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Die Nächste, bitte: Plagiatorheiten

Wann kommt das PlagPlag?

Es bricht einem langsam ja doch das Herz: Alles kommt raus. Aber was daran wahr ist, bleibt trotzdem im Halbdämmer. Bislang ist es nicht gleich der gesamte Netz-Organismus namens Schwarm-Intelligenz, der das neuste, mutmaßliche Plagiat enttarnt, sondern nur irgendjemand, dem irgendwas aufgefallen ist. Das er dann natürlich bloggt. Und schon gehen irgendwo anders alle Warnlampen an. Saturn neigt in der Waage zu öffentlichkeits-wirksamen Entwertungen, Uranus im Widder zu Verfolgungen, Neptun in den Fischen zu Outings und Pluto im Steinbock zu Wiederholungen. Der Trend zum Plagiat ist ausgerufen und vervielfältigt sich selbst. Kurz: Keiner traut keinem mehr.   

Wieder ist das "Opfer" (oder die Täterin - wer weiß das schon noch?) ein Klassiker aus der Reihe "Saturn und Pluto schlagen zu!". Annette Schavan, ausgerechnet Bundes-Bildungs-Ministerin, bietet sich als aktuelle Fackelträgerin der Plagiats-Bewegung an. Nur diesmal von der anderen Seite. Sie kritisiert es nicht, sie soll es getan haben. Ihr Krebs-Mars steht unter Pluto-Eindruck (Opposition - die macht wütend), ihr Waage-Neptun wird von Saturn besucht (Konjunktion - die macht Verdrängtes dingfest). Wozu offensichtlich auch  Diffusitäten wie - möglicherweise - nicht ganz astrein aufgelistete, geschriebene oder "verschleierte" Stellen in ihrer Doktorarbeit gehören. Das behauptet jedenfalls jener Anonym-Blog, der sich einfallsreich und völlig unplagiatorisch "SCHAVANPLAG" nennt. Dort agiert ein "Ich"-Erzähler, der allerdings nicht, wie etwa in früheren Zeiten, als armer Spinner gehandelt wird. Sondern gleich Schlagzeilen macht. Wie gesagt, Plagiieren boomt. Und Denunzieren auch. Aber das ist eine ganz andere Geschichte. Was ist nun astrologisch dran an der Causa Schavan?

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Schwulen-Hatz: Nur Blech reden...

Ja, es ist Zeit, mal eine Lanze zu brechen. Für alle, die immer noch unter Pluto-Uranus-Quadrat in Berührung zu persönlichen Planeten stehen. Nur nicht für Dieter Blechschmidt. Bei Pluto-Transit auf Sonne setzt man sich ja gern mal in die Nesseln. Wenn's passt, auch mit moralischem Fanatismus. Softies sind da schon zu Hynänen geworden und CDU-Abgeordnete zu scharfen, medizinischen Diagnostikern.

Jüngstes Paradebeispiel: Eben jener christlich orientierte Abgeordnete aus dem Rat der idyllischen Stadt Plauen. Nach ihm kräht wohl sonst eher kein Hahn. Bis Skorpion-Herr tätig wird. Und einen kräftigen Anschub Richtung "Ich bin aber auch wichtig!" gibt. Das kann dann recht zwanghaft wirken, wenn sich zudem noch ein angeblich so friedliebender Waage-Mars in der Zange befindet. Dann heisst es: Immer schön Hossa! mit den jungen Pferden. Dabei kommt dann so etwas heraus:

„Natürlich können Schwule und Lesben zunächst mal nichts für ihre Krankheit und niemand darf sie dafür verurteilen, doch eine Krankheit sollte nicht zur gesellschaftlichen Normalität erhoben werden.“

Aber ja doch! wo leben wir denn? Etwa im 21. Jahrhundert? Und gegen wen ging das Ganze? Natürlich gegen einen offen und sozusagen amtlich erlaubten Homosexuellen. Das geht natürlich einem amtlich kaum wahrgenommenen Hetero gegen den Strich. Ein echter Maßstab für Steinbock oder Saturn. Also muss Guido Westerwelle als Zielscheibe her. Der sich jüngst noch gegen ganz ähnliche Ansichten des weissrussischen Präsidenten Lukaschenko zu wehren hatte. Welcher wiederum, mit Venus-Neptun, eine ähnlich nette Waage-Anlage wie Abgeordneter Blechschmidt im Angebot hat. Wo Lukaschenko mit Jungfrau-Sonne aufwartet, steht bei dem weltgeschichtlich nur unmaßgeblich unwichtigeren Blechschmidt aber der Mond. Eigenartig. Da muss astrologisch irgendwo ein Nest von Schwulen-Feinden angesiedelt sein. Pluto im Steinbock im Trigon zu der Mars-agitierten Jungfrau fischt eben jedes angreifbare Klischee aus der Ursuppe, das irgendwo frei herumschwimmt.

Aber Abgeordneter Dieter Blechschmidt wird tatsächlich noch einen Zacken heftiger als der bekennende Westerwelle-Feind Lukaschenko: „Wie soll ein Schwuler Deutschland in Arabien repräsentieren, wenn dort Homosexuellen die Todesstrafe droht?“ Soweit die christdemokratische Stimme von Plauen. 

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Die Welt als herrliches Kriegs-Spiel

Anlage + Auslösung = Gamer + Game

Es ist schön, es ist geheimnisvoll, es ist bunt. All das, was das Leben für viele Kids heute auf den ersten Blick nicht mehr zu sein scheint. Es ist: Ein Spiel. DAS Spiel. Geboren im November 2004, mit einer visionären Schütze-Sonne, im genauen Quadrat zu Uranus in den Fischen. Darin der Kick des Seins, der die ewigen Projekte liebt, das Ansteuern, Sehnen und Aufgehen im Abenteuer, im Weg. Nie im Finden. Passenderweise geht es dabei um eine Heldenreise, den Kampf um viel, um mehr, um alles. Beim Spiel, das auch ein Attentäter namens Breivik gespielt hat. World of Warcraft. Nächtelang, online, in Echtzeit, mit Grippen anderer. Bis er gar nicht mehr schlafen konnte.

Die einen machen pro Jahr eine Milliarde Dollar Umsatz damit, die anderen (genauer gesagt, eine Community aus weltweit über zehn Millionen Abonnenten) buchstäblich Konkurs. Weil sie ihr Leben häufig später mit jenem Kriegs-Schauplatz verwechseln, an dem sie Tag für Tag so unendlich groß sind und um Profil, Anerkennung und neue Risiken kämpfen. WORLD OF WARCRAFT ist vielleicht das Online-Game mit dem größten Suchtfaktor überhaupt. Mars-Neptun-Quadrat im Radix, von Skorpion nach Wassermann. Ein Merkur-Pluto. Fanatisierend. Fanatisch. Fixiert. Kein Fokus mehr, außer dem. Das Greifen nach Kategorien. Tausende haben das erlebt.

Fantastische Weiten im Angebot, bis einem am Ende die Realität weniger wirklich vorkommt, als die Abenteuer, die man da, in einer neuen Fantasy-Heimat namens Azeroth erlebt. Stunde um Stunde. Zwischen den "östlichen Königreichen" und einem Kontinent namens "Kalimdor". Ganz, ganz Junge durchwandern diese mystischen Welten, aber auch die Alten. Menschen haben ihre Jobs verloren deshalb. Keine Übertreibung. Auch Anders Breivik, der Mann, der die Insel Utoya zum Synonym für ein unglaubliches Drama machte, hat World Of Warcraft gespielt, das seine Anhänger weltweit liebevoll WoW nennen.

Jenes faszinierende Computer-Positiv einer Welt, in der die Helden sonst leider nie garantierbar siegen. Und Verlierer selten so viele Nischen finden, wie man in diesem Spiel aller Spiele immer entdecken kann. So lang einer nur nur schlau genug, erfinderisch, schnell, gruppen-konform und von einer Idee des gemeinsamen Andersseins besessen ist. Sonne-Uranus-Quadrat eben. Der Aspekt, den auch Anders Breivik im Chart hat. Passend zum Spiel. Über ein Jahr lang hat er - wie viele WoW Spieler - nur geschlafen, um danach wieder zu spielen. Das erzählt er im Verfahren. Stolz. Erst WoW, dann "Call of duty". 16 Stunden am Tag. Eine uranische Anlage, die viele mit ihm teilen, die eigentlich Herausforderungen der Umwelt benötigen würden. Mit diesen Übungsfeldern wollte er sich auf seine "Mission" (Schütze) vorbereiten. Den Druck des Quadrats zwischen Wassermann und Skorpion ablassen.

Das mit der Vorbereitung sagt Breivik im Prozess. Den nennt er "ein Bonusspiel". Seine Morde "die ersten beiden Runden". Einer, der auch durch Spiele wie World of Warcraft das Augenmaß völlig verloren hat. Ein Phänomen, mit dem weder Sozialforscher, noch Medien einen Umgang finden, die andererseits die Trends heiligen, die beim Pluto im Schützen entstanden. Sie loben sie als progressiv. Sie beschuldigen sie. Wenn so etwas wie Utoya, wie die Übertragung eines Fantasiekosmos auf die Realität, dann passiert. Als hätte es keiner kommen sehen.

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Der König ist tot, es lebe der König

Frankreich wählt am ersten Sonntag im Mai einen neuen Präsidenten. Der quirlige Nicolas Sarkozy möchte gerne zum zweiten Mal in den Präsidentenpalast einziehen, sein sozialistischer Herausforderer Francois Hollande ist auf dem besten Weg, das zu verhindern.

Es ist ein klassischer Kampf zwischen zwei Archetypen, Sonne tritt an gegen Uranus, Löwe gegen Wassermann. Und es ist eine verkehrte Welt, nicht der Sozialist Hollande steht für das uranische Prinzip von „Liberté, Egalité, Fraternité“, nein, als zukünftiger „Sonnenkönig“ verkörpert er das alte Frankreich des „L 'etat c 'est moi“. Diese Rolle hätte der bisherige Amtsinhaber nur allzu gerne ausgefüllt und er hat viel dafür getan.

Doch in der Wahrnehmung „seiner“ Untertanen blieb Sarkozy meist eher ein Möchtegern-Napoleon, zu sehr auf sich fixiert, zu unberechenbar, zu wenig volksnah. Selbst die Ehe mit Carla Bruni brachte nicht den Glanz - Effekt, den er am Sonntag benötigen würde, um die Stichwahl gegen seinen Herausforderer zu gewinnen.

Prognosen sind selten einfach, bei dieser müssen viele kleine Details zusammengetragen werden, um zu einem Ergebnis zu kommen. Denn betrachtet man nur die beiden Kontrahenten im Vergleich zu den Konstellationen des Wahlabends, zeigt sich kein klares Bild.

Bei Sarkozy findet sich kein „Winner“-Aspekt. Zum Vergleich – bei seiner ersten Wahl 2007 hatte er zumindest T-Mars exakt im Trigon zu seinem Jupiter. Diesmal sorgt lediglich der Mond für einen Hoffnungsschimmer. Ansonsten spielt sein Sonnen-Herrscher Uranus die dominante Rolle bei allen Auslösungen. Das kosmische Überraschungs-Ei läuft in die Konjunktion zu seinem Widder-Mond und ins Sextil zur Wassermann-Sonne. Man wäre geneigt, das als Surprize-Effekt zu deuten, und ihm  - trotz aller anderslautenden Tendenzen - einen hauchdünnen Sieg zu prophezeien.

Sein eigener Uranus steht jedoch massiv unter Druck, Saturn und Merkur in ihrer Mundan-Opposition werfen ein hartes Quadrat darauf, das Saturn in den nächsten Wochen auch noch auf Jupiter ausdehnt. Schließlich wird auch das mundane Pluto-Quadrat zu Sarkozys Mond-Mars Konjunktion wieder scharf – all das zusammen, spricht zwar von großen Veränderungen, aber eher im Sinne einer schwierigen und ungewollten Umstellung. Sollte er also wider Erwarten im Amt bleiben, wird selbst das alles andere als ein fröhliches und unbeschwertes „Weiter-so“.

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Alles sah nach einem Glücksjahr aus

Biografie: Die zwei Leben des Samuel Koch

Er war immer ein Junge, der alles wollte, der vieles konnte. Ein Mars-Uranus-Quadrat von Jungfrau nach Schütze wird weit gehen, hoch springen, endlos tun und umsetzen. Es findet aus sich heraus selten ein Ende. Es braucht Veränderung. Es beschreibt Anpassung, der Rebellion entgegensteht. In einem einzigen Menschen. Auch in Samuel Koch. Jetzt kommt seine BIOGRAFIE heraus. "Zwei Leben".

Das erste Dasein war davor. Eine Waage-Sonne mit genauem Neptun-Quadrat, im ewigen Run gegen jene "Rollen-Konkurrenz", die dieser andere, wichtige Aspekt in Kochs Chart mitbringt. Besonders für einen Mann haben beide Konstellationen auch mit dem Väterlichen zu tun. Er will, soll, muss überholt werden. Man hat aus seinem Milieu zu springen. Man kann ihn überrunden. Und will ihm doch immer ein Denkmal setzen. Die anderen Männer, mit denen man konkurriert, werden zu Vater-Archetypen in der eigenen Seele. Ewiger Zweiter sein? Nein. Dennoch lässt einen etwas häufig im Sprinten steckenbleiben. Bei Samuel Koch war es jener Tag, der 4. Dezember 2010. Um 20.39 Uhr stand er vor Fernsehkameras und sprang in sein zweites Leben.

Samuel Kochs Beschreibungen in seiner Biografie lesen sich wie eine Bilder-Geschichte zu den astrologischen Hintergründen, die zu dem Unfall führten. Das Problem, dass "die volle Konzentration nicht so richtig gelang". Seine dirigierte Sonne (Kochs Chart mit den Direktionen rechts) stand kurz vor dem Übergang zum Skorpion, was einen anbrandenden, zutiefst existenziellen Wechsel anzeigt. Sie aktivierte seinen Merkur, zu dem Neptun in der Direktion exakt ins Quadrat lief. Wahrnehmungs-Lücken, die immer zu Fehleinschätzungen führen können. Auch über Angst, sich im TV zum Affen zu machen, schreibt Koch. Die Merkur-Pluto-Konjunktion auf Neptun, Quadrat Radix-Sonne, führt als Basis solcher Projekte oft zu eiserner, äußerst ernster Verbissenheit. Eine vermutete Schwäche (Neptun) muss durch Plutos Konzept bezwungen werden.

Dann diese unglaubliche Vorfreude, ES zu tun (Jupiter Quadrat Schütze-Radix-Uranus = man überhebt sich grandios, voller riesiger Visionen). Samuel hatte, laut Biografie, überhaupt das Gefühl gehabt, dies könnte das glücklichste Jahr seines Lebens werden. Eine der größten, träumerischen Täuschungen, die Sonne-Neptun auf Merkur - gerade in der langfristig wirkenden Direktion - jemandem für fast ein ganzes Jahr liefern kann.

Der zum Mars-Uranus-Aspekt gehörige Grad ist laut Münchner Rhythmenlehre 17,5 Grad Widder. Ausgerechnet auf 16,19 Grad Widder stand die Himmelsmitte im Unglücks-Moment. Hier zeigen sich Ursache und Ergebnis. Samuel Koch läuft mit Sprungfedern an den Füßen auf den Wagen zu, den sein Vater steuert. Eine beinah absurde Karikatur eines Aspekts. Döbereiner beschreibt generell für Berührungen von Mars und Uranus das Gipfelstürmen, verbunden mit einem möglichen "Verewigungs-Drang" für den Vater. Über Sonne-Neptun und Mars-Uranus wird der manchmal als übergroß, aber gleichzeitig zuweilen auch als schwach empfunden. Ihm werden deshalb "Türme des Monumentalen" gebaut. Das soll Defizite, die man in ihm zu merken meint, ausgleichen. Völlig unbewusst.

Für diesen Widder-Grad ist Sturz aus der Höhe beschrieben. Und Unfallverletzungen. All das kam damals fast schon unglaublich geisterhaft zusammen. Der aktuelle Mars lief aus der Konjunktion mit Radix-Uranus heraus, wiederholte Kochs Mars-Uranus mundan, peitschte ihn auf. Zeit, sich vor dem Väterlichem zu beweisen. Es zu überspringen. Psychologisch auch eine unbewusste Angst, das Ältere durch eigene Größe zu demütigen, im Schlepptau. Sein Vater hat ausgerechnet Geburtstag. Er fährt eben den Wagen, den Samuel Koch nicht überfliegen wird. Der Sprung ins Eigene, den Mars-Uranus nötig macht, misslingt.

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Die Sage vom Elefanten + vom König

Jagd auf den versunkenen Uranus oder: Wie man das Verdrängte erschießt 

Dies ist eine haarsträubende, fast unheimliche Geschichte. Auch astrologisch. Sie beginnt damit, dass man sich manchmal fragt, wieso hat der Mann so entsetzlich traurige Augen? Aber doch nur steckenbleibt im "Wird schon irgendeinen Grund haben!" Hat es tatsächlich auch.

Juan Carlos von Spaniens Horoskop zeigt einen Uranus in 12. Mit Saturn in 11, fast an der Grenze zum Unbewussten, der als Enddispositor oder "Krümmung einer Dauerschleife" von Zeichen-Herrschern vieles in seinem Chart überlagert. Seit Tagen macht einer der konservativsten Könige Europas als Elefantenjäger, dazu verdächtigter Affären-Liebhaber, Neu-Besitzer eines künstlichen Hüftgelenks (Sturzfolge) und bald vielleicht als nicht mehr Ehrenpräsident des spanischen WWF Schlagzeilen. Mit Pluto-Transit in Konjunktion zur Venus ( = Clan-Bildung) kämpft er um seine Würde. Schafft sich den Staat im Staat. Schart die heilige Familie zu Alles-ist-gut-Fotos um sich. Und wirkt trotzdem, als sei alles, aber auch alles aus.

Was ist passiert? Gut, der Mann hat versucht, Elefanten zu jagen. Nicht fein. Dabei purzelte er zum Ausgleich über eine Stufe und braucht ein hüftwärtiges Ersatzteil. Außerdem scheint der hoch konventionelle Steinbock (samt Venus und Merkur retrograd im selben Zeichen) - möglicherweise - seit Jahren engere Beziehungen zu einer deutschen Steinbock-Dame (ebenfalls Venus im selben Zeichen) gepflegt zu haben. Die Don Juan Carlos' Gattin, Donna Sofia (Skorpionin), geschmacklich mitnichten zusagt. Auch wenn die Optional-Geliebte eine Prinzessin (zu Sayn-Wittgenstein) ist. Aber noch bewahren Hof und Familie Fassung. Ein Kennzeichen der spanischen Monarchie. Was sich hier wie eine Klatsch-Geschichte anhört, ist letztlich tragisch.

Denn dann schießt sich auch noch der älteste Enkel "beim Spielen" mitten durch den Fuß. Was geschieht da? Die astrologische Antwort ahnt man schon: Stürze (Saturn-Uranus), Schüsse (Saturn-Uranus), eheliche Unvereinbarkeit (Saturn-Uranus). Die "Weihe des Hauses", die über eine eher erschreckende Wirklichkeit gelegt wird. Nun ist es allerdings so: Zwar haben sie beinah alle den passenden Aspekt. In direkter Linie der stolzen Bourbonen. Nur einer nicht. Der König selbst. Sein Großvater Alfonso, dessen Linie Juan Carlos nach Franco weiterführte, brachte ein Quadrat ein, der jetzige Kronprinz die Opposition, der älteste Enkel wieder das Quadrat. Scharfe Ambivalenzen zwischen Form und Sprung aus den Strukturen. Der Monarch (Chart rechts) weist jedoch nur ein sehr genaues Nonil als Neben-Aspekt zwischen dem Herrn der Zeit und dem des ursprünglichen Erlebens auf.

Seinen Transit von Uranus über Saturn hat er - stark kränkelnd - bis 2010 auch eher still hinter sich gebracht. Und darum kommt jetzt auch der Elefant ins Spiel. Plus der hintergründigen, neptunischen Weisheit der Nonile, die immer fügen, was man selbst nur diffus sehen kann. Zum Beispiel das, was dem erst 18jährigen Juan Carlos vor mehr als 50 Jahren passierte. 1956 erschoß der jetzige König nämlich offenbar seinen 14jährigen Bruder "beim Spielen". So die inoffizielle Version. Der hieß Alfonso, wie Großvater König, der damals letzte der Herrscher vor Diktator Franco. Von vielen wird dieser Unfall vornehm beschwiegen, da er nie ganz aufgeklärt wurde. Die offizielle Version lautet: Der Schuss hat "sich gelöst". Die Frage, die sich nun - angesichts der Elefanten-Hatz in Botswana - stellen könnte: Wieso nimmt jemand, der bei so etwas auch nur Zeuge ist, geschweige denn Auslöser - je wieder ein Gewehr in die Hand? Auch hier hängt alles, wie oft betont, mit allem zusammen. Beispielsweise die jetzigen Ereignisse um König Juan Carlos mit einer sehr tragischen, sehr verwickelten, systemischen Verknüpfung zwischen Freiheit und Gebundensein.

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Die verlorenen Kinder von Utoya

Anders Breiviks ideologische Selbstdarstellung und eine vergessene Liste von Namen

Die jüngste hieß SHARIDYN. Sie war ein sehr mutiges Kind, sagen ihre Eltern. Ein fürsorgliches Mädchen mit hoch empfindlicher Krebs-Sonne. Und gerade mal 14 Jahre alt, als sie starb - auf jener Insel Utøya, wo Anders Breivik seine losgelösten Fantasien von menschlicher Gerechtigkeit anderthalb Stunden lang auslebte, in denen sich ein fanatisierender Skorpion-Uranus gegen drei Wassermann-Planeten wandte. Ohne jede Grenze. Indem er Kids, sehr junge Erwachsene, reihenweise umbrachte. Es ist unbegreiflich. Was bleibt da zu interpretieren? Wie soll man es anders nennen? Als Mord? Irrsinn vielleicht.

Genau darüber werden die Richter streiten. Ideologie hin oder her. 77 Menschen sind tot. Die meisten davon sehr jung. Einmal waren sie ganz eigen. Persönlichkeiten, die jetzt zu Faktoren einer Verteidigung oder Anklage werden. Die ältesten der Jugendlichen 21 Jahre. Breivik, der sie ermordete, nennt sie heute, in seiner Brandrede kalt politische Aktivisten. "Das waren keine unschuldigen Kinder," sagt er. Ob er ihre Namen kennt? 

  • PORNTIP ARDAM 18.01.1990 
  • TORE EIKELAND 18.05.1990
  • JAMIL RAFAL MOHAMAD JAMIL 05.03.1991
  • HANNE KRISTINE FRIDTUN 15.08.1991 
  • ISMAIL HAJI AHMED 23.08.1991
  • KARAR MUSTAFA QASIM 22.02.1992 
  • LENE MARIA BERGUM 16.03.1992
  • DIDERIK AAMODT OLSEN 03.06.1992
  • SIMON SÆBØ 25.07.92 
  • FREDRIK LUND SCHJETNE 16.08.1992
  • TINA SUKUVARA 02.09.1992
  • INGRID BERG HEGGELUND 20.09.1992
  • ANDREAS EDVARDSEN 30.11.1992
  • EVEN FLUGSTAD MALMEDAL 06.12.1992 
  • SYNNE RØYNELAND 18.01.1993 
  • ARALD KUVEN MJELDE 23.01.1993
  • BENDIK ROSNÆS ELLINGSEN 26.01.1993

Der Anfang einer schier endlosen Liste. Sharidyn war, ist, eine von denen, die all das nicht mehr tun werden, was man als junger Mensch so tut. Sich ausprobieren. Lieben. Denken. Positionen erfinden. Leben leben. Im besten und schlechtesten Sinn. Sie hatte diese neugierige, verspielte Löwe-Merkur-Venus-Konjunktion in Opposition zu Jupiter im Wassermann. Ihr Sinn für Soziales, der sie ins Sommerlager von Utøya brachte. Ein Jupiter, der gleichzeitig Anders Breiviks von der Wirklichkeit entkoppeltes, endlos verwirrtes Stellium im selben Zeichen eng berührt. Genau da, auf der Insel, bevor er sie erschoß. Besonders seinen Mars tickte ihr Jupiter an. Im Gepäck die beiden weiteren, uranisch getönten Planeten, die in Breiviks Radix im scharfen Quadrat zu Uranus im Skorpion stehen (siehe Artikel DAS VERWIRRTE GESICHT DES URANUS). Die dadurch - second hand - als Unterboden seines Lebens einen Uranus-Pluto produzieren:

Uranus-Pluto: "Vorstellungen werden zur autonomen Welt - da die wirkliche Welt in ihrer Unvollkommenheit nicht ertragen wird".

(Wolfgang Döbereiner)

Wo deutlicher, als hier? Uranus-Pluto. Das "Allwissen". Das Breivik nun, vor Gericht, arrogant in die Welt kippt. Mitfühlend nur für sich selbst, wenn man ihn seine Manifeste nicht bis zum allerletzten Punkt verlesen lässt. Aber Uranus-Pluto ist auch diese weitere Spielart des mundanen Quadrats, das aktuell überall auf der Welt so viel Zorn, Fanatismus, vermeintlich differenzierte Objektivität, Kampf und Krampf bebildert. Ideologisches, das nicht nur da, in Norwegen, vom Skorpion zum eisernen System erhoben, wie ein Käfig über Lebendigkeit steht. Auch in Anders Breivik. Sein Quadrat verbindet das Zeichen der Konzepte und das der schieren, geistigen Idee. Für die dann auch Kinder als Opfer, Zinnsoldaten, Beweise herhalten müssen. Manche der "politischen Aktivisten" im Sommerlager hatten noch ihre Barbies im Regal und die Sammlungen bunter Yu-Gi-Oh-Karten in der Schublade.

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60 Jahre Medien + Macht = Bild

Die einen machen bei diesem Jubiläum drei Kreuze, die anderen feiern es einfach: In diesem Jahr wird Deutschlands meist gehasste und geliebte Medienmacht, die Bildzeitung (Basics siehe Loop! Artikel KEVIN ALLEIN ZUHAUS), 60 Jahre alt. 

Unser Fernseh-Tip zum Thema: "Bild. Macht. Politik" heisst eine schon vor der Ausstrahlung gelobte Dokumentation von Christiane Meier und Sascha Adamek über Deutschlands größte Tageszeitung. Sie wird heute, am 16. April, um 22:45 Uhr im Ersten ausgestrahlt und lässt Freunden und Feinden genug Raum, sich im Rückblick noch einmal selbst ein Bild von Bild zu machen (hier die SPIEGEL-REZENSION). 

Als kleiner Vorgeschmack ein erster astrologischer Blick auf Bilds Radixchart. Als Gast-Astrologe schreibt MANFRED GREGOR von STARSHOCH2 über den runden Geburtstag der nun (wenigstens altersmäßig) gereiften Zeitungs-Dame mit der überaus spitzen Zunge, die immer schon einen eigentümlichen Bezug zur Astrologie hatte: 

"Wie gefährlich es wird, wenn man sich mit BILD anlegt, musste erst kürzlich Christian Wulff schmerzlich erfahren. Die auflagenstärkste Zeitung Europas ist ein Machtfaktor. 

Hier werden Stars gemacht - und auch wieder abserviert, Politstars gekürt - oder wieder in den Orkus getrampelt. Der Gründer Axel Cäsar Springer überstand den Enteignungs-Sturm der APO-Zeit; die von ihm beschworene Wiedervereinigung, die in Wirklichkeit eine Annexion war, konnte er nicht erleben. Bild erschien zum ersten Mal am 24. Juni 1952 (Basisdaten hier)

Da Axel Springer keine wichtige Entscheidung traf, ohne vorher seinen Astrologen zu befragen, lohnt es sich umso mehr, sich dieses Gründungshoroskop anzuschauen. Wir finden eine alles dominierende Besetzung des Sternzeichens Krebs , womit der Mond  Lebensherr wird. Dieser repräsentiert das Volk, seine Stimmungen und Meinungen, den Massengeschmack, den BILD wie kaum eine andere Zeitung trifft oder auch herbeiführt.

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Das verwirrte Gesicht des Uranus

Die losgelösten Parallel-Welten des Anders Breivik

Wenn etwas sich plötzlich verwirrt, ist meist Uranus im Spiel. Ob es sich nun um durcheinander geratende Gedanken, Zimmer oder Situationen handelt. Konfusion wird Chaos, wenn Neptun dazu stößt. In Norwegen hat diese Doppelkomponente ein Gesicht: Anders Behring Breivik, der Attentäter von Utoya. Drei Planeten im Wassermann, ausgerechnet Uranus im Quadrat dazu. Und zu allem Überfluß im Sonnenaufgangs-Horoskop den Neptun direkt am MC.

Der Mann, der letzten Sommer mehr als 75 Menschen tötete, zeigt bis heute keine Einsicht, kein Bereuen und auch kein Mit-Empfinden für seine Opfer. Stattdessen beharrt er darauf, geistig völlig klar zu sein.Kämpft sogar dafür, lieber verurteilt (oder sogar "getötet") zu werden, als in die Psychiatrie zu kommen. Überhöht seine Taten durch eine politische "Idee". Er wollte Norwegen vor dem Islam retten.

Alles in allem ein Sammelsurium bis ins Groteske verzerrter Uranus-Eigenschaften, die ursprünglich gesellschaftlich konstruktiv sind. Wo Wassermann steht, müssen Dualitäten aufgehoben werden. Zugunsten von Kollektiven, für, nicht gegen das Miteinander. Dem Individuum (Löwe gegenüber) und seiner Subjektivität lassen Zeichen und Herrscher aber oft wenig Chancen. Vor allem, wenn ein Chart isolierte Stellungen aufweist. Ist Uranus immer so? Nein. Er überdreht nur, falls er ungepuffert oder eben angegriffen ist. Breiviks Skorpion-Uranus steht im Quadrat zum massiven Sonne-Mond-Merkur-Stellium im Wassermann. Als einziger Faktor im Element Wasser. Eine solche Eindeutigkeit sieht man selten. Zumal Sonne-Mars und Skorpion ihm als Kampf-Basis dienen.  

Wie es sich für die uranische Komponente gehört, kam nun mit einer Überraschung das zweite Gutachten zu Breiviks Geistes-Zustand heraus. Nachdem das erste paranoide Schizophrenie diagnostizierte, vertreten die neuen Gutachter nach über 37 Stunden Gesprächen die Auffassung: Nein, dieser Mann ist nicht "krank". Oder war nicht bewusstseins-gestört. Er hat Überzeugungen (Sonne-Mars-Pluto-Trigon). Er hat eine Mission. Und er wußte, was er tat. Weder hat das beschauliche Norwegen ein solches Zweit-Gutachten, noch einen solchen Prozeß, wie er in einer Woche beginnt, je erlebt. Nun wird absurderweise auch eine "politisch motivierte" Tat diskutiert werden müssen. Statt lediglich des Strafmaßes, bei "gesicherter" Unzurechnungsfähigkeit.

Norwegen steht momentan unter T-Uranus im Quadrat zu Neptun (schon im Radix in Opposition). Plus Neptun auf dem Saturn in 6 auf Konkurs-Grad 2,5 Fische. Eine Art innerer Bankrott des Rechtssystems, der sich am Super-Wassermann Anders Breivik festmacht. Außerdem ein "Zirkus" der besonderen Art. Nichts stützt, wenn die Narren erst mal tanzen.

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Mittwoch, 8. Juli 2020

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