab. Immerzu hatte ich das Gefühl, in dieser Welt irgendetwas Sichtbares herstellen zu wollen, oder doch eher zu sollen oder zu müssen? Warum auch immer, jedenfalls irgendetwas Greifbares tun zu müssen wie andere Leute auch. Und: Es musste gut sein, es musste Bedeutung haben, idealerweise zu irgendetwas Großem führen. Wenn das nicht erkennbar war, dann war zumindest klar, etwas einfach aus Spaß zu tun, war nicht Sinn und Zweck der Angelegenheit. Mindestens der Erwerb von echten Fähigkeiten und der Druck„sinnvoller Freizeitgestaltung“ mussten es sein. Ja, da haben Sie recht, das macht Kindern Laune! 

Fast immerzu stockte das also auf halbem Wege. Ich habe Saturn am IC, in Fische wohlgemerkt. Ich bin ja heute noch froh, wenn ich den nötigsten Alltagskram geregelt kriege und mein Geist sich wieder in Ruhe höheren Aufgaben zuwenden kann und aus der Welt des Tuns flüchten. Ich habe mich ja auch im Verdacht, ohne Probleme in einer Klosterzelle leben zu können, aber erwiesen ist das nicht. Wenn ich Leute zum Essen einlade, koche ich eine halbe bis dreiviertel Stunde, aber dann ist Schluss. Wenn ich irgendwo eingeladen bin hingegen, komme ich aus dem Staunen nicht heraus, was für einen Stress sich die meisten Leute machen: Die Tisch-Deko, die Kerzen, das Menue, die selbstgemachte Mousse-au-Chocolat und der passende Wein und, du meine Güte: „Geht´s denn nicht um das Treffen?“ fragt sich mein vollgepackter 3.Quadrant beklommen und denkt leicht schlechten Gewissens an die Nudeln und die Suppe, die es bei mir vor ein paar Wochen gab. 

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Heliozentrik - mitten im Sein

Manche Menschen sind ihrer Zeit weit voraus. Zumindest in ihren Überlegungen darüber, wie die Welt wirklich beschaffen ist. Einer von ihnen war der griechische Mathematiker und Astronom Aristarchos von Samos. Vor über 2200 Jahren hatte er die verwegene Idee, dass die Sonne der Mittelpunkt unseres Universums ist.

Es dauerte fast 1800 Jahre bis Nikolaus Kopernikus seine Idee aufgriff. Und weitere 150 Jahre bis Johannes Kepler durch seine Planetengesetze das Heliozentrische Weltbild endgültig im Bewusstsein der Menschheit etablierte. Die Sonne, Ursprung und Schöpferin allen Lebens, war fortan das Zentrum, um das sich alles drehte.

Nicht jedoch in der Astrologie. Selbst heute, mit dem Wissen, dass auch die Sonne um den Mittelpunkt unserer Galaxie kreist und selbst die Milchstraße einen fernen Bezugspunkt hat, berechnen wir immer noch den Stand der Planeten aus geozentrischer Sicht. Ein Vorgehen, das sich über Jahrtausende bewährt hat und deswegen auch heute noch aussagekräftig ist.

Trotzdem muss es verwundern, wie selten das heliozentrische Radix in Deutungen mit einbezogen wird. Zumindest als zweites Bezugschart. In einer Zeit, in der es massenweise Literatur über Mini-Planeten und –Asteroiden gibt, werden die Möglichkeiten und Chancen einer sonnenbezogenen Astrologie kaum genutzt. Vielfach mit Hinweis auf die klassischen Werke, in denen Heliozentrik keine Rolle gespielt hat.
Wie auch, denn bis vor kurzem waren Berechnungen darüber, nur versierten Mathematikern und Astronomen vorbehalten. Heute kann jedes Freeware-Programm auf Knopfdruck ein heliozentrisches Bild berechnen. Aber wie jeder Neuerung ergeben sich Fragen, die nicht einfach und schnell zu beantworten sind. Und was soll ein Geburtsbild aus der Sicht eines Himmelkörpers aussagen, auf dem niemand existieren und leben kann. Es keinen Ort gibt, der die Grundlage für die Berechnung eines Häusersystems wäre, keinen Mond mehr als individueller Punkt und selbst das Prinzip des Tierkreis (zumindest des tropischen) ist hier zurecht in Frage gestellt.

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Astro-Logics V: Woher kommt die Zeit?

„Zeit ist eine reale Illusion“.
Albert Einstein

Wenn Einstein recht hat, gibt es im Grunde keine Zeit. Sie ist nur eine Illusion, ein bisschen real zwar, aber eben nicht im wissenschaftlichen Sinn. Wir selbst sind es, die das Phänomen Zeit erschaffen, und damit unserer Wirklichkeit Ordnung und Struktur verleihen.

Folgen wir diesem Gedanken konsequent, dann ergibt sich eine dramatisch andere Sicht auf die Welt und ihre Erscheinungsformen. Nicht nur die Zeit wäre dann eine Illusion, sondern auch alles was an unsere Zeiterfahrung gebunden ist. Ursachen hätten keine Wirkungen, Bewegungsabläufe würde es nicht geben. Nichts verändert sich wirklich, niemand wird zu einem bestimmten Zeitpunkt geboren und stirbt Jahrzehnte später. Es  hätte auch niemals eine Evolution gegeben. Und ohne Evolution keinen Urknall, kein Universum, keine Galaxien, keine Sterne, keine Planeten, kein Leben. Denn jede Entwicklung ist zeitgebunden.

Mit anderen Worten – alles wäre eine Illusion. Nicht nur unser Erleben von Zeit, sondern auch unser Erleben von Raum und Form. Raum und Form könnten dann allenfalls statisch existieren, da aber jedes Modell des Kosmos eine Entwicklung voraussetzt, also Veränderung braucht, könnte man dieses Statische genauso gut als Nichts, als nicht existent bezeichnen.
Nun, dem steht, gedankt sei wem auch immer, unsere unmittelbare Erfahrung entgegen. Welt und Dinge existieren für uns, ebenso das Erleben von Zeit. Wenn wir Einstein folgen wollen, ohne in einem gedanklichen Schwarzen Loch zu landen, müssen wir andere Wege gehen, um eine Erklärung für das Phänomen der Zeit zu finden.

Wenn also Zeit die Grundlage von jeder Entwicklung ist, kann das bezogen auf die Manifestationen von Form und Raum nur eines bedeuten. Alle möglichen Entwicklungs-Zustände von Raum und  Form sind „irgendwie gleichzeitig“ existent (wobei das Wort gleichzeitig hier schon irreführend ist). Sie existieren als eine grundlegende Potentialität mit allen erfahrbaren Möglichkeiten. Erst durch das Phänomen der Zeit werden bestimmte Aspekte dieser potentiellen Möglichkeiten aneinander gereiht. In Abfolgen und zyklischen Mustern, die wir dann zB als Gesetzmäßigkeiten erleben. Der Wandel ist also nichts, was den „Dingen“ immanent innewohnt, sondern zeigt sich nur durch diese Aneinanderreihung verschiedener Ausdrucksformen.

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Das Gespenst der Erlösung

Ein kleiner Lei(d)t-Faden:

Ein Gespenst geht um in Beratungen. Die "Erlösung". Wenn ich als Skorpion-Betonter beispielsweise meine berüchtigte Transformationskraft, statt zu „heben“ manipulierend auf Teufel komm raus einsetze und damit für beträchtliche Angst-Transpirationen im Umfeld sorge, bin ich plötzlich: unerlöst. Sollte der Neptuniker, statt (wie es sich gehört) still im Elfenbeinturm an der Erleuchtung zu basteln, doch lieber gröhlend Trinken bis zum Abwinken (ist einfacher!), hat auch ihn das Unerlöste des Tierkreiszeichens im Griff. Selbiges gilt für uranisch-kindische Störer oder Dauer-Rebellen gegen alles, was Saturnisch daherkommt (und sich wiederum - unerlöst - als chronische Aufschieberitis oder Außen-Blockaden zeigen kann).

Bei allen Anlagen geht man schlicht am liebsten den einfachen, gewohnten Weg. Dann wird es unter Umständen Seitenhiebe vom wohlmeinenden Berater hageln: So geht es nicht. Sieh ein, dass du selbst all das verursachst, projizierst oder sogar verschuldest! Ergebnis: Klient verschreckt, Beratung daneben. Solche esoterischen Ansätze auf eigene oder fremde Beschäftigung mit Astrologie anzuwenden, kostet allerdings nur Zeit, verursacht Traumata und berührt eine „Ethik", die vergißt, vor lauter gutem Willen das Wollen und Können der Betroffenen im Blick zu behalten. Ob meine astrologische Auslegung nun mich selbst oder andere betrifft, wir alle wollen da abgeholt werden, wo wir sind. Nur das kann nämlich helfen.

Aber es steckt ein wahrer Kern darin: Das Prinzip der Pole in allen Ausdrucksformen des Zodiak. Jedes Ding hat mindestens zwei Seiten, auch Analogien in der Astrologie. Ploppt also im Radix oder bei Transiten ein dominantes Prinzip massiv an die Oberfläche, zeigt es häufig zuerst seine negative Seite. Die „unerlöste“ Form, wie sie bei Esoterikern zuhause genannt wird. So platt übernimmt allerdings nur „Astro light“ (analog Cola light), wo eigentlich ein Superlativ der aufkommenden Energieform, die das persönliche Zeitklima prägt, gemeint ist. Wie es eigentlich – spontan und natürlich – nur in Glanzstunden vorkommt – im Alltag dagegen eher gar nicht. Viel bekannter ist jene reflexhaft negative Ausdrucksform der getriggerten Prinzipien. Sie macht oft aufmerksam auf Konflikte und das, was jetzt stört, damit es dann verändert werden kann. Jede „unerlöste“ Form, in der Planeten-Prinzipien sich zeigen, ist also nur ein notwendiger Weckruf. Nichts ist falsch daran.

Veränderung passiert selten über ein knallendes „Es werde Licht!“. Geschweige denn über den Modebegriff der Erlösung, die „Licht-Arbeiter“ als persönliche Verantwortung für alles im Umfeld sehen. Was leicht in Schuldzuschreibungen gipfelt: Ah, du lebst den erlösten Anteil nicht, bitte etwas mehr Arbeit! In der Astrologie geht es aber um Erkenntnis und darum, dass Anlage besser zur Ausübung passt. Damit möglichst wenig dramatische Aufrufe aus dem Außen kommen müssen, um eine neue,notwendige Lebens-Ausrichtung anzuzeigen. Da hat Schuld nichts zu suchen. Die gute Nachricht: Ja, es gibt eher positive und eher negative Formen von Ausdruck beteiligter Energien. Und man kann sie außen oder innen erleben. Darauf gibt es für jeden einen gewissen Einfluß. Hier ein kleiner Kompass, wie man anfangen kann...

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Astro-Logics IV: Es leuchtet

Neulich in einem Forum.
User A:  „Also das mit dem Merkur und seinem Gravitationseinfluß ist Quark, da hat deine Freundin ja einen größeren auf dich.“
User B: „Heisst das, daß meine Freundin das Raum-Zeit-Gefüge stärker krümmt als Merkur? Ich hatte schon so was geahnt…“

Nein, Planeten haben keinen Einfluss. Jedenfalls keinen direkten. Können sie gar nicht, weil die mess- und spürbaren Gravitationseffekte auf mich und meinen Körper kleiner sind, als die meiner Freundin. Wäre es anders hätte ich mich vermutlich in einen Stein verliebt. Von der Größe Merkurs. Nein, ich bin sehr froh darüber, dass meine Freundin eine größere Anziehungskraft auf mich hat als Venus.

Nur – darum geht es hier nicht.

Es geht um eine These, die immer wieder von Menschen, die an die reine Kraft der Logik und des Verstandes glauben, von anderen Menschen gefordert wird. Die daran glauben, dass Astrologie eine Wahrheit zum Ausdruck bringt, die bisweilen zwar schwer nachvollziehbar, nichtsdestotrotz aber erfahrbar ist.
Der Streit darüber ist wahrscheinlich so alt wie die Erfindung des Rades, wenn es diese denn je gab. Ich vermute ja eher, das die ersten Vorfahren, die einen runden Stein zur Erleichterung bestimmter Vorhaben benutzten, auch keine Ahnung hatten, warum das Runde dafür bessere Dienste leistet als das Eckige.
Es war ihnen, vermute ich wirklich, schlichtweg egal, es hat einfach funktioniert. Und darauf gekommen sind sie nicht durch ausgefeilte Berechnungen und Überlegungen, sondern durch einfache empirische Beobachtungen. Es rollt. Heureka.

Ähnlich war es mit der Astrologie. Dort oben ein leuchtender Wandelstern vor einem fixen Sternenhintergrund, hier unten prügeln sich wieder einmal die benachbarten Stämme um die ewigen Jagdgründe.

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Die drei Furien

Neid, Zorn, Rache, Vergeltung und das Gefühl, unaufhörlich vom Schicksal gepeinigt zu werden. Dieses Schreckensszenario findet sich in den drei Erinyen oder Furien der griechischen Mythologie wieder.Zum einen galten sie als Rachegöttinen, die zusammen als Einheit angerufen werden konnten, zum anderen waren sie aber auch Bewahrerinnen der sittlichen Ordnung.

Mit diesem Thema und dem Bezug zu den gleichnamigen Asteroiden hat sich Birgit Braun umfassend beschäftigt. Eine Reise in die Unterwelt, leicht gekürzt jetzt im Astrolabor. Der vollständige Artikel findet sich auf ihrer Webseite Starfish.

Die Erinyen (Furien) Alekto, Megaira und Tisiphone waren in der griechischen Mythologie drei Göttinnen der Unterwelt, die Verbrechen gegen die natürliche Ordnung rächten. Dabei ging es hauptsächlich um Mord, respektloses Verhalten, Verbrechen gegenüber den Göttern und Eidbruch. Ein Opfer solcher Verbrechen, das Gerechtigkeit forderte, konnte den Fluch der Erinyen auf den Übeltäter herabrufen. Mit diesem Akt bindet sich das Opfer an den Täter, wodurch ein sich ständig wiederholender Kreislauf von Vergeltung und Wiedergutmachung entsteht. Am mächtigsten war der Fluch von Vater oder Mutter auf das Kind, denn die Erinyen selbst entstanden aus solch einem Verbrechen, da sie aus dem Blut des Gottes Uranos entsprangen, nachdem dieser von seinem Sohn Kronos entmannt und damit seiner Schöpferkraft beraubt wurde.

Der Zorn der Erinyen zeigte sich auf vielfältige Weise. Am schwerwiegendsten war er, wenn ein Vater- oder Muttermörder mit Wahnsinn gepeinigt wurde. Mörder konnten mit Krankheit bestraft werden. Ein Volk, das einem Mörder Unterschlupf gewährte, konnte mit Hungersnöten, Krankheiten und Epidemien bestraft werden. Nur mit Reinigungsriten und der Erfüllung von Bußaufgaben konnte der Zorn der Erinyen besänftigt werden.

Die Rache-Göttinnen waren Dienerinnen des Hades und der Persephone in der Unterwelt, wo sie die Peinigung jener Verbrecher beaufsichtigten, die dem Tartaros, der Hölle der Verdammten, übergeben worden waren. Die Römer kannten die Erinyen als die drei Furien.

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Freitag, 3. Juli 2020

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